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Glossar


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Abbildungsmassstab

Lineares Grössenverhältnis der (Repro-) zur Erstellung der reprofähige Vorlage. Die Angabe erfolgt im Allgemeinen in Prozent.

Abfallholz

Rohstoff für die Zellstoff- und Papierindustrie, der als Bruch- oder Durchforstungsholz anfällt. So kann die Forstwirtschaft die notwendige Pflege und den Erhalt des Waldes durchführen.

abgestumpfte Farben

Durch die Mischung der reinen Farben mit Komplementär- bzw. unbunten Farben werden abgestumpfte Farben erreicht

Abklatsch

Die Übertragung einer Konturenplatte auf einen Druckträger zur Ausarbeitung einer Farbplatte.

ablegen

Abfärben frischer Drucke auf der Rückseite des darüberliegenden Bogens.

abrakeln

Mit einem Rakelmesser werden die Farbwalzen von Farb- und Papierrückständen befreit

Abrieb

Durch mechanische Reibung entstehender Oberflächenverschleiss.

absolute Feuchtigkeit

Die im Papier enthaltene Wassermenge in Gewichtsprozenten.

Absorption

Es wird von Strahlungsenergie in eine andere Energieform bei Wechselwirkung mit Materie umgewandelt

abstimmen

Beurteilen und Angleichen von Ton- und Farbwerten zwischen Vorlage, Kopiervorlage, Andruck und Fortdruck.

abstossen

vorhergedruckte Farbe nimmt die folgende Farbe nicht an.

Abwicklungsrichtung

Bewegungsrichtung der Drucklinie vom Greifer zum Bogenende

Abziehbilder-Papier

Ein Trägerpapier mit wasserlöslicher Schicht. Diese ermöglicht das Ablösen (Abschieben) des in Offset- oder Siebdruck aufgebrachten Dekors und die Übertragung, z.B. auf Keramik.

Abzug

In der Praxis von manuellen Drucken durch Handpressen kam der Begriff «Abzug» auf. Damit wurde das Ergebnis eines ersten Druckbildes bezeichnet, dass auf einen Papierbogen mit einem Druckerballen oder einer Bürste, welche gegen den eingefärbten Satz gedrückt wurden, entstand. Seit der Nutzung von maschinellen Drucktechniken jedoch wird generell das Ergebnis jeder bedruckten Seite als Abzug bezeichnet.

Abzug-Papier

Saugfähiges (maschinenglattes) Papier für Wachsschablonen-Vervielfältiger.

Acrobat

Ein Programm von Adobe, mit dem Dokumentseiten erzeugt werden, die mit Hilfe des kostenloses «Readers» auf jeder gängigen Rechnerplattform angesehen und auf Post-Script-Druckern ausgedruckt werden können. Das erzeugte Dokumentenformat heisst PDF - «Portable Document Format». Der wesentliche Vorteil: es bleiben alle Schriften, Farben und Formen des Dokumentes erhalten, auch wenn das Programm, dass die Ursprungsdatei erzeugt hat, auf dem Rechner des Betrachters nicht vorhanden ist. Acrobat ist heute weltweiter Standard beim Dokumentenmanagement.

Additive Farben

Additive Farben entstehen durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Mit den sogenannten Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich in der Theorie alle sichtbaren Farben bilden, wobei alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projiziert Weiss ergeben. Das farbige Sehen des Menschen arbeitet mit rot-, grün-, und blauempfindlichen Sinneszellen. Treffen beispielsweise rote und grüne Lichtstrahlen auf die entsprechende Empfangsstelle des Auges, so ergibt dies die Mischfarbe Gelb. Werden alle drei Farbempfänger erregt, dann sieht das Auge Weiss. Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet diese Grundfarben. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, die ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK bilden. Additive Grundfarben = Lichtfarben: Blau, Grün, Rot.

Adhäsiv-Papier

Mit Silikon beschichtetes Papier, das dadurch Klebstoffe abstösst. Für Abdeckungen bei Haftpapieren, -folien und -etiketten.

Adobe Type Manager

Der ATM ist ein von Adobe Systems entwickeltes Programm um den Umgang mit Schriften zu optimieren. Mit dem ATM lassen sich Zeichen für die Bildschirmausgabe fast unbegrenzt vergrössern. Zudem lassen sich Schriften auf Druckern ohne PostScript Option ausdrucken. Der ATM ist heute auf den meisten Rechnern standardmässig vorinstalliert.

Adobe-RGB-Farbraum

Der Adobe-RGB-Farbraum enthält etwa die Hälfte der im (umfassenden) Lab-Farbraum definierten Farben. Gegenüber dem sRGB-Farbraum konnte somit die behandelbare und anwendbare Anzahl der Farben verbessert werden. Der Gamut wurde vorrangig in den Grüntönen verbessert, einschließlich des Blau-Grün-Bereiches, also den Cyantönen. Der Farbbereich eines Wide-Gamut-TFT-Display kann zusätzlich die Rottöne besser wiedergeben als der Adobe-RGB-Farbraum.

Affiche

Ältere Bezeichnung für Plakat, Anschlag (Zettel), Aushang.

Affichen-Papier

Plakatpapier für Anschlagtafeln (und -säulen) mit spezieller Leimung.

Akkulade

Klammer, die die Zusammengehörigkeit von Satzteilen zum Ausdruck bringen soll: {,}

Aktendeckel-Karton

Zäher, einreissfester, meist geklebter Karton (250/350g/m²) für Aktenaufbewahrung. In vielen Farben.

Akzidenzdruck 

Lat. accidens - das Zufällige, das Veränderliche. Drucksachen kleineren Umfangs für Privatpersonen, Betriebe, Verwaltungen etc.. Zeitungen, Zeitschriften und Werke sind keine Akzidenzen. Die Bezeichnung Akzidenz bürgerte sich dadurch ein, dass die Drucker im 15. Jahrhundert in der Regel hauptsächlich mit der Herstellung von Büchern beschäftigt waren und andere Arbeiten, eben Akzidenzarbeiten nur gelegentlich anfielen. Die vermutlich älteste Akzidenzdrucksache und das älteste gedruckte Formular sind die Ablassbriefe der römischen Kirche im 15. Jahrhundert. Akzidenzdrucksachen sind private Drucksachen wie Anzeigen und Einladungen aus familiären Anlässen, aber auch Geschäftsbriefe, Werbedrucksachen, Formulare und andere Drucksorten

Alabaster-Karton

Aus zwei oder mehr Lagen eines feinen, holzfreien Papiers, mit Stärke zusammengeklebt. Für hochwertige Geschäfts- und Privatdrucke.

Alfa-Papier

Hochwertiges, weiches und voluminöses Papier. Hergestellt aus Zellstoff von Alfa-(Esparto-)gras (Spanien und Nordafrika).

Alinea

Aus dem Lateinischen a linea = auf der Linie, das wird auch als Absatzzeichen bezeichnet

Alkaliecht

Druckfarben sind gegen alkalische Stoffe unempflindlich. Wichtig bei Waschmittelverpackungen.

Alterungsbeständigkeit

Die Lebensdauer von Papier kann durch die Verwendung geeigneter Rohstoffe und Zusätze gesteuert werden. Sie hängt aber auch in hohem Masse von den chem.-physikalischen Bedingungen (z.B. Licht, Luft, Wärme, Feuchtigkeit) ab, die während der Verwendungszeit auf das Papier einwirken. Eigenschaft des Papiers, seine Eigenschaften bei Dauergebrauch resp. langzeitig beizubehalten. Das Papier besitzt eine ganz bestimmte Stoffzusammensetzung, die durch die Norm DIN ISO 9706 definiert ist. Wichtig für langzeitliche Produkte wie Bücher, Bilder usw.

Altpapier

Papier-, Karton- und Pappenabfälle (mehr als 120 verschiedene Sorten!), die bei der Verarbeitung oder nach Gebrauch anfallen. Über Altpapierhändler werden sie zur Wiederverwendung (Recycling) an die Papierfabriken zurückgeliefert. Dieser "Rohstoff" hat schon einen Anteil von ca. 50% der einheimischen Produktion (Zellstoffanteil ca.25%). Altpapier ist aufgrund seiner Eigenschaften nicht in allen Bereichen der Herstellung als Rohstoff voll einsetzbar. Bei der Produktion von Recyclingpapier muss ständig ein Anteil von "Frischfasern" zugefügt werden, da sich die Qualität der "Altpapierfasern" bei jedem Einsatz verschlechtert.

AM-Raster

Beim amplitudenmodulierten Raster (AM-Raster) haben alle Rasterpunkte den gleichen Mittelpunktabstand. Lediglich der Durchmesser variiert und bestimmt dadurch den Flächendeckungsgrad des Rasterpunktes. Die Helligkeitsmodulation eines Farbtons kann somit bedingt simuliert werden. Ein schwarzes Raster zu 50% Flächendeckung verdruckt, ergibt durch die Weisszwischenräume einen Grauton. Die Masseinheit eines AM-Rasters, die Rasterweite, wird mit Linien pro Zentimeter angegeben und kennzeichnet gleichermassen Aufbau sowie Qualität des Rasters. Ein Bild im 80-er Raster besteht aus einer vierfachen Anzahl Bildpunkten als ein Bild im 40-er Raster, bei gleicher Bildgrösse. Demnach werden die Rasterpunkte kleiner und ergeben für das Auge ein harmonischeres Bild. Welche Rasterweite verwendet wird, ist eine Frage der Qualität und der damit verbundenen Kosten. Feine Raster stellen zudem besondere Anforderungen an die Druckmaschinen und das zu verwendende Papier.

analog

Prinzip der Darstellung von Werten durch entsprechende Grössen, z.B. das Anzeigen der Temperatur durch die Höhe der Quecksilbersäule in einem Thermometer oder das Ablesen der Uhrzeit durch die Stellung der Zeiger einer Uhr (digital).

Andruck

Ein Andruck ist ein Probedruck zur Überprüfung der Qualität, besonders bei mehrfarbigen Arbeiten an einer Druckmaschine. Ein Andruck erfolgt zum Zweck der Kontrolle von Ton- und Farbwerten zum Abstimmen mit der Vorlage, in einer sehr geringen Auflage auf Andruck- oder konventionellen Druckmaschinen, möglichst unter fortdruckgerechten Bedingungen, was den Bedruckstoff, Farbe usw. betrifft um so das zu erwartende Druckergebnis unmittelbar "an der Druckmaschine" zu kontrollieren. Der Andruck wird durch diverse digitale Proofverfahren abgelöst, da diese preisgünstiger und schneller herzustellen sind.

Andruckskala

Druck der einzelnen Farben und Zusammendrucke entsprechend der Farbreihenfolge im Fortdruck.

Anilindruck-Papiere

Einseitig oder beidseitig glatte Papiere zum Druck in Anilin-Druckmaschinen (für Beutel, Packungen, Massenprospekte).

Aniva®

Aniva ist ein Farbsystem der Firma Epple, bei dem vier hochpigmentierte Farben verdruckt werden. Diese Pigmentierung ermöglicht es, mit annähernd gleichen Schichtdicken wie im normalen Skalendruck, höhere optische Dichtewerte und somit einen grösseren Farbraum zu erreichen. Vor allem Bilder lassen sich annähernd in Fotoqualität drucken. Dadurch das lediglich vier Farben verdruckt werden, ist Aniva sehr wirtschaftlich.

Anlage

Marken, an denen im Bogendruck jeder einzelne Druckbogen pass- und registergenau ausgerichtet wird.

Anlegemarken

Im Bogendruck mitgedruckte Markierungen als Vorder- und Seitenmarken, die dem Drucker optisch eine Kontrolle des gleichmässigen Anlegens (? Anlage) ermöglichen. Der Buchbinder erhält dadurch eine sichtbare Angabe, an welchem Winkel des gedruckten Bogens beim Schneiden oder Falzen anzulegen ist, um ein standrichtiges Endprodukt herzustellen.

Antiqua

Alle runden Schriften, mit Ausnahme der Schreibschriften.

Antiqua mit Serifen

Die erste Gruppe der Antiquaschriften wird durch ihre Serifen gekennzeichnet. Serifen sind kleine, zu den Hauptstrichen waagerecht verlaufende Anstriche. Sie verleihen den Schriften ?Standfestigkeit? und können durch ihre Art den Charakter einer Schrift massgeblich beeinflussen. Serifenschriften lassen sich in ihrer Gruppe noch einmal in verschiedene Untergruppen unterteilen. So gibt es Schriften mit geringen oder starken Duktusunterschieden. Serifenschriften finden oft in Fliesstexten (Romanen) Anwendung, da sich die einzelnen Zeichen und Zeilen durch die Serifen gut voneinander abgrenzen.

AOX-Wert

(=Absorbierbare organische Halogene). Der AOX-Wert ist die international gebräuchliche Masseinheit, um die Abwasserbelastung mit organischen Chlorverbindungen verschiedener Zellstoffabriken miteinander vergleichen zu können. Der AOX-Wert bildet die Grundlage für die Einteilung in "chlorfrei" und "chlorgebleicht".

AP-Papier

Papiersorten, die zu mindestens 70% aus Altpapier bestehen. Dazu zählen die für Verpackungszwecke bestimmten Papier-, Karton- und Pappesorten sowie ein Teil der erzeugten Zeitungsdruck- und Hygienepapiere.

Apple

Firma, Hersteller von Personal-Computern. Die Baureihe «Mac» ist im professionellen Electronic-Publishing weit verbreitet.

Aquarellpapier

Holzfreies, oft hadernhaltiges Zeichenpapier, für Wasserfarben geeignet, mit gewollt gekörnter Oberflächenstruktur.

Arbeitsspeicher

Schneller Speicher für Programme und Daten, aufgeteilt in Programm- und Datenspeicher.

ASA

Abkürzung von American Standards Association. Allgemeine Lichtempfindlichkeit fotografischer Schichten.

Aschegehalt

Bei der Papierherstellung werden zur Verbesserung bestimmter Papiereigenschaften (z.B. Glätte, Weisse, Opazität, Geschmeidigkeit u.a.) der Faserstoffmasse eine Reihe von organischen und anorganischen Mineralstoffen beigegeben, die sich zwischen den Fasern einfügen. Der Anteil dieser Füllstoffe kann durch Verbrennen (Veraschen) des Papiers ermittelt werden. Deshalb "Aschegehalt".

ASCII

Die ASCII-Zeichenkette ist eine klassische Datenstruktur für den Austausch von Textdokumenten. ASCII ist die Abkürzung von "American Standard Code for Information Interchange". Durch den ASCII-Code können 128 verschiedene Zeichen dargestellt werden wie Gross- und Kleinbuchstaben, Ziffern, Sonder- und Steuerzeichen. Standardformat zur Darstellung von digitalen Daten mit 8-Bit (z.B. Schriftzeichen)

Atlaspapier

Die Oberfläche des Papieres greift sich wie Atlasseide an.

Atro

Fachbezeichnung für «absolut trocken» gemäss dem sogenannten Lutro Massstab für die Messung des Trockengehaltes von Papier und Zellstoff.

Aufbereitung

Die als Halbstoffe angelieferten Faserstoffe werden mit Wasser zu einem dünnen Brei verarbeitet. Dieser Faserbrei wird nach einem mehrstufigen Reinigungsprozess gemahlen und mit Hilfsstoffen versehen. Nach einer erneuten Verdünnung (bis zu 99 Prozent Wasseranteil) kommt der Faserbrei für die Weiterverarbeitung zum Ganzstoff in die Papiermaschine.

Aufheller

siehe Optische Aufheller

Auflage

Anzahl zu druckender Exemplare eines bestimmten Druckproduktes.

Auflagenpapier

Papier, auf dem die gesamte Auflage gedruckt wird

Auflösung

In der Optik ist die Auflösung ein Mass für die Fähigkeit von Ein- und Ausgabegeräten oder auch fotografischen Filmen, zwei benachbarte Punkte noch getrennt voneinander darzustellen. Die Auflösung hängt von den physikalischen Eigenschaften des darstellenden bzw. aufnehmenden Geräts oder Material ab und findet zumeist ihre Grenze in der Wellenlänge des verwendeten Lichts. Man gibt die Auglösung in der Regel mit Punkten pro Zoll (dots per inch - dpi) oder in Linien pro mm an. DPI (= dots per inch) gibt die Anzahl der Bildpunkte pro Längeneinheit, also die Anzahl der Bildpunkte pro englischem Zoll (2,54 mm) an. Man kann es auch Pixeldichte nennen. Bei Ein- und Ausgabegeräten (z. B.: Scanner, Drucker, Bildschirme, Belichter, usw.) gibt die relative Auflösung die Dichte der Bildpunkte an. Bei Bilddateien gibt die relative Auflösung an mit welcher Dichte die Bildpunkte auf einem Ausgabegerät wiedergegeben werden sollen. In der Druckindustrie wird mit sehr hoher Auflösung belichtet. Laserdrucker brauchen in der Regel 300?600 dpi, Laserbelichtungen bis über 3000 dpi.

Aufsicht

Prüfung der Papieroberfläche, am besten bei schräg einfallendem Licht.

Aufsichtsvorlage

Reproduktionsvorlage auf nicht oder nur gering lichtdurchlässigem Material (z.B. Papier, Karton)

Aufspenden

Das Aufbringen von Antwortkarten, Broschüren, CDs, Notizzetteln oder anderen Gegenständen wird als Aufspenden bezeichnet. Als Klebstoff wird in der Regel ein Hotmelt Kleber eingesetzt, der leicht zu entfernen ist und von dem sich die Produkte einfach ablösen lassen.

Auftragend

Durch spezielle Faseraufbereitung kann der Papiermacher die "Dicke" (Volumen) eines Papiers vorausbestimmen. Die Formel dazu: Volumen = Dicke des Papiers / Gewicht in g/m².
Unterschieden wird zwischen normalem und auftragendem Papier. Normalvolumen: 1000 Bg. 80g/m² = 8cm Stapelhöhe.
Auftragend 1,5faches Volumen: 1000 Bg 80g/m² = 12cm Stapelhöhe.
Auftragend 2faches Volumen: 1000 Bg 80g/m² = 16cm Stapelhöhe.
Auftragend 2,5faches Volumen: 1000 Bg 80g/m² = 20cm Stapelhöhe.

Aufzug

Fachbegriff aus der Drucktechnik:
1. Notwendiger Bezug eines starren Druckkörpers (Druckfundament, Druckzylinder), um die zum Druck erforderliche Elastizität zwischen starrer Druckform und starrem Druckkörper zu geben.
2. Druckform bzw. Gummituch im Offsetdruck sowie die zu einer korrekten Druckabwicklung erforderlichen Unterlagen (>  kalibrierte Papiere und Kartons).

Aufzug-Tauen

Besonders zähes, gleichmässiges, dichtes Papier für die Bespannung der Gegendruckzylinder in Druckmaschinen.

ausrüsten

Veredeln von Papieren oder Kartons:
1. mechanisch durch satinieren, granulieren und ähnlichen Oberflächenbehandlungen.
2. Beschichten der Papieroberfläche durch streichen (> Bilderdruckpapiere > Kunstdruckpapiere).

Fertigstellen von Bedruckstoffen:
1. Schneiden von Rollenpapieren oder Formatpapieren.
2. Sortieren, zählen und verpacken.

ausschiessen

Anordnen der Druckseiten (Kolumnen) oder Kopiervorlagen zu einer Druckform, dass nach dem Falzen des Druckbogens die einzelnen Seiten in richtiger Reihenfolge liegen.

ausschlachten

Begriff aus dem Bleisatz. Herausnehmen von Blindmaterial (nichtdruckendes Material) und Linien aus vorhandenem Satz.

ausstatten

Innere und äussere Gestaltung eines Buches. Beispiele: Satzspiegel, Schriftart, Illustration, Papier, Einband, Schutzumschlag.

Ausstattungspapier

Weisse und farbige Papiere. Vielfach geprägt (auch mit Wasserzeichen). Für anspruchsvolle Briefbogen und Briefkassetten.

auszeichnen

1. Satztechnische Hervorhebungen, z.B. sperren, fett, kursiv, im Text einer Druckseite.
2. Bearbeitung eines Manuskriptes mit den notwendigen Angaben für die Satzherstellung.

Autor

Verfasser eines Werkes.

Autotypische Rasterung

Flächenvariable Rasterung von Bildvorlagen durch Amplituden-Modulation, Bildhelligkeiten ergeben sich durch flächenmässig unterschiedlich grosse Rasterpunkte mit gleichem Abstand

Azureelinie

Mehrere in einem Linienkörper vereinigte feine Linien, die das Kopieren erschweren soll. Zum Beispiel bei Wertpapieren

Backup

Darunter versteht man das teilweise oder gesamte Kopieren der in einem Computersystem vorhandenen Daten auf ein ähnliches oder alternatives Speichermedium. Die auf dem Speichermedium gesicherten Daten werden als Backup (dt. Sicherungskopie) bezeichnet

Bagasse

Ausgelaugtes (entzuckertes) Zuckerrohr. Wird in Ländern der Dritten Welt als Faserrohstoff für die Zellstoffherstellung verwendet.

Bahnbreite

Papier wird (mit ganz geringer Ausnahme) in "endloser, maschinenbreiter" Bahn hergestellt. Aus diesen Rollen können Bogenformate "schmal" und "breit" geschnitten werden. z.B. Format 61x86cm: geschnitten aus 61cm breiten Rollen = 61x86cm Schmalbahn. Geschnitten aus 86cm breiten Rollen = 86x61cm Breitbahn (Laufrichtung). Die Bandbreite läuft quer zur Laufrichtung.

Ballardhaut

Die Ballardhaut ist eine 0,1 mm starke Kupferschicht auf dem Tiefdruckzylinder, in die die Näpfchen geätzt werden. Zwischen der Ballardhaut und dem ca. 1,5 mm starken Grundkupfer des Zylinders ist eine Trennschicht. Dadurch lässt sich die Ballardhaut nach dem Drucken einfach entfernen und durch eine neue ersetzen

Ballenmenge

Bezeichnung für eine inzwischen fast überholte Papiermenge von ca. 150kg (die ein Mann "noch leicht" auf einem Sackkarren transportieren konnte). Heute wird Papier auf Paletten verpackt.

Banderolieren

Wird in der Weiterverarbeitung benutzt, um z. B. mehrere Produkte oder Loseblattsammlungen mit einem Papier oder Plastikband zu einer Einheit zusammen zu fassen. Im Zeitungsversandraum werden zum Beispiel einzelne Zeitungspakete mit einer PP-Banderole umreift.

Banknotenpapier

Nicht im freien Handel verfügbares, dauerhaftes Sicherheitspapier mit echtem Wasserzeichen und weiteren fälschungssicheren Einlagen. Zur Herstellung von Geldscheinen. Die Herstellung solcher Papiere, die mit echten mehrstufigen Wasserzeichen versehen sind, erfolgt auf sogenannten Rundsiebmaschinen.

Bankpostpapier

Hochwertiges Schreibmaschinenpapier (auch mit Wasserzeichen). Es zeichnet sich durch gute Beschreib- und Bedruckbarkeit aus.

Barcodes

Aufgedruckte Barcodes sind ein gängiges Mittel im Logistik- oder Konsumgüterbereich Objekte zu kennzeichnen. Hierzu werden können eindimensionale ("Strichcode") oder zweidimensionale Barcodes ("Matrixcode"). Barcodes bei denen die Farbe die dritte Dimension darstellt sind möglich, jedoch nicht so häufig anzutreffen.

Baryt-Papier

Hochweisses, mattgestrichenes Spezialpapier (mit 30-60g/m² Barytschicht) für hochwertige Reproduktionszwecke.

Bastardschrift

Schriften, die in verschiedenen Stilelementen dargestellt sind

Bastpapier

Meist einseitig glattes, ca. 80g/m² schweres Zellstoffpapier (Name abgeleitet von früherem Rohstoff Flachs, Bast). Für Versandtaschen und Beutel.

Batch-Verarbeitung

Stapelverarbeitung, d.h. Programme und Daten werden dem Rechner als Einheit übergeben und durch Steuerung des Betriebssystems nacheinander abgearbeitet.

Baud

Masseinheit für die Datenübertragungsrate. Anzahl der Einheit (Bits), die pro Sekunde von einer digitalen Station zur anderen übertragbar ist

Bedruckbarkeit

Oberflächeneigenschaften von Papieren wie Glätte, Saugfähigkeit, Farbannahmefähigkeit.

Bedruckstoff

Bedruckstoff ist das Material, welches in den verschiedenen Druckverfahren bedruckt werden kann. Alles, was in den bekannten technischen Verfahren zu bedrucken ist, bezeichnet man als Bedruckstoff (Papier, Karton, Folien, Pappe, Blech, Stoffe, Holz usw.).

Belegleser-Papier

Für die maschinelle Datenverarbeitung wird Papier unter hohen Qualitätsnormen hergestellt. Nach der Art des Lesesystems unterscheidet man Magnetschriftleser-, Klarschriftleser- (OCR-Papier), Markierungsleserpapiere.

Belichter

Laserbelichter (Imagesetter, Recorder) belichten mit einem Laserstrahl mit horizontalen, aus mikroskopisch feinen Pixeln aufgebauten Scanlinien auf Film, Fotopapier oder Druckplatten. Die Auflösungen liegen je nach Gerät zwischen 1200 und 5000 Dpi

Belichtung

Ausgabe von grafischen Daten. Einwirkung von Licht oder Infrarotstrahlen auf dafür empfindliche Schichten (Film, Druckplatte)

Berstdruck

Qualitätsmerkmal bei Packpapieren. Er gibt an, welche Widerstandskraft ein Papier gegen Platzen (Bersten) hat. Gemessen in kp/qcm.

Beschichten

Entsprechend ihrem Verwendungszweck werden Papier und Kartons mit wasser-, fett-, aroma-, säure- oder luftdichten Kunststoffen oder auch mit Aluminium beschichtet.

Beschnitt

Der Beschnitt, auch Beschnittrand oder Beschnittkante genannt ist der Rand, der vom Druck frei bleibt. Er bezeichnet die Zugabe zum Endformat, welche in der weiteren Druckverarbeitung abgeschnitten wird. Somit bezeichnet der Beschnitt den unbedruckten Bereich auf Papier und wird in der weiteren Verarbeitung abgeschnitten.

Beschnittformat

Das Beschnittformat muss das "Mehr" an Materialbedarf berücksichtigen, das aus technischen Gründen zum glatten Beschnitt benötigt wird. So müssen entsprechend grössere Formatbogen verwendet werden, die aber den "Abfall" so gering wie möglich zu halten haben.

Beschnittmarken

kurze Linien, die mit auf den Druckbogen gedruckt werden, die anzeigen, wo ein Schnitt erfolgen soll

Betriebssystem

Software zur Steuerung der Grundfunktionen in einem EDV-System. Betriebssysteme sind z. B. MSDOS, Windows, MacOS, OS2 . . .

Bézierkurven, Bézierpunkte

Konfigurierbare Kurvenverläufe, deren Verlauf über so genannte Stützpunkte und Steuerpunkte durch Polygonseiten bestimmt werden kann

Bibeldruckpapier

Nichtdurchscheinend (opak) gearbeitetes Dünndruckpapier, 25-50g/m². Zur Herstellung von Bibeln, Nachschlagewerken etc..

Bildbearbeitung

Retuschen, Zeichen-/Detail-Veränderung, Farbgebung, Farbkorrektur usw.

Bilddatenformat

Jedes Bilddatenformat ist pixelbasierend, das heisst, jedes Motiv wird durch eine konstante Anzahl von Pixeln beschrieben. Die Grössenskalierung von Pixelbildern ist in der Regel problematisch. So führt das Vergrössern je nach Auflösung des Ausgangsbildes zu Qualitätsverlusten. Diese können auch bei der Verkleinerung eines Bildes durch die Interpolation auftreten. Treppeneffekte und ein unscharfes Bild sind die Folge.

Bilderdruck-Papier

Beidseitig gestrichene Papiere in vielen Qualitätsstufen, glänzend oder matt, (60-350g/m²). Zur Herstellung bebilderter Drucksachen.

Bildpostkarten-Karton

Meist einseitig gestrichener Karton (180-240g/m²), matt oder glänzend. Zur Herstellung von Bildpostkarten

Bit

Ist die kleinste adressierbare Speichereinheit. 8 Bits bilden 1 Byte

Bit-Tiefe

Die Bit-Tiefe gibt an, wie viele verschiedene Farben ein Bild enthält, z.B.: 1bit = Strichvorlage = nur schwarz und weiss 8bit = Halbtonvorlagen S/W = 256 verschieden Töne 24bit = RGB = 16,7 Millionen Farbtöne im Bildschirm. Die heute verwendeten Grafikformate haben meistens eine Bit-Tiefe von 32 bit (4-Farb-Scann / 4 Kanäle, je Kanal 8bit).

Bitmap

Die Beschreibung einer Grafik durch die jedes einzelnen Bildpunktes. Fotos werden generell als Bitmap-Grafik gespeichert und verarbeitet. Bei diesem Format wird jeder einzelne Bildpunkt (Helligkeit, Farbe) exakt definiert.

Blank schlagen

Noch fehlende Bilder oder Satzteile in der Satzform mit Blindmaterial > Bleisatz, resp. Leeren Boxen ausfüllen.

Blatt

Ein Stück ungefaltetes Papier vom kleinsten Format bis zu >>DIN A4 wird immer als Blatt bezeichnet; es besitzt eine Vorder- und eine Rückseite. Das Papier ab dem Format DIN A3 (29,7x 42 cm) bezeichnet man dagegen als Bogen.

Blattbildung

Bedeutet in der manuellen wie auch maschinellen Papierherstellung die Bildung eines flächigen Gefüges aus Fasern und Füllstoff. Herstellung von Papieren auf einer Langsiebmaschine.

Blechdruck

Indirektes, rotatives Flachdruckverfahren für das Bedrucken von Blechtafeln, die in der Weiterverarbeitung zu Dosen, Behältern, Tafeln u.ä. verarbeitet werden.

Bleichverfahren

Um weisses Papier herstellen zu können, werden Faserstoffe in verschiedenen Verfahren gebleicht. Bleichverfahren mit Chlorgas/Elementarchlor führen zu hohen Abwasserbelastungen mit organischen Chlorverbindungen (Chlor). Bleichverfahren mit dem wesentlich teureren Chlordioxid zeichnen sich bereits durch eine stark reduzierte Abwasserbelastung aus. Bleichverfahren mit sauerstoffhaltigen Bleichmitteln (z.B. Sauerstoff, Wasserstoffperoxid) führen zu keinerlei Belastungen mit organischen Chlorverbindungen (Sauerstoffbleiche).

Bleiläuse

Interessantes, chemisch-physikalisches Phänomen, kann in praktisch jeder Setzerei, die noch Bleisatz besitzt, vom Setzer vorgeführt werden.

Bleisatz

Die Vorstufe einer Druckerei beschäftigt sich mit allen druckvorbereitenden Prozessen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie einen intensiven technischen und strukturellen Wandel durchlaufen. Seit der Erfindung der schwarzen Kunst durch Johannes Gutenberg um 1455 hielt sich der Bleisatz ein halbes Jahrtausend lang hartnäckig als einzige Satztechnik. Das Setzen der Seiten war somit lange Zeit reine Handarbeit. Erst um 1900 hielten die ersten Maschinen in den Satz Einzug. Bleisatzmaschinen wie die Linotype oder die Monotype stellten die Ansätze zur automatisierten Typografie dar und läuteten die technische Entwicklung im Satz ein. Zeichen und Wörter wurden nicht weiter per Hand zusammengesetzt, stattdessen wurde über eine Tastatur eine Matrize erstellt und anschliessend in der Maschine ausgegossen. Ein qualifizierter Setzer konnte so drei- bis vier- mal schneller arbeiten. Der Bleisatz war speziell für den Buchdruck das geeignete Satzherstellungsverfahren, da von diesem im Druckprinzip Fläche-Fläche (Tiegel-Druckmaschinen) und Zylinder-Fläche (Flachform-Zylinder-Druckmaschinen) direkt gedruckt werden konnte. Die Technik ist durch Fotosatz abgelöst worden.

Blindmaterial

In der guten alten Zeit des Buchdruckes wurden die zu druckenden Lettern gesetzt. Stellen die nicht gedruckt werden sollten, wie Leerstellen zwischen Worten wurden mit speziellen Teilen des Bleisatzes wie Ausschluss, Stückdurchschuss, Regletten, Stegen oder Quadraten bestückt, die als Blindmaterial bezeichnet wurden.

Blindmuster

Muster eines Buches, Kataloges o.ä. das im Format, im Umfang dem Papier der Verarbeitung und dem Einband dem Endprodukt entspricht. Alle Seiten sind jedoch unbedruckt.

Blitzer

Differenzen (Weissstellen) im Passer mehrfarbiger Druckprodukte und bei Schneidefehlern an angeschnittenen Flächen oder Bildern. Kann durch maschinenungenauigkeiten oder auch Papierdehnung auftreten.

Blockaden

Im Satz auf den Kopf gestellte Buchstaben.

Blockklebebindung

Klebebindeverfahren, bei dem der gesamte Buchblock im Rücken feststehend geklebt wird.

Blocksatz

Beim Blocksatz schliessen die einzelnen Textzeilen gleichmässig ab, es entsteht ein Textblock. Dies wird durch angepasste Wortabstände erreicht, die automatisch dimensioniert werden. Daraus resultierende Löcher können durch Silbentrennung verhindert werden, allerdings sollten nie mehr als drei Trennungen untereinander stehen. Um die letzte Zeile eines Blocksatzes nicht zu zerren wird sie linksbündig gesetzt. Blocksatz für Fliesstexte in Romanen eignet sich generell ab etwa 40?50 Zeichen pro Zeile. Für den mehrspaltigen Satz, z. B. bei Zeitungen, Lexikas oder dem Druckratgeber kann diese Grenze auch unterschritten werden.

Boards

Englische Bezeichnung für Pappen.

Bogen

Papier und Karton im Format mind. DIN A3, also 29,7x42cm. Kleiner: Blatt.

Bogendruck

Drucktechnik, bei der im Gegensatz zum Rollendruck einzelne Papierbogen bedruckt werden.

Bogengewicht

Das Gewicht eines Bogens wird durch seine Grösse (Länge x Breite) und sein Flächengewicht (g/m²) bestimmt.

Bogenoffset

Beim Bogenoffset findet der Druckprozess in einer Druckmaschine statt, die einzelne Papierbogen einzieht und diese nach dem Druck übereinander auf einem Stapel ablegt. Je nach Ausstattung der Maschine und Art des Druckjobs können die Bögen auch schon "Schön und Wider", also beidseitig bedruckt aus der Maschine kommen. In der Regel haben die eingesetzten Bogenoffsetmaschinen aber vier bis fünf Farbwerke, so dass bei vier- bzw. fünffarbigen Druckerzeugnissen zwei Maschinendurchläufe nötig sind.

Bogensignatur

Kennzeichnung eines jeden Druckbogens im Werkdruck durch die fortlaufende Bogenzahl im Fuss der ersten Seite. Die Bogenzahl wird häufig mit einem Stern auf der dritten Seite wiederholt.

Bond-Papier

Aus dem englischen (bond-paper) stammender Oberbegriff für Bankpost- und Hartpostpapiere.

Braunschliff

Das mechanische Herauslösen von Fasern aus dem Holzstamm mit Hilfe von rotierenden Schleifsteinen kann durch vorheriges Kochen des Holzes begünstigt werden. Dadurch entsteht allerdings eine bräunliche Färbung des Holzschliffes.

Breitbahn

Das Papierformat wird der Breite nach aus der Papierbahn geschnitten und die Laufrichtung folgt der kürzeren Seite. Abkürzung: BB

Brennprobe

Um festzustellen, ob ein Karton aus mehreren geklebten Lagen besteht, kann das Testblatt an einer Ecke angezündet werden. Die Zahl der sich spaltenden Aschelagen gibt die Zahl der Papierlagen an.

Briefpapier

Das Briefpapier oder auch der Briefbogen ist ein vorgedruckter Papierbogen für private oder geschäftliche Briefe. Er kann einseitig oder beidseitig vorgedruckt sein. Hier kannst Du Briefpapier im Digitaldruck oder Offsetdruck online bestellen und drucken lassen:

Digitaldruck
Offsetdruck
A4 einseitig           A4 zweiseitig
Grossauflagen Offsetdruck

 

Briefumschlag-Papier

Meist einseitig glattes, gut falzfähiges und nicht durchscheinendes Papier in vielen Ausführungen. Zur Herstellung von Briefhüllen.

Briefumschläge

Der Briefumschlag ist eine Versandverpackung für Briefe. Man nennt ihn auch "Kuvert" bzw. "Couvert". In der Mehrzahl: "Briefumschläge", "Kuverts", "Couverts". Das Papier des Briefumschlags muss undurchsichtig, bedruckbar und beschreibbar sein. Typische Beispiele sind handelsübliche Umschläge für (Gruss-)Karten und Briefumschläge der Größe "C5" mit Sichtfenster.

Möchten Sie direkt online:

Briefumschläge drucken
Kuvert einfarbig schwarz
Couverts vierfarbig cmyk
Kuverts bedrucken bunt ein- oder mehrfarbig oder
Briefumschläge unbedruckt Briefumschläge

jeweils in den Formaten C5/6, C5 und C4.

 

BrightSign®

BrightSign ist eine UV-aktive Leuchtfarbenskala, die unter normalem Licht wie ein Skalendruck aussieht. Unter "Schwarzlicht" (UV-Licht) oder Sonneneinstrahlung wird sonst nicht sichtbare UV-Strahlung in sichtbares Licht gewandelt und lässt die Farben leuchten. Nicht bedruckte, weisse Stellen leuchten ebenfalls intensiv. Diese Farben werden neben der Anwendung in der Werbung (Displays, Getränkeetiketten in der Disco, auch Aussenwerbung) für unsichtbare Sicherheitsanwendungen (Eintrittskarten die unter Schwarzlicht strahlen etc.) genutzt.

Bristol-Karton

Aus dem englischen (carton Bristol) stammender Name für einen 3- und mehrlagigen Karton. Die Ober- und Unterdecke ist holzfrei und die Einlage meist holzhaltig (246-924g/m²). Für Preisschilder, Postkarten u.ä..

Bristolpapier

Starkes, glattes Kartonpapier.

Broschuren

In der Druckindustrie wird unter dem Begriff Broschur ein klebegebundener, faden- oder rückstichdrahtgehefteter Buchblock verstanden, der mit einem biegsamen Umschlag eingefasst ist. Der Umschlag kann aus dem gleichen Papier wie der Buchblock bestehen, es können aber aus Gründen der Stabilität auch dickere Papiere gewählt werden. Ob er übersteht oder bündig mit dem Buchblock abschliesst ist Geschmackssache. Der Unterschied zwischen einem Buch und einer Broschur lässt sich an einem Beispiel leicht zeigen: Die neuerscheinende, gebundene Ausgabe eines Bestsellers mit Hardcover-Einband zählt zur Kategorie des Buches. Ein paar Monate später erscheint in der Regel die Taschenbuchausgabe, die zur Kategorie der Broschuren zählt. Da hier keine besondere Verarbeitung der Broschur erfolgt, wird sie auch einfache Broschur genannt. Alternativ kann der Buchrücken auch durch ein Fälzel stabilisiert werden.

Broschüre

Eine nicht periodisch erscheinende Publikation von 5 und nicht mehr als 48 Seiten, mit Papier- oder Kartonumschlag.

Brotschrift

Schriftart, die für den fortlaufenden Textsatz eines Druckerzeugnisses verwendet wird

Bruch

Falz

Buch

Nach der Definiton der UNESCO aus dem Jahre 1964: Eine nicht periodisch erscheinende Publikation mit mindestens 48 Seiten. Das Buch besitzt im Gegensatz zur Broschur anstelle eines Umschlags eine aus mehreren Teilen bestehende Buchdecke.

Buchbinderei

Druckverarbeitung

Buchblock

Fertig gebundene Falzbogen (Lagen) oder einzelne Blätter. Der Buchblock wird je nach Bindetechnik zu einer > mehrlagigen Broschur oder einem > Buch weiterverarbeitet.

Buchdecke

Aus mehreren Teilen bestehender Einband mit einem Bezugsstoff, in die der > Buchblock eingehangen wird.

Buchdruck

Ältestes Hochdruckverfahren. Es wird direkt in allen Druckprinzipien (Fläche-Fläche, Fläche-Zylinder, Zylinder-Zylinder) gedruckt. Der Buchdruck hat grosse Druckkapazitäten an den Offsetdruck abgeben müssen. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Buchungspapier

Holzfreies, zähes, lichtechtes, mattes, geglättetes Papier in vielen Farben (90 und 130g/m²). Zur Herstellung von Buchungskarten.

Bulk

Dicke des Papieres; wird meistens durch die Zellstoffart - Kurzfaser, Eukalyptus - erreicht.

Bund

Gedachte Linie bei der Druckformherstellung: Verbindender Bereich zwischen zwei aneinanderstehenden Seiten.

Buntaufbau

Reprotechnischer Fachbegriff für ein Verfahren zur Herstellung von Farbsätzen. Alle Ton- und Farbwerte entstehen prinzipiell durch Teilmengen der substraktiven Grundfarben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y=Yellow). Eine beliebige Mischung aller drei Grundfarben zu Unbuntwerten vom hellem Grau bis zum Schwarz. Zu Unterstützung der Unbuntwerte ist bei realen Druckfarben zusätzlich die Druckfarbe Schwarz zu drucken, um die notwendige Bildtiefe zu erreichen. Um eine höhte Stabilität in der Farbführung (Graubalance) zu erreichen, wird der reine Buntaufbau modifiziert. (> UCR > Unbuntaufbau)

Buntton

Wird in der offiziellen hochdeutschen Farbmetrik-Terminologie dem Begriff "Farbton" vorgezogen

Bücherschreib

Hochwertiges, satiniertes, vollgeleimtes, radierfestes Schreibpapier. Zur Herstellung von Geschäftsbüchern.

Bürokopierpapier

Je nach Kopiersystem sehr unterschiedliche Papiere und Qualitäten, die teilweise auf einzelne Kopiergerätetypen abgestimmt sind. Im wesentlichen unterscheidet man Naturpapier mit matter und satinierter Oberfläche und Spezialpapier (mit Beschichtung, z.B. Zinkoxyd).

Bütte

Rundes oder ovales Holzgefäss zur Aufnahme des verdünnten Faserbreis. Bei der manuellen Papierherstellung wird der Brei daraus mit einem Sieb geschöpft.

Büttenpapiere

wurden ursprünglich von Hand mit einem Sieb aus der "Bütte" geschöpft. Typisches Merkmal dieses handgeschöpften Büttenpapieres ist der faserig ausgedünnte Rand, der am Aussenrand des Siebes entsteht. Das Handschöpfen wird allerdings kaum noch betrieben. Statt dessen wird Büttenpapier - ebenfalls mit dem faserig ausgedünnten Büttenrand - auf einer > Rundsiebmaschine hergestellt. Daneben gibt es Maschinenbütten, das auf Langsiebmaschinen hergestellt wird. Ihm fehlt der natürliche ausgedünnte Rand, der häufig durch Quetschen, Stanzen oder unregelmässiges Beschneiden nachgeahmt wird.

CAD

Computer Aided Design. Computerunterstütztes Entwerfen, Konstruieren, Zeichnen, Entwickeln u.a.

CAE

Computer Aided Engineering. Rechnerunterstützte Verfahren in allen Ingenieurbereichen.

Caliumcarbonat

Kreide oder Kalkstein (Oberbegriff Calciumcarbonat) werden bei der Papierherstellung als Füllstoff oder für die Streichfarbe als Pigment verwendet.

camera obscura

Lochkamera Leonardo da Vincis

Carbon-Papier

Gebräuchlicher Name für Kohlepapier.

CB-Papier

Selbstdurchschreibende Papiere für die Herstellung von Mehrfachformularen (CB = Coated Back).

CCD

charge-coupled device = ladungsgekoppelter Halbleiterbaustein Sensoren, die Licht in elektrische Ladungen umwandeln und in einem bestimmten Takt ausgelesen werden. Beim Scanner als Zeile (CCD-Zeile), in Videokameras und Digitalkameras als Flächenchip aufgebaut.

CCR

Abkürzung von Complementary Color Reduction. In der Scannertechnik von Siemens-Hell eingeführte Bezeichnung für alle Reproduktionsvarianten eines Farbsatzes zwischen dem > Buntaufbau und dem > Unbuntaufbau.

CD

Abkürzung für Compact Disc. Digitales Speichersystem, dass nicht durch mechanische Berührung durch einen Abtastkopf, sondern durch einen Laserstrahl abgetastet wird.

Cellophan

Bezeichnung für einen Kunststoff; oft gebraucht als transparente, leicht dehnbare Kunststofffolie in der Verpackungsindustrie. Das Produkt bleibt trotz Verpackung erkennbar; Cellophan ist zugleich undurchlässig für Wasser, Fette oder Bakterien.

Cellophanieren

Hierbei wird auf die Papieroberfläche eine dünne Folie aufgeschweisst, daher spricht man auch von Folienkaschierung. Es ist die wohl höchste Form des Schutzes, daher wird häufig bei langlebigen Produkten der Umschlag cellophaniert. - Neben matten und glänzenden Kaschierungen sind auch Folien mit Struktur möglich auf denen Kratzer und Gebrauchsspuren weniger auffallen. Häufig verwendet wird z. B. eine Leinenstruktur. Eine cellophanierte Oberfläche ist zusätzlich besser zu verarbeiten.

Cellulose

siehe Zellstoff

CFB-Papier

Beidseitig selbstdurchschreibende Papiere für die Herstellung von Mehrfachformularen. (CFB = Coated Front Back).

chemischer Druck

Bezeichnung Senefelders, für das von ihm erfundene Flachdruckverfahren.

Chinapapier

Besonders weiches, saugfähiges Papier aus Bambusfasern. Für Andrucke bei Stahl- und Kupferdruck.

Chlor

(Hier richtiger: Elementarchlor). Chemische Substanz, die zur Entfernung von Lignin bei der Zellstoffherstellung und Bleichung verwendet wird. Allerdings entstehen dabei umweltbelastende, organische Chlorverbindungen (u.U. Dioxine), die in der Natur schwer abbaubar sind. Herstellungsverfahren ohne den Einsatz von Chlor werden daher auch schon zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Textes in verstärktem Masse eingesetzt. Es ist zu erwarten, dass die Chlorbleiche in absehbarer Zeit ganz ersetzt wird (Neue Bleichverfahren).

Chlorarm

siehe Chlorfrei

Chlorbleiche

Rein chemisch gesehen, ist die Chlorbleiche das optimale Verfahren, um Lignin, das unter Sauerstoffeinwirkung das Papier brüchig macht und stark vergilben lässt, von der Zellstoff-Faser zu trennen. Der Nachteil dabei ist aber, dass Chlorbleiche unsere Gewässer belastet, weil sie nur unzureichend gereinigt werden kann. Weltweit werden deshalb chlorfreie alternative Bleichverfahren eingesetzt, die keine Umweltbelastung darstellen.

Chlorfrei

Allgemeine Bezeichnung für Papier, das aus Zellstoff hergestellt, aber ohne Elementarchlor (ECF) oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Die gebräuchlichsten Alternativen sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxyd. Solche Papiere werden mit der Abkürzung «TCF = Totally Chlorine Free» gekennzeichnet.

chromagen

Ein bunt bzw. dreifarbig aufgebautes Grau

Chromo-Karton (GC)

Ein mehrlagiger Karton, Decke holzfrei weiss, meist mehrfach gestrichen, Einlage hell, mit heller oder weisser Unterlage. Manche Qualität mit Rückseitenpigmentierung. Bestens geeignet für Faltschachteln und Verpackungen, Ansichtskarten, Schallplattenhüllen, Anhänger. Als Sonderqualität auch mit beidseitig gleicher, gestrichener Vorder- und Rückseite, mit Spezialeinlage, hoher Glätte und sehr hohem Volumen. Gut lackierbar. Wird eingesetzt für Aufsteller, Displays u.ä..

Chromo-Papier

Holzhaltiges und holzfreies, einseitig gestrichenes Etiketten-, Bezugs- und Einwickelpapier. Mit guter Bronzier-, Lackier- und Prägefähigkeit. Oft auch nass- und laugenfest.

Chromoduplex-Karton (GD)

Decke holzfrei weiss gestrichen, Einlage und Rückseite grau. Ein Karton mit sehr hohem Altpapieranteil. Gut zu falzen, rillen und nuten. Ideal für Faltschachteln, Einleger, Blisterverpackungen aller Art.

Chromoersatz-Karton (UC)

Ein mehrlagig gegautschter Karton, der keine gestrichene, aber eine gut satinierte, holzfreie Decke aufweist. Die Rückseite ist holzhaltig und hell. Findet Verwendung für Faltschachteln, Verpackungen und Displays.

Chromolux

Markenname für eine gussgestrichene, hochglänzende Papier- und Kartonmarke (weiss und farbig).

Chromopapier und -karton

Holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig gestrichen ist. Der stets wasserfeste Strich entspricht grundsätzlich dem von Kunstdruckpapier; die Streichmasse ist aber wegen anderen Anforderungen an das Produkt (gute Offsetdruckeignung sowie Präge-, Lackier- und Bronzefähigkeit) anders zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere eingesetzt, Chromokarton für Faltschachteln, Schaukartons (Displays), Dekoration, Schallplattenhüllen oder Buch- und Broschüreneinbände.

Chromosulfatkarton

Ein zäher, stabiler Karton mit meist hohem Oberflächenanstrich. Für hochwertige und beanspruchbare Broschüren und Buchumschläge, Faltschachteln und sonstige Verpackungen, Glückwunschkarten usw.. Hervorragend geeignet zum Rillen, Stanzen, Prägen und Lackieren.

Chromotriplex-Karton

Ein mindestens dreilagiger Chromokarton mit grauer Einlage. Rückseite hell oder weiss. Für Faltschachteln, Displays und Verpackungen.

Cicero

Cicero ist eine französische Masseinheit im Druckwesen. Im Englischen die Bezeichnung Pica lauten. Die Bemessung auf typographischer Basis findet mit einem Typometer statt. Auch wenn heute hauptsächlich englische Masseinheiten genutzt werden, findet sich in der Druckbranche der Begriff Cicero als Hinweis auf die Nutzung französischer Masseinheiten nicht selten. Im Bleisatz entspricht der Begriff Cicero einer mittleren Schriftgrösse, die eine Kegelhöhe von 12 Didot-Punkten aufweist, was ganz genau 4,512 mm entspricht. Es gibt eine Entsprechung in 12 DTP-Punkten, die allerdings 4,233 mm beträgt. Unter dem Begriff Doppelcicero wird die Grösse von 2 Cicero verstanden, die auf eine Höhe von 9,024 mm kommt.

CIE-Lab Farbraum

Der CIE-Lab Farbraum ist ein geräteunabhängiges Farbraummodell. Alle Farbtöne werden innerhalb dieses Raumes bestimmten Farborten zugeordnet und erhalten spezifische Koordinaten. Somit lässt sich ein Farbton messtechnisch eindeutig beschreiben. Darüber hinaus berücksichtigt der CIE-Lab Farbraum die visuelle Farbwahrnehmung. Dies betrifft zum ersten die Umgebungsbedingungen, das heisst, die Beziehung eines Farbtons zur hellsten Stelle des Mediums (Papierweiss, maximale Helligkeit des Monitors). Zum anderen stimmen die visuell wahrgenommenen Farbabstände zweier Farb-töne mit ihren geometrischen Abständen (Delta E Werte) im Lab-Raum überein. Dies optimiert den visuell/messtechnischen Vergleich zwischen Referenz- und Probedruck. Aus diesem Grund wird der Lab-Farbraum am häufigsten eingesetzt und definierte Farbtoleranzen (Delta E Werte) können als Richtlinien für die Druckbedingungen vereinbart werden.

CIJ (Continuous Ink Jet)

Methode im Tintenstrahldruck, nach welcher Tintentropfen erzeugt werden. Ein aus dem Druckkopf kontinuierlich austretender Tintenstrahl wird in einzelne Tropfen zerteilt, welche mittels einer Ladungselektrode elektrostatisch aufgeladen werden. Durch eine weitere Elektrode werden die Tropfen abgelenkt, sodass sie in Abhängigkeit ihrer Ladung auf den Bedruckstoff gelangen oder abgefangen und in den Tintenkreislauf wieder eingespeist werden. Es wird unterschieden nach: 1. Binary-Deflecting-Verfahren: Die Tropfen nehmen entweder einen geladenen oder einen ungeladenen Zustand an. 2. Multi-Deflecting-Verfahren: Die Tropfen können unterschiedlich aufgeladen, somit unterschiedlich abgelenkt werden und gelangen so an verschiedene Stellen des Bedruckstoffes.

CMYK

Im Vierfarbdruck greift die Druckindustrie zum CMYK Modus. Dieser besteht aus Cyan, Magenta, Yellow und dem Schwarzanteil Key für die Farbtiefe. Bei CMYK handelt es sich um ein subtraktives Farbmodell aus 4 Farben, die beim Mischen weitere Nuancen und Farbtöne ergeben. Im Offset Druck wird vorwiegend im CMYK Modus gearbeitet.

CMYK-Farbraum

Menge aller Farben, die sich durch die im Vierfarb-Druck verwendeten Farben (CMYK) darstellen lassen.

CMYK-Modell

Die vier Druckfarben (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz - CMYK), werden auch als Prozessfarben bezeichnet. Durch die Kombination von CMYK im 4-Farb-Druck können 256 verschiedene Farben dargestellt werden. Der Wertebereich jeder einzelnen Farbe geht von 0% bis 100%, wobei 0% einer unbedruckten und 100% einer Volltonfläche entspricht. Die Farben werden im Vierfarbdruck übereinander gedruckt. - Dies ist das Prinzip der subtraktiven Farbmischung, alle Farben ÜBEREINANDER gedruckt ergeben SCHWARZ. - Durch Mischen der drei Grundfarben CMY entsteht der Farbraum. Die Schlüsselfarbe K zu sämtlichen Helligkeitsstufen, Schwarz, dient nicht der Farbgebung, sondern lediglich zum Abdunkeln von Farben. Der Begriff "Key" bzw. Black oder auch Kontrast (Schwarz) wird anstelle von "Black" verwendet, um Missverständnissen mit dem "B" vorzubeugen, das im Englischen für "Blue" steht. Die Druckfarbe Schwarz ist unter anderem nötig, weil der Zusammendruck der drei anderen Farben zwar theoretisch (subtraktives Farbmodell), aber nicht praktisch Schwarz ergibt, da die im Druck verwendeten Cyan-, Magenta- und Gelb-Farbstoffe keine perfekten Sekundärfarben sind. Ein anderer Grund für das zusätzliche Drucken mit Schwarz ist der Unbuntaufbau eines Bildes. Er wird bei der Separation des Bildes bestimmt und vermeidet, dass zu viele Farben übereinander gedruckt werden. - Industrieller Farbdruck mit CMYK-Farben wird dort auch als Druck nach Euroskala bezeichnet, was sich farblich an der ehemaligen Europaskala orientiert. Diese Bezeichnung ist im weiteren Sinne umgangssprachlich (vor allem in den USA als Euroscale) für den europäischen Offsetdruck gebraucht. Einer echten Norm entspricht die Euroskala aber nicht. Die korrekte Bezeichnung für die umgangssprachliche Euroskala lautet ISO-Skala und bezieht sich auf die Normierung ISO 2846, welche die Eigenschaften dieser Farben für Farblieferanten definiert. Darüber hinaus wird in der ISO 12647-2 die Farbwirkung dieser Druckfarben auf unterschiedlichen Druckpapieren beschrieben. Für die praktische Anwendung dieser Norm existieren entsprechende ICC-Profile, beispielsweise ?ISO Coated sb? für den Druck auf gestrichenen Papieren. - Auch Tintenstrahldrucker arbeiten meist mit CMYK-Farben. Einige hochwertige Geräte weisen zusätzlich noch zwei weitere Farben auf: ein helles Magenta und ein helles Cyan. Durch diese beiden Zusatzfarben ergibt sich ein grösserer druckbarer Farbumfang als im Druck mit klassischen CMYK-Farben und das Streuraster des Tintenstrahldrucks wird in hellen Farbmischungen weniger wahrgenommen. - Weitere Erläuterung: Cyan (ein grünliches Blau), Magenta (ein zum Violett tendierendes Rot), Yellow (ein mittleres Gelb) und Key (Schwarz, zur Erhöhung des Kontrastes in dunklen Stellen). Vereinfacht kann es als komplementär zum RGB-Farbmodell verstanden werden.

Collage

Klebebild, das aus Teilbildern zuammengesetzt wurde

Color Management System (CMS)

Farbkalibriersystem, mit dessen Hilfe die unterschiedlichen Farbräume von Ein- und Ausgabegeräten aneinander angepasst werden, mit dem Ziel, eine einheitliche Farbausgabe auf allen Geräten zu erzielen.

Copyright

(engl. für "das Recht zum Kopieren, zum Vervielfältigen"), Copyrightvermerk: Ein urheberrechtlicher Schutzvermerk in Büchern gemäss einem internationalen Abkommen von 1952/55; das Anführen des Schutzzeiches © ist nur in den USA Bedingung für die Anerkennung des Copyrights. Der Copyrightvermerk enthält den Namen des Copyright-Inhabers, den Namen des Verlags, den Erscheinungsort, Angaben zur Auflage und das Jahr der ersten Veröffentlichung. Abgedruckt sind die Angaben zum Copyright zumeist auf der Rückseite des Haupttitels eines Buches, im Impressum.

Cover

Englische Bezeichnung für Buchumschlag, Bucheinband.

Crack Back Plus

Die Kerbung läuft im Abstand von 32 mm diagonal über das Trägerblatt. Dadurch muss bei der Nutzenmontage auch bei kleinen Etiketten keine Rücksicht auf die Kerbung genommen werden.

Crimpen

Crimpung bedeutet, dass mehrere übereinander liegende Papierlagen an einigen Stellen "durchgedrückt" und so verkeilt werden, dass ein Zusammenhalt zwischen den Lagen entsteht. Somit kann auf Klebstoff verzichtet werden. Crimpungen kommen z. B. bei Mehrfachsätzen von Endlos-Formularen zum Einsatz.

Cromalin

Andruckersatz, Farbprüfverfahren von DuPont

Crossmedia

Die selben Daten, aber für unterschiedliche Medien verwendet.

CTF

Mit Computer-to-Film wird das Verfahren bezeichnet, bei dem die Daten (fertig montierte Druckbogen) vom Computer direkt auf den Belichter geschickt werden. Nach dem Belichten werden die Filme entwickelt und mit dem fertigen Film werden Druckplatten erstellt.

CTMP-Verfahren

Chemi-Thermo-Mechanical-Pulp. Herstellungsverfahren eines Faserstoffes, der wie Holzschliff durch mechanische Zerfaserung von Holz gewonnen wird. Das zu zerfasernde Holz wird mit schwefelhaltigen Chemikalien und Wasserdampf vorbehandelt. Dabei werden bis zu 95% der Holzsubstanz genutzt, gegenüber ca. 50% bei traditionellen Zellstoffverfahren. Papiere aus CTMP-Holzstoff haben eine gute Festigkeit und hohe Opazität.

CTP

Der Begriff Digitale Druckplattenbelichtung (DDB) oder englisch Computer to Plate (CTP) bezeichnet ein Belichtungsverfahren aus der Druckvorstufe, bei dem die Druckplatten direkt im Plattenbelichter bebildert werden. - Dieses Verfahren erspart - im Gegensatz zur indirekten Bebilderung über das konventionelle Filmbelichtungsverfahren - Montage- und Filmkosten. Gleichzeitig lassen sich mit direkt bebilderten Druckplatten hochwertigere Druckergebnisse erzeugen, da die Randschärfe der Rasterpunkte höher ist und kleinere Rasterpunkte erzeugt werden können. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist eine Reduzierung von diversen mechanischen Einflüssen auf die Druckplatte wie zum Beispiel Fehlbelichtungen, Staub und Kratzer. - Diverse Plattenbelichter verfügen über ein sogenanntes Online-Entwicklungsverfahren, das eine Entwicklung der Druckplatte in einer externen Entwicklungsmaschine überflüssig macht. Hierdurch werden weitere qualitätsmindernde Faktoren reduziert. - Als Datenformat wird im CTP-Verfahren heute meist TIFF-G4 verwendet. - CTP ist ein übergeordneter Begriff für zahlreiche unterschiedliche Bebilderungsverfahren von Offsetdruck-Platten. Die Verfahren unterscheiden sich in Bezug auf die Art der Belichter (Innen-, Aussentrommel- oder Flachbett-Belichter), der verwendeten Lichtquellen (violette und thermische Laser, UV-Lichtquellen), der Plattenbeschichtung und der Entwicklung der bebilderten Platte.

Cyan

Bezeichnung für eine Grundfarbe der substraktiven Farbmischung, (Blaugrün, früher Blau).

CYMK

Cyan, Magenta, Yellow, Key (schwarz) - Genormte Farben für Vierfarbdruck

Datenformat

Genormtes Format, in dem Daten abgespeichert und wieder geöffnet werden können (z. B. Tiff, ASCII, BMP)

Datenkompression

Verdichtung von gespeicherten Daten durch Algorithmen zur Verringerung der Übertragungszeiten und Einsparung von Speicherplatz

Datentiefe

s. Bit-Farbtiefe

Daumenprobe

Zur Beurteilung der Rupffestigkeit von gestrichenem Papier. Der angefeuchtete Daumen wird auf das Papier gepresst und dann ruckartig abgehoben. Es sollen keine Strichpartikel am Daumen kleben bleiben.

Daumenregister

Ein Daumenregister besteht aus daumengrossen Stanzungen, die mithilfe des besagten Daumens zum jeweiligen Kapitel führen.

Daunendruck

Aus rösch gemahlenem Zellstoff gefertigtes, hochvoluminöses Werkdruckpapier zur Herstellung von stark auftragenden Büchern(Dickdruckpapier).

Decke

Buchdecke, Einband eines Buches.

Deckfähigkeit

Wichtige Eigenschaft von Druckpapieren, bei denen der Rückseitendruck nicht durchscheinen soll (Opazität).

Dehnkrepp

Papier, das durch Kreppen dehnbahr gemacht wurde. (Beispiele: Dekor-Krepp, Packkrepp, gekrepptes Klebeband).

Dehnrichtung

Laufrichtung

Dehnung

Papier neigt dazu, sich bei auftretender Feuchtigkeit zu dehnen: quer zu seiner Laufrichtung mehr als längs der Laufrichtung. Diese Eigenschaft stört beim Mehrfarbendruck (Passerhaltigkeit). Der Papiermacher begegnet ihr durch ein möglichst ausgewogenes Längs-Quer-Verhältnis der Papierfasern. Der Offsetdrucker verwendet - soweit möglich - Papier in Schmalbahn. Durch Nachspannen der Druckplatte kann er eine evtl. Querdehnung des Papiers zumindest teilweise ausgleichen.

Dekor-Papier

Nassfestes, temperaturbeständiges, lichtechtes Spezialpapier hoher Opazität. Es wird mit Phantasie- oder Holzmaser-Design bedruckt und mit Kunstharz getränkt auf Kunststoffplatten laminiert.

Dekorationspapier

Lichtbeständiges, intensivfarbiges Plakatpapier, auch mit Prägung.

Deleatur

Korrekturzeichen: Es werde getilgt. Einzelner Buchstabe oder Wort soll entfernt werden.

Delta-E

Bezeichnet den Zahlenwert für den Abstand zweier Farben in einem Farbordnungssystem. Generell gilt: Je kleiner der Delta-E-Wert, desto geringer der Farbabstand

Densitometer

An der Druckmaschine kann eine farbliche Optimierung des Motivs nur noch über die Steuerung des Farbauftrages der vier Druckfarben geschehen. Die Intensität des Farbauftrags bestimmt dabei die Dichte, d. h. je höher der Auftrag, desto höher ist auch die Dichte. Eine höhere Dichte absorbiert in diesem Fall mehr Licht und die Farbe erscheint dunkler. - Für die Farbkontrolle steht dem Drucker das Densitometer zur Verfügung. Es überprüft die Dichte aller vier Farben und zeigt dem Drucker die Differenzen zur gewünschten Druckqualität auf. So kann er die Farbzufuhr anpassen.

Desktop Publishing (DTP)

"Drucken auf dem Schreibtisch". Möglichkeit zur Text und Bildverarbeitung mit Personalcomputerns und geeigneten Programmen (Software), einem Scanner zur Eingabe von Bildern sowie einem Laserdrucker. "Druckseiten" sind am Bildschirm mit vorhandenen Texten (erfasst mit einem Textverarbeitungsprogramm), mit Grafiken (elektronisch gezeichnet mit einem Paintprogramm oder über Scanner eingelesen) und Bildern (erfasst im Scanner) zu gestalten. Mittlerweile hat das DTP den konventionellen Fotosatz vollständig abgelöst.

Detail-Zeichenpapier

Aus schmierig gemahlenem, hochwertigem Zellstoff gefertigtes Transparentpapier, tuschfest und lichtpausfähig. Mit besonderer Radier-, Falz- und Bruchfestigkeit.

Dextrinleim

Wird aus Weizen- und Kartoffelstärke gewonnen. Die Verarbeitungstemperatur liegt bei Raumtemperatur. Das Einsatzgebiet ist die Buchdeckenfertigung

Diagramm-Papier

Hochwertiges, technisches Spezialpapier, mit einem Liniennetz bedruckt. Zur automatischen Aufzeichnung von Messwerten in Registriergeräten.

Diapositiv

Positive Durchsichtsvorlage, ein- oder mehrfarbig.

Diazo-Papier

Lichtpauspapier auf Diazo-Basis. Für Halbfeucht- und Trockenentwicklung.

Diazomaschinen

Kopiergeräte, die mit beschichteten Papieren auf Diazobasis arbeiten.

Dichte

1. (Massendichte r) die in der Volumeneinheit (cm³) enthaltene Masse einer Substanz in g. Dimension: g/cm³; Wasser bei 4 °C; r = 1; Aluminium: r = 2,69; Eisen: r = 7,6; Blei: r = 11,35; Quecksilber: r = 13,55
2. optische Dichte: Logarithmus der Opazität.

Dickdruckpapier

Rösch gemahlene, holzfreie und holzhaltige Werkdruckpapiere mit 1,5 bis 2,5fachem Volumen.

digital

Darstellung von Informationen durch Ziffern. Bei der digitalen Informationsverarbeitung besteht ein Signal nur aus zwei physikalischen Zuständen, z.B. Strom fliesst oder Strom fliesst nicht. Die digitale Informationsübertragung ist weniger störanfällig und erheblich leistungsfähiger als die analoge Technik.

Digitaldruck

Sammelbegriff für alle Druckverfahren, bei denen Druckseiten aus einem digitalen Datenbestand gedruckt werden. Digitaldruckverfahren sind insbesondere Inkjet und Elektrofotografie (tonerbasiert), bei denen Seiten unterschiedlichen Inhalts nacheinander gedruckt werden können. Beim Digitaldruck wird die Druckform komplett auf Basis digitaler Daten in der Maschine hergestellt. Die Druckform wird dabei für jedes Druckexemplar digital gesteuert neu bebildert. Die Druckmaschinen werden direkt mit den Daten aus der Druckvorstufe angesteuert, wodurch der gesamte Prozess der Druckplattenherstellung entfällt. Digitaler Druck ist für kleinere Auflagenzahlen kostengünstiger als Offsetdruck. Personalisierte Drucke sind wirtschaftlich überhaupt nur im Digitaldruck möglich, mitunter werden z.B. bei der Katalogproduktion Digitaldruck einerseits und Offset- bzw. Tiefdruckverfahren andererseits kombiniert. Da inzwischen auch im Digitaldruck die Preise fielen, erscheinen heute bereits viele Bücher (noch) unbekannter Autoren - teilweise auf eigenes Risiko oder über kleine Verlage - zu marktfähigen Preisen und in handelsüblicher Qualität. Mit dem Herausbringen von solchen digital gedruckten Kleinauflagen hat man zwar höhere Stückkosten, aber kann bei z.B. unter 100 Büchern mit wesentlich weniger Investition in einen Markttest der Auflage auskommen.

Digitale Vorlagen

Vorlagen digitaler Art müssen zur qualitativ hochwertigen Verarbeitung professionell erstellt worden sein. So kommt es auf das korrekte Datenformat, die richtige Bildauflösung für das Ausgangsformat und die nötigen Farbraumprofile für die verbindliche Farbdarstellung an. Und damit sind nur einige Faktoren genannt, die wichtig sind, denn ein schlecht digitalisiertes Bild kann selbst durch elektronische Bildbearbeitung nicht verbessert werden.

Digitalisierung

Das optische Zerlegen einer beliebigen Vorlage in einzelne Pixel. Generell: Bearbeitung von Informationen in einer elektronisch digitalisierten Kodierungsform.

Dimensionsstabilität

Luftfeuchtigkeitsschwankungen können beim Offsetdruck die Dimension des Papierbogens verändern, was sich in Passerdifferenzen auswirkt. Die Dimensionsstabilität eines Papiers lässt sich mit einem Feuchtdehnungsmessungsgerät berechnen.

DIN

Die Abkürzung "DIN" heisst "Deutsche Industrie-Norm". Die DIN-Norm ist ein freiwilliger Standard, der vom Deutschen Institut für Normung erarbeitet wurde, damit materielle und immaterielle Objekte vereinheitlicht werden können. Die DIN 476 regelte das Papierformat, wobei die gängigen Grössen wie DIN A4 oder DIN A3 sehr bekannt sind, und wurde inzwischen durch die EN ISO 216 ersetzt.

Drei Grundforderungen waren bei der Normung der Papierformate zu erfüllen:
1. Urformat = Rechteck von 1m² Grösse.
2. Jedes benachbarte Format muss sich durch Halbieren oder Verdoppeln ergeben.
3. Jedes Format muss dem anderen in geometrischem Sinne «ähnlich» sein. Aus der Formel «Länge:Breite = SQRT(2):1» ergab sich für die Urgrösse DIN A0 die Abmessung 84,1x118,9 cm (ca. 10.000 cm²). Die daraus abgeleiteten Formate DIN A1, DIN A2, DIN A3, DIN A4 usw. werden noch durch die Reihen DIN D..., DIN C... UND DIN E... (für Papierfertigprodukte wie Briefhüllen, Aktendeckel, usw.) ergänzt. Wichtige DIN-Normen für den Offsetdruck: DIN 16529 Begriffe Flachdruck DIN 16544 Begriffe Reproduktionstechnik DIN 16509 Farbskala nach DIN (kalte Skala) DIN 16539 Europa Skala

Dioxine

Dieser Begriff umfasst über 200 verschiedene Verbindungen der chlorierten Dioxine und Furane. Einige Vetreter dieser Gruppen zählen zu den gefährlichsten Giften. Dioxine sind ein Teil der organischen Chlorverbindungen, die sich beim Bleichen mit Chlorgas (Elementarchlor) bilden. Daher wird immer mehr auf diese Bleichverfahren verzichtet.

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Direct Imaging Technologie

Verfahren der direkten Bebilderung von Druckformen in der Druckmaschine. Hierbei werden digitale Daten direkt in die Druckmaschine geschickt, wo die Druckplatten mittels modernster Lasertechnologie direkt bebildert werden. Der Wegfall von Arbeitsschritten, rasche Jobwechsel und ein hoher Automatisierungsgrad sparen Zeit und Geld. Das Besondere dieser Technologie liegt in der unmittelbaren Verknüpfung von digitaler Welt mit bewährter Offset-Drucktechnik.

Direct-Mailing

Werbeaussendungen, teilweise personalisiert. Von Spezialdruckereien oft endlos vielfarbig bedruckt. Dabei bieten sich eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten an, z.B. Felder zum Rubbeln in Bezug auf eine Preisfrage o.ä..

Dispersions-Lack

Der Dispersions-Lack ist wasserbasierend und wird zum Veredeln von Drucksachen verwendet. Dadurch ist der Schutzeffekt stärker als beim Drucklack. Er wird in einer Bogenoffsetdruckmaschine aufgedruckt. Eine optische Veränderung ist deutlich sichtbar, so können unter optimalen Bedingungen ca. 80 von 100 Glanzpunkten erreicht werden.

Dispersionsklebstoff

Mischung aus PVAC-Teilchen und Wasser. Durch Verdampfung des Wassers mittels IR- und HF-Trocknung, polymerisieren die PVAC-Partikel. Einsatzgebiet bei Klebebindelinien und für das Ableimen des Buchblocks sowie bei der Falzklebung. Die Verarbeitung erfolgt bei Raumtemperatur. Mischbar mit Glutin- und Dextrinleim

Display

1. In der Werbung ein Aufsteller als Verkaufshilfe.
2. Visuelle Anzeige für eingegebene Daten.

Dithering

Simulation von Farbtönen bzw. Helligkeitswerten durch Rasterung

DOD (Drop On Demand)

Methode im Tintenstrahldruck, nach welcher ein Tintentropfen erst dann aus dem Druckkopf austritt, wenn er benötigt wird. Hier wird nach zwei konventionellen Verfahren unterschieden:
1. Bubble-Jet-Verfahren: Mittels eines Heizelementes wird das Wasser in einem Tintentropfen erhitzt, sodass dieser durch die sich bildende Dampfblase aus der Düse geschleudert wird.
2. Piezo-Verfahren: mittels Piezokristallen, welche sich unter elektrischer Spannung verformen, erfolgt eine Volumenänderung in der Farbkammer, wodurch der Tintentropfen aus der Düse geschleudert wird.

Dokumenten-Papier

Aus veredelten Zellstoffen gefertigtes, hochwertiges Papier. Je nach Qualität und Alterungsbeständigkeit mit mehr oder weniger grossem Anteil an Hadern.

Doppelfalzung

Zur Messung der Papierfestigkeit werden in einem speziellen Falzapparat Probestreifen so lange nach beiden Seiten gefalzt, bis das Papier an der Falzkante bricht. (Es gibt Papiere, die 1.000 und mehr Doppelfalzungen zulassen.)

Doppellangsieb

Zur Herstellung von Papier und Karton mit völlig gleichmässiger Ober- und Unterseite gibt es Papiermaschinen, die die Papierbahn zwischen zwei endlosen Langsieben bilden.

DPI

DPI beim Drucken und steht für Dots per Inch. Die Masseinheit bezeichnet die Punkte pro Zoll und spielen in der Bildbearbeitung, sowie im eigentlichen Druck eine wichtige Rolle. Je höher die DPI Anzahl ist, umso klarer wird der Druck. Viele DPI ergeben eine Punktdichte, die beispielsweise in der Bildabtastung mit einem Scanner von Vorteil ist. Dots per inch: Auflösungsfeinheit in "Punkten pro Zoll"; (1 Zoll = 2,54 cm)

Drahtheftung

Bezeichnung für das Binden einzelner Blätter oder von Falzbögen (Lagen) mit Draht. Der Vorgang des Drahtheftens - als Maschinenheftung - ist Teil der industriellen Buchbinderei. Neben der Seitenstichheftung - einzelne Blätter werden seitlich durch den Block geheftet - gibt es die Rückstichheftung, bei der die Falzbögen ineinander gesteckt (gesammelt) und anschliessend durch den Rücken geheftet werden. Beim maschinellen Heftvorgang werden aus dem zugeführten Draht selbsttätig Klammern gebildet; diese werden durch den Falz getrieben und ihre Schenkel auf der anderen Seite umgelegt. So können Illustrierte oder Zeitschriften in einer Lage mit Geschwindigkeiten von über 30'000 Exemplaren in der Stunde geheftet werden.

Dreimesserautomat

mit drei Messern ausgerüstete Schneidemaschine zum Beschnitt von Büchern in einem Arbeitsgang

Drip-Off Lackierung

Bei dieser Art der Lackierung werden ein Mattlack und ein glänzender Lack verwendet. Durch die matte Lackierung treten die glänzend lackierten Stellen sehr stark in den Vordergrund. Der zuerst gedruckte matte Öldrucklack hat eine abstossende Wirkung auf den nachfolgend verdruckten hochglänzenden Dispersionslack auf Wasserbasis. Der Lack perlt förmlich ab (engl. "to drip off"). So werden nur die Stellen mit Dispersionslack lackiert, auf denen sich kein Drucklack befindet.

Druck

bezeichnet im grafischen Bereich den engeren Druckvorgang - das Übertragen von Druckfarbe auf einen Bedruckstoff mittels einer Druckform.

Druckabnahme

Auch "Imprimatur" genannt, dies ist die Einverständniserklärung oder Druckfreigabe des Kunden

Druckbild

Ist die Information bestehend aus Text, Strichbildern, Halbtonbildern und im Detail aus Rasterpunkten und Pixels

Druckfarbe

Es wird zwischen wegschlagenden, oxydativen und Spezialdruckfarben unterschieden. Je nach Einsatzzweck und Papiersorte ist eine Abstimmung für das Erzielen eines optimalen Druckergebnisses wichtig.

Druckfarbe Schwarz

Zusätzlich zu den drei Farben Cyan, Magenta und Gelb wird als vierte Farbe Schwarz (K = Key Color, Black) verdruckt. Dies hat zum einen den Grund, das sich in der Theorie Cyan, Magenta und Gelb zwar zu Schwarz vermischen, sich in der Praxis aufgrund fehlerhafter Remission und Absorption nur ein dunkler Braunton erzeugen lässt. Des weiteren widerspricht es der Logik, einen schwarzen Fliesstext aus drei Farben aufzubauen, hier wird reines Schwarz verdruckt. Im Buntaufbau eines Druckbildes sorgt es zusätzlich für benötigte Kontraste.

Druckform

Werkzeug zum Drucken, das so bearbeitet ist, dass damit Druckfarbe auf den Bedruckstoff zur Wiedergabe einer textlichen und/oder bildlichen Darstellung übertragen werden kann.

Druckfreigabe

Freigabe des Kunden, dass die Auflage gedruckt werden kann, nachdem dieser den Proof oder Andruck begutachtet hat

Druckkennlinie

gibt die Abweichung der Grösse des auf Papier gedruckten Punktes vom Punkt auf dem Film bzw. der Platte an; wichtig zum Abgleich zwischen An- und Fortdruck; wird zur Korrektur des Belichters benutzt.

Druckkontrast

Zur Ermittlung der Normalfärbung ist es notwendig, eine Messgrösse zu haben, die eine objektive Beurteilung erlaubt. Dies ist der Druckkontrast. Er errechnet sich nach der Formel: K = Dichte Vollton - Dichte Raster              Dichte Vollton

Drucklack

Ein Drucklack kann wie konventionelle Farbe über ein Druckwerk verdruckt werden. Im Gegensatz zum Dispersionslack vergilbt er die Papiere schneller. In der Verarbeitung bietet er Vorteile, der Glanzeffekt ist eher gering.

Drucknutzen

Als Drucknutzen bezeichnet man die Anzahl der auf einem Papier befindlichen Druckwerke. Ein hoher Drucknutzen ergibt sich aus der sparsamen und somit effizienten Verwendung von Papier, welche durch die optimale Ausnutzung des Platzes entsteht. Werden beispielsweise mehrere Etiketten auf einem Druckbogen ausgegeben entsteht ein hoher Drucknutzen.

Druckperforation

Strich-Perforation in der Druckmaschine.

Druckplatte

Kurz Platte genannt, ist eine Druckform, die es je nach Beschaffenheit der Oberfläche, je nach Lage der druckenden Anteile, für den Buchdruck und Offsetdruck wie auch für Tiefdruckverfahren gibt. Im Offsetdruck ist die Druckform eine relativ dünne Metallplatte (zumeist aus Aluminium) - auf einem Zylinder befestigt - mit druckenden und nicht druckenden Flächenanteilen in einer Ebene. Der Druckprozess erfolgt nach dem Prinzip des Flachdrucks, der Lithografie. Die nicht schrifthohen Metall- oder Kunststoffplatten von wenigen Millimeter Stärke mit erhaben stehenden Druckelementen müssen über Unterlagstege auf die notwendige Druckhöhe gebracht werden. Als sog. Klischee kann dann die Druckplatte in die Handpresse oder in die Druckmaschine eingebaut und im Buchdruckverfahren verwendet werden. Beim Tiefdruck sind die zu druckenden Informationen in die Platte eingegraben, die Farbe muss in die Vertiefungen gerieben und mit hohem Druck auf das feuchte Papier übertragen werden. Im Offsetdruck bilden Filme die Basis für die Erzeugung von Druckplatten. Die Entwicklung erlaubt heute jedoch schon das direkte Ausgeben der Platten vom PC aus, unter Umgehung der Filmherstellung, das sogenannte Computer-to-plate Verfahren.

Druckschwierigkeiten

Für die Verarbeitung des Papiers gibt es optimale klimatische Bedingungen. Grössere Unterschiede in der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit bereiten den Druckern und Verarbeitern oftmals grosse Schwierigkeiten. Temperaturen zwischen +18 °C und +20 °C, sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 55-65% sind für das Papierlager und den Verarbeitungsraum richtig. Vor allen Dingen bei Mehrfarbendrucken auf gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei allen Farben achten.

Drucktechnologe

Beruf in der grafischen Industrie, früher Offsetdrucker.

Drucktuch

Gummituch für die indirekte Bildstellenübertragung im Offsetdruck.

Druckveredelung

Die Druckveredelung, auch als Papierveredelung bekannt, bezeichnet verschiedene Verfahren der Oberflächenveränderung von Druckerzeugnissen. Folierung, Reliefs und zahlreiche weitere Effekte können im Zuge der Druckveredelung zu mehr Haltbarkeit und individueller Optik der Druckerzeugnisse führen.

Druckverfahren

Ist eine von mehreren möglichen Methoden zu drucken, darunter werden die traditionellen Druckverfahren Hochdruck, Flachdruck, Tiefdruck und Siebdruck verstanden

Druckvorlagen

Bei der Bilddigitalisierung wird grundsätzlich zwischen Vorlagen digitaler Art, flächigen (2-D) und gegenständlichen (3-D) Vorlagen unterschieden. Dabei sollte in jedem Fall klar sein, in welcher Grösse, in welcher Auflösung und in welchem Druckverfahren die Vorlage reproduziert wird. Unsere Fachleute aus der Vorstufe helfen Ihnen in diesem Fall bei Unklarheiten.

Druckvorstufe

Die Druckvorstufe oder auch Prepress steht für einen Teilprozess im modernen Druckwesen, wobei das Wort die ehemalige Bezeichnung Reproduktionstechnik ersetzt hat. Sie umfasst alle Prozessabläufe, bevor der Druck realisiert wird, und dient der Erstellung einer Druckform für das spätere Druckverfahren. Heute wird für die Datenausgabe der Druckvorstufe für die Weiterverarbeitung meist das PDF-Format verwendet.

Druckweiterverarbeitung 

Letzter Schritt in der Kette der Druckerstellung, in der die fertigen Produkte auslieferungsfertig gemacht werden. Dazu gehören: Schneiden, Falzen, Binden, Stanzen, Lochen und Verpacken.

DTP

Verwendung der Hilfsmittel einer DTP-Anwendung zum Formatieren und Bearbeiten von Text und Grafiken in einem Dokument. - Desktop-Publishing (DTP) (engl. für Veröffentlichen vom Schreibtisch aus) ist ein viel gebrauchtes Schlagwort, das die Möglichkeit der Text- und Bildbearbeitung mit PC und geeigneten Layout-Programmen umschreibt. Hierbei kann von einer einzigen integrierten Datenstation in Verbindung mit einem Scanner und einem Laserdrucker nahezu die gesamte Druckvorstufe (bis hin zur Belichtung der Filme bzw. der Platten) abgewickelt werden. Darüber hinaus ist selbst ein kleiner Auflagendruck im Kleinoffset-Rahmen möglich. Die neueste Entwicklung weist sogar in Richtung Buchproduktion: "Von der Festplatte zum Druck" - Direct Imaging.

Dublieren

Die frische Druckfarbe wird im nächsten Druckwerk vom Bogen auf das Gummituch übertragen. Dieses rückgespaltene Druckbild wird auf den nächsten Bogen wieder aufgedruckt. Das Bild auf dem Gummituch und das auf dem Folgebogen muss Rasterpunkt auf Rasterpunkt exakt aufeinander liegen, ansonsten entstehen Tonwertverschiebungen durch Dublieren

Duftlack

Um mit Duftstoffen die Wirkung einer Drucksache zu unterstützen, kommen spezielle Lacke, so genannte Duftstoffe oder Duftlacke zum Einsatz. Diese tragen verkapselte Duftöle in sich, die bei Berührung der lackierten Flächen freigesetzt werden. Es gibt Standarddüfte wie Zimt, Vanille, Tulpe oder Zitrone, aber auch ausgefalleneres wie der Geruch von Weihrauch, Pizza oder Tabak. Je nach Qualität des Lacks sind die Düfte lange bis sehr lange haltbar, solange die Verkapselung nicht aufgebrochen wird.

Duoformer

Obersieb für Langsiebpapiermaschinen, das eine zusätzliche Entwässerung der Papierbahn nach oben bewirkt. Dadurch entstehen eine schnellere Produktion, keine Zweiseitigkeiten des Papiers und gleichmässigere Oberflächen.

Duplex

Ein früher häufig genutztes Verfahren um Schwarz-Weiss-Bildern eine höherwertige und plastischere Erscheinung zu geben, ist der Duplexdruck. Hierbei wird eine Schwarz-Weiss-Vorlage in zwei Farben separiert und gedruckt: Schwarz und eine Sonderfarbe, zum Beispiel ein Grauton, aber auch bunte Sonderfarbtöne wie Sepia (bräunlich). In der heutigen Zeit des Vierfarbdrucks ist dieses Verfahren jedoch eher als Stilelement zu betrachten, das richtig eingesetzt, sehr edel wirkt, z. B. bei hochwertigen Schwarz-Weiss-Kalendern. Nicht zu verwechseln ist diese Bedeutung mit einer Begrifflichkeit bei Kopierer oder Digitaldruckern: Das Kopieren auf Vorder- und Rückseite wird dort ebenfalls als Duplex bezeichnet.
1. Unechter Duplexdruck: Farbiger Druck von einer Druckplatte in zwei Durchgängen mit zwei Farben, der Stand des Bildes wird beim zweiten Druckgang minimal diagonal verschoben.
2. Echter Duplexdruck: Farbiger Druck von zwei Druckplatten, die sich den Tonwerten und Tonabstufungen und der Rasterwinkelung unterscheiden. Eine einfarbige Vorlage kann im Dublexdruck wesentlich plastischer als im einfarbigen Druck wiedergegeben werden. Heute jedoch weitgehend durch Farbdrucke überholt.

Durchforstung

Durchforstung des Waldes ist notwendig, um ein gesundes Wachstum der Bäume zu gewährleisten. Aus dem Gesichtspunkt der Waldpflege heraus, müsste heute noch mehr durchforstet werden, als dies bisher geschieht. Problem bei der Durchforstung ist, dass einzelne Bäume gefällt werden, die Nachbarbäume aber stehenbleiben sollen. Daher können keine hochmechanisierten Verfahren angewendet werden. Als Nutzholz nicht einzusetzen, findet das Durchforstungs- oder Schwachholz hauptsächlich Verwendung in der Zellstoff- und Papierindustrie.

durchscheinen

Durch zu hohe Transparenz des Bedruckstoffes wird das Druckbild auf der Rückseite sichtbar.

durchschlagen

Bestandteile der Druckfarbe durchdringen den Bedruckstoff.

Durchschlagpapier

Holzfreies, weisses oder farbiges, vollgeleimtes Papier. 30-40g/qm.

Durchschuss

Zwischenraum zwischen zwei Zeilen

Dünndruckpapier

Leichtgewichtiges (dünnes), wenig durchscheinend gearbeitetes Papier. Für beidseitigen Druck von Lexika, Bibeln, Arzneibeipackzetteln u.ä..

Dünnpost

Leichtgewichtiges, jedoch festes, mattes Papier (weiss und farbig). Überwiegend zur Herstellung von Durchschreibsätzen mit Kohlepapier.

EAN

Europäische Artikel-Numerierung. Maschinenlesbarer europäischer Strichcode aus hellen und dunklen Balken. Die einzelnen Balken stehen in Gruppen für Länderkennzeichen, Betriebs- und Artikelnummern.

EBV

Elektronische Bildverarbeitung War ein spezieller teurer Arbeitsplatz, an dem früher die Bilddaten bearbeitet wurden, als die Rechner noch nicht so leistungsstark waren. Bildbearbeitung wurde ab Photoshop 3 dann meist auf PCs oder MACs durchgeführt, was die EBV-Stationen überflüssig machte.

ECF

Bei der Zellstoffbleiche wird kein Chlorgas (Elementarchlor) verwendet. (ECF = Elementary Chlorine Free).

Echt-Bütten

In Einzelbogen aus der Bütte "geschöpftes" Papier mit charakteristisch ungleichmässigen Rändern (Büttenpapier).

Echt-Pergament

Weitgehend fettdichtes Einwickelpapier aus gebleichtem Zellstoffpapier. Durch Tauchbäder in Schwefelsäure gewonnen. Für Butter, Käse und andere Fettwaren (im Gegensatz zum tierischen Pergament).

Echtpergament

Holzfreies, fettabweisendes Papier, das in Schwefel getaucht wurde (Pergamentierung).

ECI-RGB-Farbraum

Die European Color Initiative hat den gleichnamigen RGB-Farbraum für den professionellen und qualitativ hochwertigen Austausch von Farbdaten in der grafischen Industrie entwickelt und der zur Zeit in seiner zweiten Version vorliegt. Die Grösse des Farbraums deckt im Grunde alle verschiedenen Druckverfahren und Monitortechnologien ab. Wie auch schon der CIE-Lab Farbraum bringt er den visuellen und den messtechnischen Abstand zweier Farborte in Übereinstimmung. Fehlerhafte Farbdarstellung, bedingt durch die Farbraumkonvertierung, ist nahezu ausgeschlossen.

Egoutteur

Leichte, mit Siebgewebe bespannte Walze, die auf der noch nicht verfestigten Papierbahn (in der Papiermaschine) abrollt und mit aufgebrachten figürlichen Erhöhungen und Vertiefungen - durch Stoffverdrängung oder Stoffansammlung - das sog. echte Wasserzeichen entstehen lässt.

Einbringen

Zusammendrängen des Satzes auf einen bestimmten Raum.

Einlagekarton

Auch als Bristol-Karton bekannter, beidseitig holzfrei gedeckter hochweisser Karton, geklebt. Mit holzhaltiger Einlage.

Einlesen

Nochmaliges Vergleichen des gelesenen Abzuges mit der Vorlage.

Einmal-Kohlepapier

Dünnes Kohlepapier für den Einmalgebrauch in Vordrucksätzen. Von geringer Qualität.

Einreissprobe

Eine Methode zur Feststellung der Faser- und Laufrichtung von Papier. Mit der Faserrichtung erfolgt der Einriss leichter und glatter als gegen die Faserrichtung.

einrichten

Vorbereitende Arbeiten (> rüsten) an Maschinen für die Produktion. Im Offsetdruck alle Arbeiten vom Einspannen der Druckplatte bis zur Druckfreigabe zum Fortdruck.

Einseitig gestrichene Papiere

Kommen bei Flaschenetiketten, Dosenbändern, Buchhüllen usw. zum Einsatz.

Einseitig glatt

In der Papiermaschine kann die noch feuchte Papierbahn einseitig gegen die hochpolierte Fläche eines beheizten Glättzylinders gepresst werden. Dadurch wird eine einseitige Glätte erreicht. Für Packpapiere, Briefumschlagpapiere, etc..

einstecken

Buchbinderischer Fachbegriff (auch sammeln genannt) für das Ineinanderlegen mehrerer Falzbogen zu einer gesamten Lage, die durch den Rücken mit Draht geheftet wird. Es entsteht ein einlagiges Produkt. Bei industrieller Produktion erfolgt das Ineinanderlegen und Heften automatisch in Sammelheftmaschinen.

Einteilungsbogen

Vorlage für genaue Plazierung von Texten und Bildern bei der Montage, die ausserdem Angaben für Druck und Druckverarbeitung enthält

Einzahlungsschein A4 hoch inkl.

Das Formular für Zahlungen. Vordrucke für diverse Einzahlungsscheine. Auf Wunsch bedrucken wir Dir dieses Formular auch mit Deinem Firmen- oder Vereinseindruck; ein- oder mehrfarbig.

Form 609 - ESR orange geboxt
Form 609 - ESR orange gerahmt
Form 609 - BESR orange geboxt
Form 609 - BESR orange gerahmt
Form 105 - ESR rot geboxt
Form 303 - BESR rot geboxt

 

Einziehen

Eindrücken von Anfangszeile am linken Rand.

Einzug

Das Einrücken der ersten Zeile eines jeden Absatzes nach rechts um etwa ein Geviert (= Quadrat der Schriftgrösse). Dadurch ist ein neuer Absatz leichter zu erkennen.

Eisblockschnitt

Im Planschneider geschnittener Papierstapel. An der glatten Schnittfläche erkennbar.

Elefantenhaut

Markenname für ein besonders zähes, mit Adermuster durchzogenes Bucheinbandpapier. Für Urkunden, Speisekarten u.ä..

Elektrosensitives Papier

Spezialpapier, das auf elektrische Spannung anspricht und sich an den Stellen der Energieaufnahme schwarz verfärbt. Verwendungsbereiche sind z.B. Registrierung von Messwerten und Übertragung von Bildtelegraphie.

Elektrostatische Aufladung

Entsteht durch Reibung und Druck in Verarbeitungsmaschienen. Führt zu arbeitshemmendem Aneinanderkleben von Papierbogen. Gegenmassnahmen: z.B. Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit, Ableitung durch Erden der Maschinen, Anwendung von Ionisierungs-Stäben.

Elfenbeinkarton

Hochwertiger, glatter, matter, gehämmerter oder leinengeprägter Feinkarton mit klarer Durchsicht. Meist mehrschichtig aus holzfreien Lagen. Für Besuchs- und Briefkarten, Visitenkarten u.ä..

Endfilm

Reprotechnisch hergestellter, kopierfertiger Film mit bestimmten Eigenschaften: randscharf, schleierfrei, optimale Deckung (Dichte) bzw. Transparenz.

Endformat

fertig beschnittenes Format eines Druckproduktes

Endlospapier

Endlos- oder auch Tabellierpapier (scherzhaft: "Grünweiss" genannt wegen der früher üblichen vorherigen Bedruckung mit dünnen, waagerechten grünen Hilfslinien) wird vorwiegend von Impact-Druckern (Zeilendruckern) aber auch von modernen Endlos-Laserdruckern verwendet. Wenn, hat es an beiden Rändern Führungslöcher (Leporellolochung), in welche die Stachelräder bzw. -bänder (Stachelabstand jeweils 12,7 mm = ½", s.u.) des so genannten Traktors zum Papiertransport eingreifen. Alternativ dazu wird der (kontinuierliche) Vorschub bei modernen Laserdruckern auch nur mit Andruckwalzen erzeugt, da keine Stockung des Papiers beim (berührungslosen) Druckvorgang mehr erforderlich ist. Die einzelnen Blätter sind mit einem perforierten Falz verbunden und durchlaufen den Drucker so scheinbar endlos. Manchmal sind auch die Bereiche mit den Führungslöchern durch eine Perforation als abtrennbare Ränder ausgebildet. Das Papier liegt zick-zack-gefaltet als Stapel meist unter dem Drucker. Übliche Standard-Liefereinheiten sind Kartons mit 2000 Blatt Inhalt und einem Papiergewicht von 80 g/m², mit Durchschlägen meist zu 500 oder 1000 Blatt bei nur 60 bis 70 g/m². Spezielle Ausführungen ("Formularsatz") bestehen aus mehreren Lagen (bis zu sieben) selbstdurchschreibenden Papiers, die nur an den Führungsrändern verbunden sind und nach dem Abtrennen der Perforationen einzelne Durchschläge ergeben. Ebenfalls erhältlich sind bedruckbare Kärtchen (130 g/m²) und perforierte oder vorgestanzte Klebe-Etiketten, letztere auf "endlosem" Trägerpapier. Dagegen werden für Hochleistungslaserdrucker die (farbig) vorgedruckten Formulare sowie Standardmaterial (weiss) meist wie im Rotationsdruck üblich als Rolle angeliefert, (schwarz) bedruckt (auch Linien, Grafiken und Logos im selben Vorgang möglich, da keine Druckzeile (mehr) eingehalten werden muss), erforderlichenfalls mechanisch geschnitten oder geteilt und oft auch noch kuvertiert versandfertig gemacht. Durchschläge sind allerdings nicht möglich, hier behilft man sich mit "Mehrfachoriginalen".

Entrinden

Faserstoffe werden aus Holz gewonnen, wobei die Baumrinden vorgängig maschinell entfernt werden müssen.

Entwickeln

Chemischer Vorgang, der das latente Bild um den Faktor 10^5 bis 10^9 verstärkt und dadurch die Schwärzung des Bromsilbers sichtbar macht

Entwässerung

Die eigentliche Papierblattbildung erfolgt auf dem Sieb der Papiermaschine, wo das in der Fasersuspension enthaltene Wasser abfliesst. Diesen Vorgang nennt man Entwässerung.

EPS (.eps)

Das Encapsulated Post Script Format basiert auf PostScript und kann Text, Objektgrafiken und Bilder enthalten. Der signifikanteste Vorteil einer EPS Datei besteht darin, dass Objektgrafiken auch nach dem Speichern unbegrenzt und verlustfrei skalierbar sind. Die Konturen (Pfade) des Objektes werden dazu nicht durch eine bestimmte Anzahl von Pixeln beschrieben, sondern durch mathematische Kurven, sogenannte Bezierkurven. Logodaten sollten immer als EPS-Format vorliegen um sie vielseitig einzusetzen. Dies ermöglicht eine verlustfreie Skalierung des Logos für den Druck auf einen Kugelschreiber bis hin zur LKW-Plane. - Vorsicht! EPS-Dateien können auch Pixeldaten enthalten, z. B. wenn ein Bild in der Datei eingebettet ist. Ist dies der Fall, dann ist eine unbegrenzte Skalierung bei gleichzeitiger Erhaltung der Qualität nicht mehr möglich. - Ein EPS besteht grundsätzlich aus zwei Dateien. Ein Pixelbild mit niedriger Auflösung zur Vorschau und einer PostScript-Datei mit den eigentlichen Objektinformationen. Eine Bearbeitung der EPS-Datei im Layoutprogramm ist nicht möglich, alle Änderungen müssen vorher im Grafikprogramm durchgeführt werden.

Esparto-Papier

Aus Esparto-(Alfa) Gras gefertigtes, weiches, voluminöses Druckpapier. Es zeichnet sich durch seine gute Opazität und Druckfarbenaufnahme aus.

Etikettenpapier

Papiere, die sich speziell für die Etiketten-Produktion eignen. Diese müssen sehr gute drucktechnische Eigenschaften aufweisen. Besonders dabei sind die Nassfestigkeit, Rollneigung, Reissfestigkeit, der Bruchwiderstand sowie die Laugendurchlässigkeit und die Stanzfestigkeit.

Eukalyptus-Papier

Papier aus dem Zellstoff des schnellwüchsigen Eukalyptusbaumes. Mit guten Druckeigenschaften.

Europa-Farbskala

Magenta, Cyan und Yellow (Gelb) gehören zur Europa-Farbskala für den genormten Farbdruck; sie sind in Zusammensetzung und Farbabstimmung für den Vierfarbendruck im Offsetverfahren genormt. - Siehe auch unter CMYK-Farbmodell.

Exlibris

Früher gebräuchliches, meist künstlerisch gestaltetes Bucheigentumszeichen.

EXTRAS

EXTRAS bedeutet z.B., Druckprodukte zu Personalisieren. Du kannst Deine Drucksachen mit Deinem individuellen Text wie Adressen, Produkte-Code oder Nummerierung versehen.

Hier geht’s zu den EXTRAS!

 

Fadenheftung

Qualitativ beste Bindetechnik zur Herstellung von Buchblocks für Bücher. Einzelne Falzbogen werden im Rücken durch Fäden mit den folgenden Bogen zu einem Buchblock vernäht. Teilweise wird der Faden zur grösseren Stabilität und Haltbarkeit durch eine Gaze (grobes Gewebe) gezogen. Die Fadenheftung kommt bei allen Arten von Büchern zum Einsatz, vor allem bei hochbeanspruchten Büchern wie zum Beispiel Schulbüchern. Das Aufschlagverhalten ist optimal.

Fadensiegeln

Beim Fadensiegeln werden Fadenklammern von innen nach aussen durch die Bogenmitte gezogen und auf der Rückseite angeschmolzen. Die mehreren Heftlagen eines Buches oder einer Broschüre werden anschliessend miteinander verleimt. Eine deutlich höhere Beständigkeit bei annehmbaren Mehrkosten gegenüber der Klebebindung zeichnet das Fadensiegeln aus.

Faksimile

Nachdruck, originalgetreue Wiedergabe (z.B. Handschrift, Urkunde, Gemälde)

Faltschachtelkarton

Für die Herstellung von Faltschachteln geeigneter ungestrichener oder gestrichener Karton, der gut zu falzen, ritzen, rillen und nuten sowie zu bedrucken ist.

Faltschachteln

Verpackungen aus speziellem Faltschachtelkarton. Ist die Faltschachtel verarbeitungstechnisch fertig, wird sie flach liegend an den Kunden versandt. Erst vor dem Abpacken des Füllgutes wird die Faltschachtel aufgerichtet und zu einem Behälter geformt.

Falzmarken

dünne Linien, die anzeigen, wo das fertige Dokument gefalzt werden soll.

Falzmaschine

Weiterverarbeitungsmaschine, die die Druckbogen falzt. Kombination mit Rill-, Nut- und Perforierarbeitsgängen bei einem Maschinendurchlauf möglich

Falzwiderstand

Festigkeitsmerkmal von Papier und Karton, messbar in Falzapparaten (Doppelfalzung).

Falzzahl

Mass für die Festigkeit eines Papiers. Die Falzzahl sagt aus, wieviel Doppelfalzungen ein Versuchsstreifen durchlaufen kann, bevor er zerreisst.

Farbauszug

früher - ein negativer oder positiver Film, der durch Aufnahme mit einem entsprechenden Farbauszugsfilter bzw. durch Berechnung der Software am Computer gewonnen wird heute - wird für eine Datei verwendet, die nur Daten einer Farbe eines mehrfarbigen Dokuments enthält

Farbbeständigkeit

Messbare, erwünschte Lichtbeständigkeit von farbigen Papieren.

Farbdichte (D)

Beim Auflichtdensitometer zur Messung von Drucken: Logarithmische Masszahlen für den Anteil des nicht zurückgeworfenen Lichts. Beim Durchlichtdensitometer zur Messung von Filmen: Logarithmische Masszahl für den Anteil des nicht zurückgeworfenen Lichts.

Farbe

Ein durch das Auge vermittelter Sinneseindruck. Farbe ist somit eine optische Erscheinung und kein materieller Stoff wie Druckfarbe, Malerfarbe u.ä. der Sinneseindruck Farbe ist durch die drei Grössen > Farbton, > Sättigung und > Helligkeit (auch: Dunkelstufe oder Verschwärzlichung) nach DIN 5033 zu definieren.

Farbiges Papier

Das an sich weisse Papier kann sowohl im "Stoff" (Bütte) farbig erzeugt, als auch durch Tauchen nachträglich eingefärbt werden. Für eine Reihe von amtlichen Vordrucken sind die Färbungen genormt.

Farbkorrektur

Gezielte Veränderung der Farbwerte von Farbauszügen durch manuelle, chemische oder elektronische Verfahren oder Masken zur Erreichung der originalgetreuen Wiedergabe der Vorlage.

Farbmanagement

(Colourmanagement) Farbtreue in verschiedenen Medien.

Farbmodell

Zur eindeutigen Erfassung und Beschreibung von Farbtönen sind verschiedene Farbmodelle erstellt worden. Weiterhin wurden Techniken entwickelt, um aus wenigen Grundfarben viele Farbtöne durch Mischen zu erreichen. Je nach Anwendungsgebiet weisen diese Modelle Differenzen in der Farbdarstellung untereinander auf.

Farbort

Eindruck eines Betrachters von der Papier-Weisse. Diese kann ins bläuliche, rötliche, grünliche oder gelbliche tendieren. Der Farbort ist eine messtechnische Grösse. Trotzdem können Papiere aufgrund ihres Farbortes auf den Betrachter "subjektiv" unterschiedlich wirken, obwohl sie den gleichen messtechnischen Weisse-Grad haben.

Farbprüfverfahren

Verfahren, die als Andruckersatz zur Überprüfung der Farbauszüge und für manuelle ton- und Farbwertkorrktur eingesetzt werden.

Farbreihenfolge

festgelegte Reihenfolge, in der die Farben auf das Papier gedruckt werden; im Offsetdruck: Schwarz, Cyan, Magenta, Gelb

Farbräume

Der RGB- und der CMYK-Farbraum gehören zu den so genannten geräteabhängigen Farbräumen. Je nach verwendeter Druckfarbe beim Druck, oder Gerätekomponenten beim Bildschirm, lassen sich die Farbräume beeinflussen. Aus diesem Grund sind verschiedene geräteunabhängige Farbraummodelle entwickelt worden, um erstens einen qualitativen Vergleich von Ausgabegeräten und Druckprodukten zwischen- und untereinander zu ermöglichen und zweitens eine verbindliche Umrechnung von einem RGB- in einen CMYK-Farbraum zu garantieren.

Farbsatz

Durch Farbauszugsfilter hergestellte Teilfarben als Negativ- oder Positivfilme von einer Farbvorlage. Einzelne Farbauszüge für die Druckfarben Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz geben im Zusammendruck die Farbvorlage wieder.

Farbseparation

Zerlegung eines Bildes in einen Farbsatz

Farbskala

ist die Bezeichnung für die genormten Druckfarben zur Herstellung eines Farbendrucks gemäss der Europa-Farbskala: Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz. - Siehe auch unter CMYK-Farbmodell.

Farbstoffe

Farbstoffe kommen vor oder nach der eigentlichen Papierproduktion zum Einsatz. Entweder werden sie der Papiermasse beigegeben, um dem Endprodukt von Anfang an eine definierte Färbung zu verleihen, oder beim Streichen zugegeben (gestrichene Papiere). Auch möglich ist, Farbstoffe erst in der Leimpresse (Oberflächenfärbung) einzusetzen, wobei sich die Färbung dann auf die Oberfläche des Papiers beschränkt.

Farbtemperatur

Ein schwarzer Körper sendet beim Erhitzen Strahlen aus, die sich mit steigender Temperatur über Rot und Blau zu Weiss verändern. Die Farbe einer Lichtquelle wird messtechnisch mit der Farbe des schwarzen Körpers verglichen. Der Farbe der Lichtquelle ordnet man die entsprechende Temperatur des Körpers in Kelvin (K) zu.

Farbtiefe

Die Farbtiefe gibt die Anzahl der Datenbits an, die zur Darstellung von Farben verwendet werden. Von einer Echtfarbdarstellung (True-Color), die zum Druck geeignet ist, geht man ab einer Farbtiefe von 24Bit aus (ca. 16,7 Mio. Farben). Für die Bildschirmbetrachtung reichen meist schon 16Bit (32.768 Farben) aus. Im Internet, wird Zwecks schneller Übertragung häufig mit nur 8Bit Farbtiefe und 256 Farben gearbeitet.

Farbton

Eigenschaft, die eine bunte Farbe von einer unbunten Farbe unterscheidet. Diese Eigenschaft ist eine der drei Grössen, mit denen eine > Farbe gekennzeichnet werden kann. Sie gibt die Art der Buntheit an, die (umgangssprachlich) mit Farbnamen wie Blau, Grün, Gelb u.ä. benannt wird.

Faserstoffe

Faserstoffe, Holzschliff und Zellstoff, Altpapier, Hadern oder synthetische Faserstoffe - sind die Rohmaterialien für die Papierherstellung.

Federleicht-Druck

Stark aufragendes Dickdruckpapier, das bei begrenztem Gewicht eine höhere Buchstärke erreichen lässt.

Feinkarton

Gattungsbegriff für die holzfreien, edlen Kartonsorten wie Elfenbeinkarton, Opaline-Karton, Aquarell- und Zeichenkarton .

Feinpapier

Im weitesten Sinne alle Papiere, die zur "Gedankenübermittlung" in Druck und Schrift eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu Packpapier, Pappe, technische, hygienische Papiere. Im eigentlichen Sinne die Vielzahl der hochwertigen, holzfreien, gelegentlich noch hadernhaltigen Naturpapiere für anspruchsvolle Verwendungszwecke (z.B. Ausstattungs-, Hartpost-, Landkarten-, Zeichen- und Banknotenpapiere).

Feinschliff

Mit hoher Dichte hergestellter Holzschliff aus ausgesuchtem Holz. Er wird bei höherwertigen Papier- und Kartonsorten zur Verbesserung der Opazität beigemischt.

Fernschreiber-Papier

Genormtes Spezialpapier, ein- und mehrlagig, auch selbstdurchschreibend.

Festigkeitsprüfung

Die Festigkeitswerte des Papiers hängen vom eingesetzten Rohstoff und dem Flächengewicht ab. Sie lassen sich z.B. hinsichtlich Zugfestigkeit (=Reisslänge) und Falzfestigkeit in entsprechenden Prüfgeräten messen. Dabei werden die Mittelwerte zwischen den unterschiedlichen Messzahlen in Längs- und Querrichtung errechnet.

Fettdichtigkeit

Durch besonders schmierige Mahlung oder durch Tauchbäder in schwefliger Säure kann Papier widerstandsfähig gegen das Durchdringen von Fetten und Ölen gemacht werden.

Fette Schrift

Eine fette Schrift hebt sich deutlich vom Grundtext ab und bestimmte Aussagen können mit einer fetten Schriftauszeichnung verstärkt werden. Es empfiehlt sich fette Auszeichnungen sparsam zu verwenden, damit sich ihre Wirkung voll entfaltet.

Feuchtigkeitsgehalt

Die hygroskopische Papierlasur dehnt oder schrumpft stark bei Änderung des Raumklimas (Luftfeuchte+Temperatur). Die Erhaltung des natürlichen Feuchtigkeitsgehaltes (Gleichgewichtsfeuchte) von Papier ist daher bei Transport, Lagerung und Verarbeitung zu beachten (Idealverhältnisse für Formatpapiere 18°-20°C und 50-55% rel. Feuchte).

Feuchtprobe

Mit der sogenannten Feuchtprobe kann die Laufrichtung eines Papiers ermittelt werden.

File

Datei, abgelegte Sammlung von Daten.

Film

Hier nicht zu verwechseln mit dem alltäglichen Begriff. Film dient als allgemeine Bezeichnung für Fotomaterial, das auf flexibler, transparenter Kunststoff-Folie die lichtempfindliche Schicht trägt. Mit der Belichtung von Filmen - in unterschiedlichen Abmessungen bis zu DIN A0-Grössen für die verschiedenen Druckverfahren - beginnt die eigentliche Reproarbeit. Filme sind die Basis für die Druckplatten-Herstellung. Durch die digitale Bebilderung der Druckplatten fällt die Filmbelichtung weg.

Filtrier-Papier

Aus sehr rösch gemahlenen Fasern hergestelltes Papier mit grosser Saugfähigkeit. Für das Ausfiltern von Teilchen aus Flüssigkeiten und Gasen.

Filze

Die noch feuchte Papierbahn wird in der Papiermaschine von den Filzen zur Entwässerung durch die Pressenpartie und anschliessend durch die Trockenpartie geführt. Diese Filze - speziell gewobene Tücher - pressen dabei die feuchte Masse gegen dampfbeheizte Trockenzylinder.

Filzmarkierung

Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der Siebrückseite des Papiers.

Filzseite

Die bei der Blattbildung auf einer Langsiebpapiermaschine oben liegende Seite des Papiers. Dadurch entsteht eine gewisse Zweiseitigkeit. Bei Papieren, die auf Doppelsiebmaschinen hergestellt werden, ist die Zweiseitigkeit deutlich geringer. Dabei wird nach Siebseite (SS) und Oberseite (OS) unterschieden. Durch neue Technologien wurde die frühere "Zweiseitigkeit" der Papiere fast vollständig reduziert.

Finishing

Siehe Druckweiterverarbeitung

Fische

Buchstaben aus einer anderen Schrift, die sich beim Ablegen in den Setzkasten eingeschlichen haben.

Flachdruck

Druckverfahren, bei dem der chemisch-physikalische Abstossprozess von Fett und Wasser (Farbe und Wischwasser) genutzt wird. Die druckenden (fettigen) und nichtdruckenden (feuchten) Flächen liegen auf einer nahezu gleichen Druckebene (Steindruck, Offsetdruck).

Flachlage

Sehr erwünschte Eigenschaft von Papier, die allerdings durch Fehler bei der Produktion (ungleicher Zug, Wärmeschwankungen beim Trocknen) und bei der Lagerung (Klimaschwankungen) beeinträchtigt sein kann.

Flammhemmendes Papier

Durch chemische Antiflamm-Mittel imprägniertes Papier, das auch bei offener Flamme nicht weiter brennt und extrem hohe Temperaturen aushält. Für Girlanden, Dekorkrepp, Emaille-Maskierstreifen u.ä..

Flaschenseiden

Holzhaltiges, einseitig glattes Packseidenpapier zum Umhüllen von Weinflaschen. Meist mit Designdruck versehen.

Flattermarke

Beim Werkdruck zwischen der ersten und letzten Seite eines jeden Bogens mitgedruckte Linie, die bei dem jeweils folgenden Bogen um ein bestimmtes Stück nach unten versetzt wird. Sie ermöglicht eine sichere optische Kontrolle der richtigen Reihenfolge der gefalzten und zusammengetragenen Bogen.

Flattersatz

Der Flattersatz stellt das Gegenteil zum Blocksatz dar. Die Zeilen sind unterschiedlich lang und fransen zum Ende aus. Der Vorteil: die Wortabstände sind konstant, so dass auch Texte mit kurzen Zeilen gesetzt werden können. Allerdings ist auch hier ab und zu Silbentrennung zu empfehlen, um ein zu unruhiges Satzbild zu vermeiden. In der Regel steht er linksbündig, rechtsbündiger Satz ist bei Bedarf ebenfalls möglich, allerdings ist dieser deutlich schlechter lesbar.

Fleisch

Die umgebenden, nichtdruckenden Teile des Schriftbildes.

Flexodruck

Der Flexodruck ist heutzutage das einzige bedeutende Hochdruckverfahren für den industriellen Gebrauch. Bedruckt werden können diverse Stoffe wie Papier, Kunststoffe oder Kartonagen. Anwendung findet der Flexodruck zum Beispiel im Bereich der bedruckten Kunststoffverpackungen und Tragetaschen, aber auch bei Papierservietten oder Tapeten. Die erreichbare Qualität ist geringer als im konkurrierenden Offsetdruck, stetige technische Weiterentwicklungen haben aber den Qualitätsunterschied in den letzten Jahren deutlich verringert.

Fliegenköpfe

Im Satz auf dem Kopf stehende Buchstaben.

Flockdruck

Der Flockdruck ist eins spezielle Form des Siebdrucks. Statt Farbe wird hier aber ein Dispersionskleber aufgetragen. In diesen nassen Kleber werden dann nach einem speziellen Verfahren Flocken eingestreut.

Florpost

Dünnes (25-39g/qm), scharf satiniertes Papier, das auch als Durchschlagpapier verwendet wird. In vielen Farben. Es hat seine Bedeutung aber etwas verloren.

Fluting

Nach dem englischen "flute" (=Welle) benanntes Rohpapier aus Halbzellstoff (Altpapier und Laubholz) zur Herstellung von Wellpappe.

Flächendeckungsgrad (FD)

oder Rasterdeckung in Prozent oder wirksame gedeckte Fläche im Druck.

Flächengewichte

(neu: flächenbezogene Maske) bezeichnen die Gewichte von Papieren, Kartons und Pappen. Gemessen werden sie in Gramm pro Quadratmeter, Papiererzeugnisse bis etwa 150 Gramm pro Quadratmeter (g/m2) bezeichnet man als Papier, zwischen 150 und 600 Gramm sind es in der Regel Kartons und darüber hinaus Pappen.

FM-Raster

Der frequenzmodulierte Raster (FM-Raster) ist das zweite gewöhnliche Rasterverfahren in der grafischen Industrie. Es ist das jüngere von beiden und stellt das Gegenteil zum AM-Raster dar. Die Grösse der Rasterpunkte bleibt konstant, die Abstände variieren jedoch. Die Verteilung der Rasterpunkte geschieht nach dem Häufigkeitsprinzip, daher auch der Beiname stochastisches Raster. In der Praxis finden sich so an Stellen mit dunklen Tonwerten viele Rasterpunkte, in Lichterbereichen hingegen nur wenige. - Dieser Bildaufbau birgt einige praktische Vorteile gegenüber dem AM-Raster. Durch die zufällige Verteilung der Rasterpunkte ist eine Winkelstellung der Farbauszüge überflüssig, das FM-Raster ist unanfällig für Moirés. - Die relativ kleinen Rasterpunkte verhindern abrupte Tonwertabrisse, so dass Farbübergänge weich dargestellt werden können. Zudem sind Detailzeichnungen besser zu erkennen. Diese Faktoren prädestinieren das FM-Rasterverfahren für qualitativ hochwertige oder moiréanfällige Druckmotive (Karostrukturen etc.).

Foils

Stationäre, bogenförmige Kunststoffleisten, die die beweglichen Langsiebe (Sieb) der Papiermaschine tragen. Diese entfernen das Wasser an der Unterseite der Siebpartie durch Abstreifung und Sogwirkung. Sie sind ein Bestandteil der Papier-Entwässerung.

Folder

Folder sind einfache Informationsträger. Ein Blatt (oft DIN A4, aber auch andere Formate) wird in unterschiedlicher Art gefalzt. Verschiedene Falzarten sind möglich: Wickelfolder, Altarfolder oder Leporellofolder. Häufig werden Folder wegen ihrer ähnlichen Benutzung auch als Flyer bezeichnet.

Folienprägung

Das Aufprägen von Folien gibt jedem Produkt eine höhere Wertigkeit und ist sofort erkennbar. Leider ist diese Veredelung auch leicht zu fälschen, allerdings mit einem relativ hohen Aufwand.

Font

Zeichensatz einer bestimmten Schrift.

Format

Grösse eines Blattes, eines Bogens, einer Druckseite, einer Reprovorlage u.a. Bei einem Seitenformat unterscheidet man zwischen Hochformat und Querformat. Grundsätzlich wird zuerst die Basislänge genannt, die parallel zur Schrift läuft. Beispiele: Hochformat 21 x 29.7 cm, Querformat 29.7 x 21 cm.

Formatdifferenzen

In Papierstapeln können Längen- und Breiten-Schwankungen auftreten. Grund: nicht ganz exakter Schnitt. Entsprechend den Geschäftsbedingungen der Papierindustrie müssen diese Differenzen in klar definierten Grenzen toleriert werden.

formatieren

Schriftmerkmale des Textes zuteilen

Formatpapier

Alle nichtgerollten, nichtgefalzten, für grafische Zwecke hergestellten Bogenpapiere. Gegensatz: Rollenpapier.

Formularpapier

Im weitesten Sinne alle Papiere, die zum Druck von Formularen (Vordrucken) geeignet sind. Besonders hervorzuheben sind Belegleser-, Endlos- und die wichtige Gruppe der selbstdurchschreibenden (SD-) Papiere (z.B. Zanders autocopy).

Formulartransparent

Transparentes Papier (40-80g/qm) aus schmierig gemahlenem Rohstoff. Für Buchungsjournale und durchsichtige Zwischenblätter.

Fortdruck

Druck nach Einrichten der Druckmaschine

Fotografie

Das zweite Instrument zur Bilddatenerfassung in der professionellen Reproduktion ist die Kamera. Heutzutage werden überwiegend digitale Kameras verwendet, welche die aufgenommenen Motive direkt in Bilddaten umwandeln. Dies hat zum einen den Vorteil, dass der Zeitaufwand für die Filmentwicklung entfällt und das Resultat direkt nach der Aufnahme zu sehen ist. So kann das Motiv direkt neu aufgenommen werden, wenn es nicht den Ansprüchen genügt. Zum anderen wird durch die automatische Digitalisierung in der Kamera der Scanvorgang eingespart, der bei einer analogen Fotografie unumgänglich ist. Bilder, die in einem standardisierten Workflow angelegt sind, können sofort archiviert, oder in andere Grössen und Auflösungen umgerechnet werden. Sie können als Proof oder hochaufgelöst über Netzwerke versendet und empfangen werden, sind 1:1 duplizierbar und im digitalen Workflow der Druckvorstufe sowie des Electronic Publishing vorherbestimmbar, prüfbar und exakt definierbar.

Fotokopierpapier

Gattungsbegriff für alle Papiere, die in der modernen Bürokopiertechnik verwendet werden (z.B. Xerographie).

Fotomultiplier

wandeln Lichtenergie in elektrischen Strom um und verstärken diesen um das 100fache bis 100000fache; kommen zum Einsatz in High-End-Trommelscannern

Fotopapiere

Vielzahl von lichtempfindlichen, beschichteten Spezialpapieren, die an die Reinheit des Rohpapieres höchste Anforderungen stellen.

Fotosatz

Die endgültige Ablösung des Bleisatzes in der industriellen Druckbranche erfolgte um 1960 mit dem Fotosatz. Mit Hilfe der Fototechnologie war es erstmals möglich, Filme zu belichten. Die Satzgestaltung war nun deutlich flexibler und insbesondere der Druck von Bildern und Grafiken wirtschaftlich immer erschwinglicher. Der druckvorbereitende Bereich einer Druckerei konnte spätestens jetzt nicht mehr nur allein als Satz bezeichnet werden. Bildreproduktion, Vorstufe, Filmentwicklung und Druckplattenbelichtung gingen weit über den früheren Aufgabenbereich des Bleisatzes hinaus. Es bildete sich eine neue Abteilung, die Vorstufe. Die nun folgende technische Entwicklung schritt immer rasanter voran und erreichte ihren Höhepunkt um 1990 in der DTP-Revolution. DTP, die Abkürzung für Desktop Publishing, bezeichnet den Einzug der Computer und der elektronischen Datenverarbeitung in die Vorstufe. Die Dienstleistungsmöglichkeiten der Vorstufe wuchsen und wachsen dank der weiteren technischen Entwicklung stetig. - Innerhalb kürzester Zeit ist ein jahrhundertealtes Verfahren komplett ersetzt worden. Die frühere "handfeste" manuelle Fertigung spielt sich nun fast vollständig digital ab. Ist die Palette von Druckprodukten der letzten hundert Jahre noch recht überschaubar gewesen, so kennt sie nun keine Grenzen mehr und stellt die Druckvorstufe vor komplexe Aufgaben. - Eines ist allerdings aus der Zeit der Handarbeit geblieben. Fachbegriffe und Bezeichnungen aus der Druckersprache werden heute noch von den Angestellten, aber auch von den Satzprogrammen, genauso verwendet wie früher. Hurenkind und Schusterjunge haben überlebt.

Fraktur

Gebrochene Schrift.

Freistellen

bedeutet das manuelle oder elektronische Bearbeiten von Bildvorlagen, wobei z.B. der Hintergrund eines Bildes entfernt wird, um die eigentliche Bildinformation zu steigern.

Fremde Schriften

Unter die Übergruppe "Fremde Schriften" fallen alle nicht abendländischen Schriften wie Kyrillisch, Chinesisch, Hebräisch oder Griechisch.

Frischfaser Papier

Papier aus Faserstoffen ohne Anteil von Sekundärfasern.

Frosch

Der bewegliche Teil des Winkelhakens.

FTP

File Transfer Protocol, ein Netzwerkprotokoll zur Dateiübertragung.

Funkenregister-Papier

Auf elektrische Energie hochempfindlich reagierendes Papier. Zur verzerrungsfreien Aufzeichnung von Messdaten (z.B. Echolot, Wetterkartenschreiber).

Fussnote

Erläuternder Text bzw. Anmerkung in kleinerem Schriftgrad als die Grundschrift, der meistens im Fuss einer Seite gesetzt ist.

Futterseiden

Seidenpapier (meist farbig) zum Füttern wertvoller Briefhüllen. Dies verhindert das Durchscheinen der Schrift durch das Kuvert.

Gammakurve

Kurve, die die Verteilung der Tonwerte innerhalb eines Bildes verändern kann. So können durch Veränderung der Gamma-Kurve die Tonwertbereiche für Lichter und Schatten gestaucht und gleichzeitig der Bereich der Mitteltöne gestreckt werden.

Ganzseitenmontage

Zusammenstellen einzelner Texte, Grafiken und Bilder zu einer > Ganzseite. Bei elektronischem Umbruch erfolgt die Arbeit am Bildschirm. Gespeicherte Texte und Bildelemente werden nach einem Umbruchschema positioniert und wieder elektronisch abgespeichert. Eine manuelle Seitenmontage für die Weiterverwendung entfällt.

Ganzzeug

In der 2. Stufe der Papierherstellung entsteht durch Auflösen, Mahlen und Mischen der sortenspezifischen Zellstoff-, Holzschliff- und Altpapiersorten (=Halbzeug), sowie durch Beimischung von Leim, Füllstoffen und evtl. Farbe das sogenannte "Ganzzeug" (= fertiger Papierrohstoff).

Gaufrier-Kalander

Prägemaschine zur Oberflächenveredelung (Geprägte Papiere).

Gautschen

Gautschen ist ein bis ins 16. Jahrhundert rückverfolgbarer Buchdruckerbrauch, bei dem ein Lehrling nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Freisprechungszeremonie in einer Bütte untergetaucht und/oder auf einen nassen Schwamm gesetzt wird. In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der Begriff ?Gautschen? den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen des Papiers, das Ablegen des frisch geschöpften Papierbogens vom Sieb auf eine Filzunterlage.

Gebrochene Schriften

Gebrochene Schriften oder auch Frakturschriften sind schwerer zu lesen als Antiquaschriften. Sie besitzen starke Duktusunterschiede, kantige Formen treffen mit schwungvollen Rundungen aufeinander und Versalien können stark verziert sein. Ihre Wirkung lässt sich am Besten mit altertümlich, his-torisch oder rustikal bezeichnen. Somit werden sie oft auf Wirtshaustafeln, Urkunden, Chroniken oder Weinbrandetiketten eingesetzt.

Gedruckte Handmarke

Eine kostengünstige Alternative zum gestanzten Register ist ein gedrucktes Register, auch Handmarke genannt, das schon bei der Gestaltung des Druckprodukts angelegt wird: Farbige Balken an der Aussenkante bleiben nach dem Schneiden sichtbar und helfen so, schnell zum passenden Kapitel zu gelangen.

Gedrucktes Wasserzeichen

Im Gegensatz zu echten Wasserzeichen, die bei der Papierherstellung erzeugt werden, können Wasserzeichen auch gedruckt werden. Diese Simulation eines Wasserzeichens wird durch eine spezielle Substanz erreicht, die wie normale Farbe verdruckt wird. Dadurch besteht die Möglichkeit, auch bei geringen Auflagenhöhen Wasserzeichen einzusetzen. Zu beachten ist, dass unechte Wasserzeichen nicht dieselbe hohe Lebensdauer wie echte Wasserzeichen haben, welche das ganze "Papierleben" bestehen.

Gefärbtes Papier

Nachträglich durch Streich- oder Tauchverfahren eingefärbtes Papier.

Gehämmertes Papier

Ausstattungspapier mit hammerschlagartiger Prägung.

Geklebter Karton

Geklebter Karton weist eine sehr hohe Feuchtigkeit auf, weil er durch das Zusammenkleben mehrerer Papierbahnen hergestellt wird. Diese Bahnen können von unterschiedlicher Beschaffenheit sein.

Geldrollen(-Scheinstreifen)-Papier

Einseitig glattes Zellstoffpapier, in mehreren von der Deutschen Bundesbank festgelegten Farben und Qualitäten. Zum Einrollen von Münzen und Bündeln von Banknoten.

Geleimtes Papier

Der Papierstoffmasse (Ganzzeug) beigegebene Natur- oder Kunstharze bewirken eine bessere Faserverbindung und vor allem eine vielfach erwünschte Widerstandsfähigkeit gegen das Eindringen von Flüssigkeit in das Papier (Tintenfestigkeit).

Gemeine

Die Kleinbuchstaben des Alphabetes.

Geprägtes Papier

"Leinengeprägtes" Schreibpapier, "gehämmerter" Büttenkarton, Fotoalbenpergamin mit "Spinnen-Prägung". Das sind nur einige Beispiele der vielfältigen Möglichkeiten, mit Prägewalzen (-Platten) in die Oberfläche von Papier nachträglich Musterungen/Strukturen einzupressen (Gaufrier-Kalander).

Geprägtes Wasserzeichen

Zeichen oder Muster, die auf das bereits oder stark entwässerte Papier mittels einer Prägeform mit sehr hohem Druck aufgepresst werden. Diese Wasserzeichen verschwinden bei der Zugabe von Feuchtigkeit, da die Fasern nur zusammengepresst werden.

Geripptes Papier

Häufig als Vorsatz-Papier verwendetes, maschinenglattes Papier. Meist mit parallel laufenden Wasserzeichenlinien/-rippen.

Geräuschloses Papier

Besonders weich gearbeitetes Papier, das wegen seiner Verwendung als "Konzertprogramm" nicht rascheln darf.

Geschenkpapier

Mit mehrfarbigem Streudruck ausgestattete Seidenpapiere und einseitig glatte/gestrichene Zellulosepapiere zum Verpacken von Geschenken (z.B. Weihnachtspapier).

Gestaltungselemente

Jedes Buch über Typografie und Layoutgestaltung mahnt zu Bedacht und Zurückhaltung, wenn es um die Verwendung von Gestaltungselementen geht und wir schliessen uns dem an. Leichter gesagt als getan, bieten uns doch die heutigen Programme eine schier unerschöpfliche Anzahl von Möglichkeiten ein Dokument auszuschmücken. Eine Seite besticht allerdings nicht durch eine Vielzahl von Linien, Rahmen und Verläufen in den buntesten Farben, sondern durch den sparsamen und gezielten Einsatz einzelner Elemente. Dazu gehören z.B.: Linien, Rahmen, Hintergründe, Verläufe, usw.

Gestrichenes Papier

Gestrichene Druckpapiere werden mit einem Leimauftrag (Strich) versehen, um eine glattere Oberfläche für den Druck zu erzielen. - Mittels Rakel oder "Luftrakel" oder eines Schabers (Blade) kann bis zu dreimal Leim aufgetragen werden. Bei mehrfachem Leimauftrag wird das Papier zwar glatter, verliert aber zusehends an Stabilität (Körper). Grundsätzlich sind alle Papiere nach dem Strich zunächst matt. Um ein glänzendes Papier zu bekommen, lässt man es zusätzlich durch den Kalander laufen, welcher das Papier durch die Reibung entgegengesetzter Walzen zum Glänzen bringt. Im Endergebnis wird zwischen: · matt gestrichenen Papieren, · halbmatt gestrichenen Papieren, · glänzenden Papieren, unterschieden.

Gewichtstoleranzen

Trotz hochentwickelter Steuerungsanlagen sind gelegentliche Gewichtsschwankungen bei der Papierherstellung unvermeidlich. Sie dürfen aber die in den Geschäftsbedingungen der Papierindustrie einheitlich festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.

Gewichtszuschläge

Infolge unterschiedlicher Herstellungskosten werden von der Papierindustrie für niedrige und höhere Papiergewichte Zuschläge auf die "Normal"-(Grund)-Preise erhoben.

GIF

Das Graphics Interchange Format ist ein Dateiformat zur verlustfreien Komprimierung von Bildern mit geringer Farbtiefe. Es besteht aus maximal 256 verschiedenen Farben, bzw. 256 Graustufen bei Schwarzweissbildern. Die, aufgrund der eingeschränkten Farbdarstellung, geringe Dateigrösse prädestiniert das GIF für Grafiken oder Bilder mit weitestgehend homogenen Farbflächen, wie zum Beispiel Logos etc. Zudem lassen sich aus mehreren GIFs kleine Animationen erstellen. Ebenso wie das JPEG-Format eignet sich GIF gut für Internetdarstellungen oder elektronischen Datenaustausch, für den Druck reicht die Qualität der Darstellung in der Regel nicht.

Glacé-Papier

Meist einseitig gefärbtes Papier, mit glänzender (satinierter) oder gestrichener Oberfläche. Vorwiegend als Überzug von Kartonagen verwendet.

Glanz Gestrichen

Als Glanz gestrichen werden bestimmte Papiersorten bezeichnet, die in erster Linie für Hochglanzdrucke Verwendung finden.

Glanzpappe

Besonders harter Karton, der auf Rundsiebmaschinen mit ausgesucht gutem Fasermaterial hergestellt wird. Durch starkes Kalandrieren erreicht man eine besondere Oberflächenglätte und hohe Materialdichte. Ein sehr widerstandsfähiger Karton, der häufig für Bauteile (z.B. in der Elektroindustrie) sowie für die Herstellung von Organisationsmitteln verwendet wird (Press-Span).

Glanzüberdrucklacke, -firnisse, -pasten

Filmbildende Stoffe, die in einem Druckverfahren auf einen Bedruckstoff zur Erhöhung des Glanzes oder zum Schutz des Druckbildes aufgedruckt werden.

glatter Satz

Fortlaufender Text aus der gleichen Schrift.

Gleismühle

Erste in Deutschland nachgewiesene Papierfertigungsstätte bei Nürnberg (1389), die von Ulman Stromer betrieben wurde.

Glutinleim

Leim aus tierischem Eiweiss. Die Verarbeitungstemperatur liegt bei 60° - 70° C. Eingesetzt bei Buchdeckenfertigung. Glutinleim verfügt über ein hohes Anzugsmoment und eine grosse Anfangsklebkraft, allerdings auch langsames Abbinden. Mischbar mit Dispersions- und Dextrinleim

Glückwunschkarten-Karton

Meist hochweisser, oft einseitig gestrichener (mit vielerlei phantasievolle Prägungen versehener) Karton (200 bis 240g/qm). Zur Herstellung von Glückwunschkarten.

Glätte

Die Oberfläche von Papier ist natürlicherweise etwas narbig. Durch Glättung in der Papiermaschine und in Kalandern (Satinage) kann die Oberfläche mechanisch verbessert werden. Prüfung in speziellen Messgeräten (z.B. nach Beck).

Glättwerk

Durch den Druck und eine gewisse Friktion wird die Papieroberfläche vor der Aufrollung geglättet. Auf diese Weise entstehen die sogenannten «maschinenglatten Papiere».

Goldener Schnitt

Schönheitsgesetz für die Harmonie der Proportionen, das bei der Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst, der Typografie u.a. eine besondere Bedeutung besitzt. Im Buchdruck wurde gelegentlich die Nutzfläche einer Seite, der so genannte Satzspiegel, so positioniert, dass das Verhältnis von Bundsteg zu Kopfsteg zu Aussensteg zu Fusssteg sich wie 2:3:5:8 verhielt. Diese Wahl von Fibonacci-Zahlen approximiert den Goldenen Schnitt. Eine solche Gestaltung wird auch weiterhin in Teilen der Fachliteratur zum Buchdruck empfohlen.

Goldpapier

Mit Metallbronze gestrichenes oder mit metallisierter Folie lackkaschiertes Ausstattungspapier.

Goudronné-Papier

Qualitativ geringwertiges Packpapier, das früher aus geteerten (franz.=goudronné) Tauabfällen und Jutesäcken, heute aus Abfallpapier hergestellt wird.

Gradation

Wiedergabefähigkeit einer lichtempfindlichen Schicht für Tonwertabstufungen einer Vorlage bei entsprechender Belichtung. Man unterscheidet Gradationsstufen zwischen weich und ultrasteil. Filmmaterialien mit ultrasteiler (sehr harter) Gradation geben nur die Tonwerte weiss und schwarz wieder, sie sind daher für Strich- und Rasterarbeiten unentbehrlich. Je weicher die Gradation ist, desto mehr Helligkeitswerte liegen zwischen weiss und schwarz, die auf dem Fotomaterial wiedergegeben werden.

Gradationskurve

Typischer Verlauf der Tonwerte bei digitalisierten Bildern.

Grafikdateiformate

Zur Speicherung von Grafikdateien wurden spezielle Formate entwickelt, die entweder einen universellen Austausch der Daten ermöglichen sollen oder für bestimmte Aufgaben optimiert sind.

Grafische Papiere

Grafische Papiere sind Druck- und Schreibpapiere sowie multifunktionale Papiere. Nach dem Ausgangsmaterial werden holzfreie (aus reinem Zellstoff, lignin- und harzfrei) und holzhaltige (überwiegend aus Holzschliff hergestellte) Papiere unterschieden.

Grammatur

Die signifikanteste Messgrösse für Papiere, Kartons und Pappen ist die Grammatur. Sie beschreibt das Flächengewicht bzw. die flächenbezogene Masse eines Bogens und wird in g/m² angegeben. Es ist zu beachten, dass die angegebene Grammatur lediglich ein Richtwert und keine absolute Messgrösse darstellt. Der Papierhersteller behält sich eine Toleranz von 10% Gewichtsabweichung zu beiden Seiten vor, die aber nur selten ausgereizt wird.

Granuliertes Papier

Papiere, die eine Körnung aufweisen. Diese wird durch Prägung erzeugt.

Graphisches Papier

Allgemein gefasste Bezeichnung für alle Druck- und Schreibpapiere in Bogenformaten und Rollen. Unterschieden in holzfreie und holzhaltige Papiere.

Graukeil

stufenloser Verlauf von Weiss bis Schwarz

Graupappe

Aus wiedergewonnenen Papierfaserstoffen hergestellte Vollpappe. Vorwiegend für buchbinderische Zwecke.

Grauskala

Anstieg von Weiss bis Schwarz in bestimmten Stufen

Graustufen

Halbtonwerte eines Bildes in Stufen von 0 bis 255 (Tonwertskala).

Graustufenbild

Ein Halbtonbild, das nur aus Schwarz-, Weiss- und Grauwerten besteht.

Greifer

System zum Bogentransport durch die Druckmaschine

Greiferrand

Fläche bei Papieren, die nicht bedruckt werden kann. Im Bogendruck wird der einzelne Druckbogen an der Vorderkante durch Greifer (je nach Maschine etwa 7 - 15 mm breit) erfasst und durch die Druckmaschine geführt.

Griff

Die unterschiedliche Dicke, Härte und Steifigkeit von Papier kann subjektiv als "Griffigkeit" empfunden werden (keine Masseinheit).

Grossmenge

Im Papiergrosshandel ist der Grossmengenpreis die Kalkulationsbasis für die Preislistenstaffel (früher Ballen = 150kg-Preis).

Grundfarben

Nicht zu ermischende Farben. Additive Grundfarben = Lichtfarben: Blau, Grün, Rot. Substraktive Grundfarben = Körperfarben: Cyan, Magenta, Gelb.

Grundlinien- und Gestaltungsraster

Das durchgängige Grundlinienraster ist eines der wichtigsten Elemente für mehrseitige Publikationen mit wiederkehrendem Satzspiegel. Es besteht aus im Druck nicht sichtbaren Linien und richtet sich nach dem Zeilenabstand des Grundtextes. Somit wird Registerhaltigkeit gewährleistet, das deckungsgleiche Verhalten des Grundtextes von Vorder- und Rückseite. Nicht registerhaltige Texte hemmen besonders bei durchscheinenden Papieren den Lesefluss. Die Erweiterung des Grundlinienrasters, der Gestaltungsraster erleichtert die Kombination von Text und Bild im Satzspiegel. Sie sind in der Musterseite angelegt, so dass die gleichmässige Struktur durchgängig beibehalten wird.

Gummiertes Papier

Papier mit einer Klebstoffbeschichtung, die durch Wasser aktiviert wird (Dextrin, Gummiarabikum). Zur Herstellung von Aufklebern, Marken und Postwertzeichen (nicht zu verwechseln mit Haftklebe-Papieren).

Gussgestrichene Papiere

Papiere und Kartons mit einer sehr glatten, glänzenden Oberfläche. Dieser Glanz entsteht nicht durch die Satinage im Kalander, sondern mittels einer Kontakttrocknung gegen einen heissen Chromzylinder. Die Papiere und Kartons nehmen in der Folge die spiegelglatte Struktur des Zylinders auf.

Gut zum Druck

Die Begrifflichkeit steht für die Bezeichnung der Druckfreigabe und dient als Information zur druckreifen Publikation. Sobald eine fehlerhafte und somit für den Druckauftrag negative Beeinflussung der Drucksache vorliegt, wird die Freigabe durch die Information Gut zum Druck nicht angezeigt. Erscheint diese Meldung, kann sich der Drucker auf eine fehlerfreie Publikation verlassen und das Druckerzeugnis verarbeiten.

Gutenberg

Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (* um 1400 in Mainz; ? 3. Februar 1468 ebenda), gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern (Mobilletterndruck) und der Druckerpresse. Die Verwendung von beweglichen Lettern ab 1450 revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und löste in Europa eine Medienrevolution aus. Gutenbergs Buchdruck breitete sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus (siehe Ausbreitung des Buchdrucks) und wird als ein Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. Insbesondere sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, zwischen 1452 und 1454 entstanden, wird allgemein für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt.

Hadern

(Lumpen) waren bis weit ins 18. Jahrhundert hinein das einzige Rohmaterial der Papierherstellung. Heute stellen solche Textilfasern kaum mehr 2 Prozent des gesamten Rohstoffverbrauchs. Eingesetzt werden sie vor allen für Papiere, an die besondere Ansprüche gestellt werden, wie Banknoten- und Dokumentenpapier oder Dünn- und Bilderdruckpapiere.

Hadernhaltiges Papier

Für Wertschriftenpapiere, Banknoten, Zeichenpapiere usw. wird ganz oder teilweise aus Textilfasern (Hadern, mehrheitlich Baumwolle) hergestellt.

Halbband

Bezeichnung für einen Einband. Die Buchdecke ist nur über den Rücken (durch übergreifende Teile) mit Gewebe, Leder oder Pergament überzogen. Der Deckel erhält einen Überzug aus Papier oder einem anderen Material.

Halbstoffe

Meist trocken (mit Ausnahme des Holzschliffs) angelieferte Faserstoffe, Hadern, Zellstoff, Altpapier, die unter Zugabe von Wasser und Hilfsstoffen zur eigentlichen Papiermasse aufbereitet werden.

Halbtonbild

Farb- oder Graustufenbild mit variierenden Tonwerten.

Halbtonvorlage

Ein- oder mehrfarbige Vorlage mit kontinuierlich verlaufenden Helligkeitsstufen von Weiss bis Schwarz bzw. Hell bis Dunkel. Drucktechnisch sind Halbtonvorlagen im Offsetdruck nur durch reprotechnisches ? Rastern, d.h. zerlegen in einzelne, flächenvariabele Bildstellen (autotypische Rasterpunkte) zu drucken.

Handgeschöpfte Papiere

Handgeschöpfte Papiere werden heute nur noch in ganz spezialisierten Betrieben und entsprechend selten hergestellt. Die «Echtbüttenpapiere», die im Handel erhältlich sind, werden auf der Rundmaschine hergestellt.

Hanf

In Europa und Asien kultivierte, bis zu 3,5 m hohe Einjahrespflanze, die zur Herstellung von Zellstoff und Papier genutzt wird.

Hauskorrektur

Die erste Korrektur nach dem Herstellen des Satzes. Nach dem Lesen und der Ausführung der Korrekturen folgt eventuell noch eine zusätzliche Autoren- oder Bestellerkorrektur.

Headline

Titelzeile

Heat-set-Druckfarben

Spezielle Druckfarben für den Akzidenz-Rollen-Offsetdruck. Unter Hitzeeinwirkung im Trockner verdunsten leicht flüchtige Mineralöle oder Druckfarbe.

Heft

Mehrlagiges, durch den Rücken (Falz) mit Draht oder Faden geheftetes Produkt ohne oder mit einem leichten Umschlag.

Hexachrome®

Hexachrome ist ein Farbensystem des Farbenherstellers Pantone, bei dem anstelle vier Farben, sechs Farben verdruckt werden, wodurch ein grösserer Farbraum darstellbar ist. Dies ist vor allem für die Darstellung von Fotografien von Vorteil. Ausserdem lassen sich Sonderfarben deutlich besser simulieren, daher kommt Hexachrome häufig in der Verpackungsindustrie zum Einsatz.

Hi Res

Abk. von High Resolution, Hohe Auflösungsdichte z.B. bei Belichtern, Scannern etc.

High-End-Daten

Hochaufgelöste Daten für den Druck. (In der Regel: Bitmap Strichzeichnungen 1200 dpi, Litho 300 dpi in der Endausgabe).

High-Key-Vorlage

Eine Vorlage mit überwiegend hellen Tonwerten

HILFE

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Hilfsstoffe

Als Hilfsstoffe werden u.a. Füllstoffe, Farbstoffe und Leim bezeichnet. Andere Hilfsstoffe, wie z.B. Kunstharze, werden dann eingesetzt, wenn von den Papieren besondere Eigenschaften verlangt werden.

Hintergründe

Ein gut gewählter farbiger Hintergrund untermalt eine Textbotschaft stimmungsvoll und verstärkt die geschriebene Aussage. Für positiv und negativ gesetzten Text gilt jedoch: Ausreichend Kontrast zum Hintergrund! Längere Textpassagen auf farbigen oder unruhigen Hintergründen sind mühevoll zu lesen.

HKS®

HKS® ist ein Farbsystem für Volltonfarben. Es besteht aus 84 Farbtönen. - Die Farbfächerbezeichnungen lauten: K=Kunstdruckpapier (gestrichen), N=Naturpapier, Z=Zeitungsdruckpapier, E=Endlosdruckpapier. Das HKS-Farbsystem wird in der Schweiz selten angewendet.

Hochdruck

Hochdruck beruht auf dem Prinzip, dass ein erhabenes Relief mit Druckfarbe eingefärbt wird. Durch Anpressen des eingefärbten Reliefs gegen einen Bedruckstoff wird ein Teil der Druckfarbe von dem Relief auf den Bedruckstoff übertragen. Aufgrund dieser Technik handelt es sich um ein direktes Druckverfahren

Hochformat

Format

Hochzeiten

Aus Versehen doppelt gesetzte Worte oder Satzteile.

Hohlkopie

Fehler bei der Plattenherstellung - Unterstrahlung des Filmes durch Luftblasen zwischen Film und Platte (Staubkörner). Feinheiten und Raster werden dadurch wegbelichtet.

Hologramme

Hologramme sind Abbilder, bei dem in einem komplexen physikalischen Verfahren ein sogenanntes Interferenzmuster aufgezeichnet wird, welches nachher ein räumliches Abbild des Objektes möglich macht. Mit den genaueren technischen Details wollen wir sie nicht weiter belästigen, fest steht jedoch, dass die Fälschung eines solchen Hologramms äusserst schwierig ist. Daher werden Hologramme als Sicherheitsmerkmale zum Beispiel auf Banknoten oder auf wertvollen Produkten wie z. B. Software aufgebracht um Fälschungen zu erschweren und die Echtheit überprüfbar zu machen.

Holz

wurde erst 1843 als Grundstoff für die Papierindustrie entdeckt. Heute ist es der wichtigste Faserrohstoff für die Papierherstellung. Bevorzugt wird für diesen Zweck Nadelholz, weil es längere Fasern liefert als Laubholz. Die kürzere Laubholzfaser wird teilweise für grafische Papiere sowie für Chemie- und Kunstfaserzellstoff eingesetzt.

Holzfreie Papiere

Werden ausschliesslich aus reinem Zellstoff (mindestens 95%) hergestellt. Diese Papiere und Kartons enthalten zwar Holz (Zellstoff), aber keinerlei Holzschliff. Der Zellstoff wird chemisch aufbereitet und hat eine hohe Alterungsbeständigkeit.

Holzhaltige Papiere

Werden mit einem höheren Anteil von verholzten Fasern (Holzschliff) hergestellt, Zeitungsdruckpapieren sogar bis zu 90 Prozent und weisen deshalb eine niedrigere Festigkeit als Papiere aus Zellstoff auf. Holzhaltige Papiere vergilben rasch und haben eine geringe Alterungsbeständigkeit.

Holzschliff

Das frischgeschnittene Durchforstungsholz, mehrheitlich Fichten und Tannen, wird in Holzprügel zugeschnitten und entrindet. Unter einem Wasserstrahl reisst der rotierende Stein des Schleifers feuchte Fasern aus dem Holz, die dann von Ästen und gröberen Holzstücken gereinigt werden. Der daraus aufbereitete flüssige Brei wird in einem Eindicker zu einer Konsistenz von 35 bis 40% angetrocknet und für die Lagerung und den Transport zur Papierfabrik zu Platten gepresst. Der «mechanische Brei» Holzschliff ist ein Zellstoff, der zur Herstellung von Papieren mit starker Opazität, geringer Reissfestigkeit und relativ schneller Vergilbung verwendet wird.

Holzschnitt

Die ersten Holzschnitte wurden im neunten Jahrhundert in China hergestellt. Durch Herausschnitzen der nichtdruckenden Teile einer Zeichnung werden die so entstandenen, hochstehenden Teile eingefärbt und in einer Presse zu Papier gebracht.

Hotmelt

Lösemittelfreier, thermoplastischer Schmelzklebstoff, der bei bestimmten Temperaturen fliessend ist und verarbeitet werden kann. Eingesetzt in Klebebindemaschinen und bei Verpackungen.

Hue

Farbton auf einer Skala von 180 bis -180 Grad in einem bestimmten Abstand vom Mittelpunkt des Farbkreises. Unabhängig von Sättigung und Helligkeit.

Hurenkind

Flachausdruck: Letzte, nicht ganz gefüllte Zeile eines Absatzes im Kopf der folgenden Seite.

Hybrid-Raster

Die Hybrid-Rasterung vereinigt das AM- und das FM-Rasterverfahren. Je nach Bildmotiv können die beiden Raster für unterschiedliche Tonwertstufen gewählt werden. Das FM-Raster wird bei dem Hybrid-Verfahren häufig für die sehr hellen und sehr dunklen Bereiche eines Bildes gewählt, das AM-Raster übernimmt die Mitteltöne.

Hybridprodukte

Als Hybridprodukte bezeichnet man Druckerzeugnisse, bei denen mehrere Verfahren zum Einsatz gekommen sind, so z. B. ein Magazin, dessen Inhalt im Offset gedruckt und der Umschlag im Digitaldruck individualisiert wurde. Gerade durch die Möglichkeiten des Digitaldrucks lassen sich hier mit ein bisschen Fantasie tolle Produkte herstellen.

ICC-Profile

Der ICC-Standard legt ein einheitliches Format für Farbprofile fest und beschreibt die Integration der Farbprofile in Bilddateien sowie die Übergabe der Farbprofile an einen PostScript RIP. Mittels ICC-Profilen lassen sich die Farbdaten zwischen beliebigen Farbräumen umrechnen. Dafür wird das Farbprofil des Quellfarbraumes mit dem Farbprofil des Zielfarbraumes verknüpft. Durch eine Anpassung der Daten auf den Zielfarbraum (Umwandlung) wird das Bild farbrichtig (nicht identisch, da der Zielfarbraum i.d.R. einen anderen Umfang hat als der Quellfarbraum) auf dem Ausgabegerät wiedergegeben. Bei jeder Umwandlung sind zwei ICC-Profile im Spiel: Das Quellprofil und das Zielprofil. Wenn z.B. ein gescanntes Bild mit Farbmanagement gedruckt wird, so ist das Quellprofil ein Scannerprofil und das Zielprofil ein Druckerprofil. ICC: Für die Microsoft Windows Plattformen stellen einige Hersteller sogenannte ICC Farbprofile zur Verfügung. ICC ist bereits in das Windows Betriebssystem integriert. Dabei führt der Hersteller den Messvorgang durch und erstellt das ICC Farbprofil. Da insbesondere bei Farbdruckern nicht alle Faktoren vom Hersteller berücksichtigt werden können, stellt ICC keine Lösung für das professionellen Publishing dar. Für weniger anspruchsvolle Anwendungen sollte ICC als kostengünstige Alternative in Betracht gezogen werden. Da jeder Hersteller das ICC Profil nach eigenen Dafürhalten erstellen kann, können Farbunterschiede zwischen den Geräten verschiedener Hersteller auftreten.

Illustrations-Papier

Ungestrichenes, meist holzhaltiges, hochsatiniertes Druckpapier (50-80g/qm). Für die Bildwiedergabe (auch fein gerastert) im Buchdruck. Auch für Tiefdruck.

Imitiertes Bütten

Papier, das auf Langsieb-Maschinen gefertigt wird und meist mit einer Egoutteur-Rippung versehen ist (im Gegensatz zum handgeschöpften Bütten und Rundsieb-Bütten).

Impact-Drucker

Übertragen die Zeichen mittels Aufschlag auf die Druckträger (z.B. Nadeldrucker).

Impressum

Vorgeschriebene Auflistung der Verantwortlichen für Druck und Inhalt von Zeitungen, Zeitschriften, Werken

Imprimatur

"Es werde gedruckt." Druckreifeerklärung des Auftraggebers oder Korrektors.

Index

Inhaltsverzeichnis oder Register

Indikator-Papier

Mit verschiedenen Indikatoren (z.B. Lackmus) getränktes Reagenzpapier, das sich nach dem Eintauchen in die zu prüfende Flüssigkeit verfärbt. Anhand einer Farbskala kann der pH-Wert (Wasserstoffionen-Konzentration) abgelesen werden.

Ingres-Papier

Rundsieb-Büttenpapier, häufig farbig, mit charakteristisch rauher Oberfläche und meist vierseitigem, "echten" Büttenrand. Benannt nach dem französischen Maler Ingres (1780-1867). Für Einband, Überzug, Druckgrafik und Aquarell, Kohle- und Kreidezeichnungen.

Initialbuchstaben

Initialbuchstaben sind meist stark verzierte, grosse Versalbuchstaben, die man oft aus alten Schriftstücken kennt. Diese schmuckvollen Zeichen stehen am Anfang einer Textpassage und können sogar Bildelemente enthalten.

Inkjet-Drucker

Drucker, der mittels Tinte druckt.

Inkjet-Papier

Oberflächenveredeltes Papier für ein berührungsloses Druckverfahren. Das Druckbild entsteht durch winzige Tintentröpfchen, die computergesteuert auf das Papier, das deshalb schnell aufnahmefähig sein muss, gespritzt werden.

Inline-Verarbeitung

Der Begriff ?Inline? bedeutet, dass die Weiterverarbeitung in Strecke der Druckmaschine stattfindet, so dass ? vor allem im Rollendruck gebräuchlich ? die Produkte gefalzt, geschnitten, geheftet oder geklebt aus der Druckmaschine kommen.

Integrierte Papierfabriken

Papierfabriken, die sämtliche Stufen - von der Holzgewinnung aus dem eigenen Wald bis zur fertigen Papierherstellung - unter einem Dach vereinen.

Interface

Schnittstelle in elektronischer Datenverarbeitung; Anschlussmöglichkeit von Geräten an den Rechner

Internet-Daten

Daten mit nur 72-dpi-Auflösung und im RGB-Farbraum. Für die Weiterverarbeitung in den Druck ist diese Auflösung unbrauchbar. (Ausnahme: z.B. Daten aus Profi-Internet-Bilddatenbanken).

Interpolation

Abgeleitet: Erweiterung; Bilddaten werden durch Interpolation auf die notwendige Auflösung getrimmt. Fehlende Auflösung soll hierbei durch das Errechnen neuer Pixel ausgeglichen werden. Vielfach bei Digitalkameras oder Scannern mit geringer Auflösung. Achtung: Schadet im Normalfall der Bildqualität!

invertieren

umkehren vom Negativ zum Positiv oder umgekehrt

Ipi

Lines per Inch; Linien pro Zoll, Masseinheit für die Rasterweite.

Iriodin®

Iriodin Pigmente sind spezielle Effektpigmente des Pharma- und Chemieunternehmens Merck. Es handelt sich um sogenannte Perlglanzpigmente, die durch seidenen Glanz und ungewöhnliche Farbeffekte wirken. Die Pigmente können in die Farbe eingemischt, aber auch über oder unter Standarddruckfarben verdruckt werden. Die Pigmente werden auch in der Kosmetikindustrie verwendet.

Irisdruck

Farbiger Druck, bei dem mehrere im Farbkasten nebeneinander liegende Farben auf den Farbwalzen ineinander verlaufen und die Platte in Bahnen oder Streifen mehrfarbig einfärben.

ISBN

Internationale Standardbuchnummer mit Angabe der Sprachgruppe, der Nummer des Verlages, der verlagsinternen Titelnummer und einer Prüfziffer.

ISO-Profile

Ein Geräteprofil charakterisiert ein bestimmtes Gerät im Workflow eines grafischen Betriebs in Hinblick auf die Erfassung, Darstellung und Ausgabe von Farbdaten. Diese Informationen werden den vorangehenden und folgenden Arbeitsgeräten zur Verfügung gestellt und somit sind diese in der Lage verbindlich miteinander zu kommunizieren.

ISO-Standards zur PDF-Erzeugung

Eine Vielzahl an Programmen unterstützen heute PDF und PDF Generierung. Selbst über die Scannersoftware können eingescannte Dokumente direkt als PDF gespeichert werden. Dies fördert zum einen die starke Verbreitung von PDF-Dokumenten, andererseits zu vielen mangelhaft aufbereiteten PDFs. Aus diesem Grund wurden einige Standards festgelegt, die gewisse Qualitäten eines PDFs sicherstellen. Der aktuellste ist zur Zeit der PDF-A Standard (ISO-Standard 19005-1) von 2005 und definiert die langfristige Archivierung von Daten (Digitaler Mikrofilm). Der PDF/X-3 Standard (ISO-Standard 15930-3) ist zur Zeit der aktuelle Standard für die grafische Branche.

Japan-Papier

Zumeist handgeschöpfte wertvolle Papiere aus langfaserigen Rohstoffen (z.B. Kozu, Mitsumata, Gampi). Auch mit vielerlei kunstvollen Einschlüssen (Blätter, Blumen, Glimmer usw.).

JPEG (.jpg)

Joint Photographic Experts Group (JPEG) ist ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren für digitale Bilddaten, das von einem gleichnamigen Gremium 1992 entwickelt wurde. Zudem fungiert es als eigenständiges Bilddatenformat (Bei Microsoft Windows: .jpg). Die JPEG-Komprimierung reduziert die Dateigrösse auf Kosten der Bildqualität bei jedem Speichervorgang. Der Komprimierungsgrad ist allerdings variabel. Die Stärke der JPEGs liegt im elektronischen Datenaustausch und in der Bilddarstellung im Internet. Der Qualitätsverlust ist bei einfacher Komprimierung auf dem Bildschirm nicht oder kaum wahrnehmbar und die Grösse der Datei ist im Vergleich zum TIFF-Format sehr gering. Für den professionellen Druckbereich eignet sich JPEG nur bedingt. Insbesondere bei der elektronischen Bildretusche ist mehrmaliges Zwischenspeichern obligatorisch, was jedes Mal die Bildqualität verringert. Oft ist dann die Qualität des Bildes soweit reduziert, dass es sich nicht mehr für eine Druckausgabe eignet. Farbrauminformationen können an das JPEG angeheftet werden.

Jungfer

Fehlerlos gesetzte Seite oder Spalte eines Setzer.

Kalander

Glättwerk aus Stahl- und Hartpapier (Baumwoll)-Walzen. Durch sie wird die Papierbahn nachträglich geführt und mit Feuchtigkeit, Druck und Wärme satiniert (= geglättet).

Kalenderschreibpapier

Dünnes, opakes, holzfreies, gut satiniertes, vollgeleimtes Druck- und Schreibpapier. Zur Herstellung von Taschenkalendern.

Kalibriertes Papier

Bedruckstoff, der durch starke Satinieren eine optimal gleichmässige Dicke über die gesamte Bogenfläche aufweist. Kalibrierte Papiere und Kartons eignen sich besonders gut als Unterlagenmaterial für Aufzüge.

Kalibrierung

Einstellung von Eingabe- und Ausgabegeräten auf einen Standardwert; zur Erzielung gleichmässiger Ergebnisse.

Kanzleipapier

Schreibpapier liniert, rautiert oder kariert, auch gefalzt von DIN A3 auf DIN A4.

Kaolin

Wird als Füllstoff und Streichpigment bei der Papierherstellung verwendet. Ein Aluminiumsilikat, das als Zersetzungsprodukt tonerdehaltiger Mineralien (hauptsächlich Feldspat) entsteht.

Kapitälchen

Als Kapitälchen werden in der Typographie Grossbuchstaben bezeichnet, die sich in ihrer Höhe nicht von Kleinbuchstaben unterscheiden. Häufig werden sie in Druckerzeugnissen zur Kenntlichmachung und Hervorhebung von Textpassagen oder einzelnen Worten eingesetzt.

Karteikarton

Zäher, gut geleimter, glatter Karton (190-250g/qm) in vielen hellen Farben. Er erhält die erwünschte Steifigkeit auch durch Zusammenkleben mehrerer Lagen.

Karten / Hochzeit / Geburt

Wir drucken Karten (zum Beispiel Hochzeitskarten oder Geburtstagskarten) in den Formaten A4, A5, A6 und A6/5 oder auch quadratische Formate. Im Kartentool stehen Dir verschiedene Papiere / Kartons zur Auswahl, die Dein Produkt zusätzlich veredeln. Dazu bieten wir nachfolgende Optionen:

 

Karton

Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Sorten und Qualitäten, die gewichtsmässig von ca. 130g/qm bis 600g/qm zwischen Papier und Pappe liegen(Chromokarton (GC), Chromoersatz-Karton (UC), Chromoduplex-Karton (GD), Chromosulfatkarton, Recyclingkarton). Papiere und Pappen können z.B. mit Aluminiumfolie (lichtundurchlässig), Zellglas, Kunststoffolien oder Textilien kaschiert werden.

Kartonagen

Verpackungen (Faltschachteln) aus Karton und Pappe

kaschieren

überziehen von Kartons u. Pappen mit Papieren, Geweben oder Folien

Kaschieren/Kleben

Das Zusammenkleben mehrerer Papier- oder Kartonbahnen.

Kaschierter Karton

Um Karton optisch oder qualitativ zu verbessern, kann er mit einem andersartigen "Kaschiermaterial" beklebt werden.

Kaschierung (auch Folienkaschierung)

Beim Kaschieren wird eine Folie auf die Drucksache aufgebracht. So wird die Drucksache vor mechanischem Abrieb und Dreck geschützt. Die Hauptanwendungen des Kaschierens sind Umschläge für Bücher und Prospekte, Verpackungen und Displays. Kaschierungen können durch verschiedene Folien unterschiedliche Reflexionsverhalten haben (von hochglänzend bis matt) auch Strukturen sind möglich. Kaschieren (von frz. cacher, verbergen) und Laminieren (von lat. lamina, Platte, Blatt) sind zwei Begriffe aus dem Bereich der Buchbinderei mit derselben Kernaussage: Sie bezeichnen das Zusammenkleben zweier nahezu gleich grosser Teile des gleichen Materials oder verschiedener Materialien. Das Überziehen von Papier oder Pappe mit Schmuckpapier oder mit einem Druckbogen, etwa einem Plakat, das auf Pappe gezogen wird, gehört hierzu. Das Kaschieren von Bucheinbänden mit Transparentfolie im Sinne einer Oberflächenveredelung wird zumeist als Laminieren bezeichnet.

Kasein

Aus dem Eiweiss von Kuhmilch gewonnenes Bindemittel. Zum Fixieren der Pigmente auf dem Papier beim Streichverfahren.

Kilobyte (kB)

1024 Byte

Kiss-Printing

Bedrucken empfindlicher Bedruckstoffe mit minimalem Druck. Bei Offset: Leichter Druck; einsetzende Farbübertragung = Kisspoint

Klanghart

Qualitätseigenschaft eines hochwertigen Papiers, das sich durch besondere Härte und Steifigkeit auszeichnet und beim Knittern einen "Klang" verursacht.

Klarschriftleser-Papier

Kommt in sogenannten Klarschriftlesegeräten zum Einsatz. Es wird wie alle Beleglesepapiere unter strengen Qualitätsnormen gefertigt.

Klebefalzung

Schon beim Falzen wird im Bruch ein Klebstoff aufgebracht, so dass eine zwar billige aber funktionale Broschüre entsteht. Dieser Falz kann bei bis zu 16 Seiten genutzt werden. Häufig anzutreffen ist diese Heftart bei Werbebeilegern in der Tageszeitung.

Klebeumbruch

standardrichtiges Kleben von Texten, Grafiken usw. als Gestaltungsgrundlage und Basis für Seitenmontage bzw. Als Kopiervorlage bei schwierig aufgebauten Seiten.

Klimatisierung

Anpassen von Werkstoffen z.B. Bedruckstoffen, an das vorgegebene Klima. Beispiel: Anpassen der Gleichgewichtsfeuchte des Papiers an das Klima im Drucksaal.

Klischee

Im Druckwesen bezeichnet der Begriff Klischee (auch Cliché), eine Hochdruckvorlage (Druckstock). Es besteht aus Zink, Kunststoff oder (vor allem im modernen Flexodruck) aus Photopolymer. In den Zeiten des Buchdrucks waren auch Aluminium/Magnesium-Klischees (Ätztechniken z.B. "Heliogravur") sowie Messing/Stahl und Blei (Gravuren). Um bessere Ergebnisse zu erzielen wurden teilweise galvanische Oberflächenvergütungen verwendet ("Verstahlen"). Buchdruck-Klischees aus Zink- und Kunststoffplatten werden lichtempfindlich beschichtet, das zu druckende Motiv mittels Negativfilm aufbelichtet, die unbelichteten Partien weggeätzt, belichtete bleiben erhöht stehen. Bei Spezialdruckaufträgen wird zu einer Mindestbestellmenge meist ein (einmaliger) Fixpreis für die Klischeekosten berechnet. Photopolymerdruckplatten werden entweder aus flüssigem Harz (Monomer mit Zusatzstoffen wie Photoinitiatoren) gegossen oder als unbelichtete Flexodruckplatte geliefert. Nach einer Rückseitenbelichtung, welche die Unterseite des Klischees aushärten lässt werden die Teile der Druckform, welche die Farbe übertragen sollen, mit einem Negativfilm übertragen und ebenfalls durch UV-Belichtung ausgehärtet (polymerisiert). Nicht druckende Bereiche werden mit Lösungsmittel (Wasser oder Naphta-Alkohole) ausgewaschen.

Kochung

Hackschnitzel werden mit Säure oder Lauge unter Temperatur- und Druckeinwirkung aufgeschlossen. Durch diesen chemischen Prozess entstehen Zellstoffe aus Holz.

Kohlepapier

Dünnes, reissfestes Papier. Für die Erstellung von Durchschriften ist es ein- oder beidseitig mit einer Farbschicht versehen. Je nach geforderter Durchschriftsintensität kann Kohlepapier unterschiedlich hart eingefärbt sein.

kollationieren

In der Weiterverarbeitung das Überprüfen der gefalzten Bogen eines Buchblocks auf Vollständigkeit und richtige Reihenfolge anhand der Flattermarke.

Kollergang

Schweres Mahlwerk aus Granitsteinen, das Altpapier und Strohzellstoffe zum Zwecke des Recycling zerkleinert und zerfasert.

Kolumne

Druckseite mit Satz und Bildern

Kolumnentitel

1. Lebender Kolumnentitel: Seitenzahl und (inhaltliche) Vermerke zur Druckseite oder des Buches. Er steht in der Regel im Kopf der Kolumne und zählt zur Fläche des Satzspiegels.
2. Toter Kolumnentitel: Seitenziffer, die im Kopf oder im Fuss steht. Der tote Kolumnentitel wird nicht zur Fläche des Satzspiegels gezählt.

Kompatibilität

Verträglichkeit; Bauweise, die problemlosen Austausch von Daten zwischen den Geräten erlaubt

Komplementärfarben

Farbenpaar, das sich im Farbkreis gegenübersteht; ergibt additiv gemischt Weiss und subtraktiv gemischt Schwarz

kompress gesetzt

Text, der ohne zusätzlichen Zeilenabstand (> Durchschuss) gesetzt wurde.

Komprimierung

Verringerung der Grösse einer Datei für die Speicherung durch mathematische Algorithmen - verlustfreie Komprimierung = Daten können wieder in den Originalzustand zurückgerechnet werden (z.B. TIFF-Bilder, ZIP-Dateien) - verlustbehaftete Komprimierung = die Daten können nicht wieder 1:1 zurückgerechnet werden. Die Komprimierung erfolgt nur so, dass der Mensch die Fehler in der Datei nicht bemerkt (z.B. JPEG-Bilder, MP3-Musikfiles)

Kontaktkopie

Direktes Übertragen von Bildstellen einer Vorlage 1:1. Beispiel: Vorlage (Filmnegativ) und zu belichtendes Material (Linefillm) liegen in direktem Kontakt Schicht auf Schicht.

Kontaktraster

wurde früher zum Aufrastern von Fotos in der Repro-Kamera verwendet - Folienraster; zerlegt im Kontakt mit dem zu belichtenden Film Halbtöne der Vorlage in verschieden grosse Rasterpunkte

Kontrast

Gegensatz. Helligkeitsumfang zwischen hellen und dunklen Bildstellen. In der Drucktechnik ist der "relative Druckkontrast" für den Andruck und Fortdruck zur Festlegung der Normalfärbung wesentlich.

Konvertierung

Übertragung in ein anderes Medium oder System

kopieren

Übertragen von geeigneten Kopiervorlagen durch Kopierlampen auf eine lichtempfindlich beschichtete Druckplatte.

Kopierpapier

Naturpapiere weiss und farbig, die sich besonders für die Anfertigung von Fotokopien, auf meist xerografischem Wege, eignen. Kopierpapier ist auf die Anforderungen der Kopiergeräte abgestimmt und mit Sorgfalt hergestellt. Um die Kopiereigenschaften nicht zu beeinträchtigen, empfehlen wir die Beachtung folgender Hinweise: 1) Bitte lassen Sie die Temperatur des Papierstapels an die Raumtemperatur angleichen, solange das Papier noch eingeriest ist. 2) Bitte bedrucken Sie jene Seiten des Kopierpapiers, welche auch im Kopiergerät zuerst bedruckt wird. Diese Seite ist auf der Packung mit einem Pfeil markiert. 3) Das Kopierpapier ist trockener gearbeitet als Druckpapiere. Die Stapelfeuchte ist niedriger als Ihre Raumfeuchte, daher: Oeffnen Sie das Ries erst kurz vor dem Druck und schützen Sie den bedruckten Stapel gegen die Raumfeuchte sofort mit einer PE-Haube. Fahren Sie im Nassoffset mit geringst möglicher Wasserführung (Alkoholfeuchtung oder Trockenoffset).

Korrektor

Beruf in der grafischen Industrie; kontrolliert sämtliche Produkte auf fehlerfreie Schreibweise.

Korrektur

Prüfverfahren für gesetzte Texte: Lesen eines Abzuges, anstreichen von Fehlern oder Mängeln, beseitigen der Fehler oder Mängel.
Prüfverfahren in der Reproduktionstechnik: Prüfen und beurteilen der Ton- und Farbwerte von Reproduktionsprodukten, Farbprüfverfahren und Andrucken.
Ton- und Farbwertveränderungen an Reproduktionsprodukten durch manuelle, chemische, fotografische oder elektronische Verfahren.

Kraftliner

Ein Kraftpapier, hergestellt aus gebleichtem oder ungebleichtem Kraftzellstoff. Wird für Deckschichten von Well- oder Vollpappe eingesetzt.

Kraftpapier

Vorwiegend einseitig glattes, geripptes, zähes, reissfestes Papier aus Sulfat-Zellstoff. Für Verpackung und ähnliche Einsatzbereiche mit hoher mechanischer Beanspruchung.

Krepp

Die (noch) nasse Papierbahn wird durch Stauchung fein gefaltet. Für vielerlei Anwendungsbereiche, z.B. Hygienepapier, Gärtnerkrepp, Abdeckpapier für Klebestreifen.

Kreuzbruch

Der Kreuzbruch ist eine Falzmethode und wird hauptsächlich in der Buchproduktion verwendet. Die sogenannte Falz wird auch Bruch genannt. Beim Kreuzbruch (Falz) wird immer die jeweils längere Bogenseite im rechten Winkel zur vorhergehenden Seite halbiert.

Kunstdruckpapier

Für die originaltreue Bildwiedergabe konzipiertes, edles Druckpapier. Mit hohem Weissgrad und mind. 20g/qm hochwertigem Strich je Seite, glänzend oder matt. Für Bilder mit feinstem Raster im Hoch- oder Flachdruck.

Kunststofffolie

Wird durch Schmelzen, Giessen, Walzen, Ziehen und Recken von thermoplastischen Kunststoffen (Polymeren) gewonnen. Mit unterschiedlicher Härte, Dicke und besonders hohen Festigkeitseigenschaften.

Kupferstich

Eine Technik, die vor allem durch Albrecht Dürer bekannt wurde. Die zu druckenden Teile werden spiegelbildlich mit sogenannten Grabsticheln in eine blankpolierte Kupferplatte eingestochen. Durch die so entstandenen Vertiefungen wird die Farbe zu Papier gebracht.

Kupfertiefdruck-Papier

Weiches, saugfähiges Papier herausragender Güte. Für den Druck von künstlerischen Arbeiten, wie z.B. Kupferstichen und Radierungen.

Kursive Schrift

Der kursive Schriftschnitt verleiht der Schrift einen gesprochenen Charakter und kann zum Beispiel für Zitate eingesetzt werden. Eine kursive Schrift fügt sich harmonisch in den Grundtext ein, ohne die Grauwirkung desselben zu stören.

Kurzbezeichnungen

1/0 = 1 Druckfarbe auf der Bogenvorderseite, auf der Rückseite unbedruckt
1/1 = 1 Druckfarbe auf der Bogenvorderseite, 1 auf der Rückseite
2/2 = 2 Druckfarben auf der Bogenvorderseite, 2 auf der Rückseite, usw.

Kustos

Am Schluss einer rechten Seite, meist allein auf dem Ende einer Seite stehende Anfangssilben der nächsten Seite.

Lack und Lackierungen

Bei Lacken gibt es allgemein Unterschiede in der Glanzwirkung: Sie unterscheiden sich in matt, seidenmatt und glänzend, wobei seidenmatte Lacke eine Mischung aus Matt- und Glanzlack sind. Bei der Anwendung wird unterschieden in vollflächige Lackierung oder Spotlackierung (partielle Lackierung), bei der nur vorher definierte Flächen lackiert werden. Bei der Spotlackierung kommt in der Regel Glanzlack zur Anwendung, um den Unterschied zum matter erscheinenden Papier zu betonen. Vollflächige Lackierungen können als Stilelement oder Schutz des Druckprodukts genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Weiterverarbeitbarkeit von lackierten Produkten aufgrund der schnellen Lacktrocknung.

Lackmus-Papier

Reagenzpapier (Indikator-Papier). Mit dem Farbstoff Lackmusflechte getränkt, dient es dem Nachweis von Säuren und Laugen. Blaues Lackmuspapier färbt sich in Säure rot, rotes Lackmuspapier wird in Laugen (Basen, Alkali) blau.

Lagotypen

Zusammengegossene Silben bzw. Worte oder Wortteile.

laminieren

auch: kaschieren. Mit transparenten Kunststoffolien überziehen.

laminieren

einschweissen in transparente Kunststoffolien, der Rand wird umlaufend Folie gegen Folie geklebt -> wasserdicht

Laminieren

Das Verbinden verschiedener Werkstoffe (Papier, Kunststoff, Folie) durch Pressen oder Verkleben zu einem "Laminat", das alle guten Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe vereinigt.

Laminierung

Laminieren heisst, ein Druckwerk mit einer Schutzhülle zu ummanteln. Das eigentliche Druckwerk wird durch das Laminat eingeschlossen und so gegen Witterungseinflüsse wie Nässe beständig gemacht. Beim Laminieren wird durch Pressdruck die Luft zwischen dem Druckwerk und dem Laminat entfernt.

Lampenschirm-Papier/-Karton

Holzfreies Papier (Karton), oftmals geklebt und durch nachträgliches Imprägnieren mit Ölen oder Kunstharzen transparent gemacht.

Landkartenpapier

Hochwertiges, oft sogar hadernhaltiges Offsetdruckpapier. Es garantiert bei Verarbeitung und Gebrauch höchstmögliche Masshaltigkeit und Festigkeitswerte (Falzen).

Langsieb-Papiermaschine

1799 von Louis Robert erfundene, heute noch meist verwendete Technik mit Arbeitsbreiten bis 9 Meter. Das Ganzzeug = der mit Wasser vermischte Papierrohstoff, läuft über einen Cleaner zum Stoffauflauf (99% Wassergehalt, 1% Faser- und Feststoffanteile). Hier wird die dünnflüssige Masse auf das umlaufende Langsieb gesprüht, wo die Bildung des Blattes erfolgt. Nachdem der Grossteil des Wassers abgeflossen ist, wird in der Pressen- und Trockenpartie die Restfeuchtigkeit bis auf ca. 5-8% entzogen. Anschliessend wird das Papier geglättet und evtl. veredelt.

Laser

Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation= Lichtverstärkung durch angeregte Emission (Aussendung) von Strahlung

Laser-Imagesetter

siehe Laserbelichter

Laserbelichter

Ausgabegerät für digitale Daten (Text, Bild, Grafik) auf Filmmaterial u. Druckplatten mittels Laserstrahl; durch sehr hohe Auflösung feine Rasterung möglich

Laserdruck

Kopierverfahren, bei dem die elektro-fotosensible Druckform (für Xerographie) mittels Laserstrahlen belichtet wird.

Laserdruckpapier

Naturpapier oder gestrichenes Papier. Wegen der besonderen Anforderungen in der Weiterverarbeitung muss es über hohe Stabilität, einwandfreien Schnitt und geregelte Feuchte verfügen.

lasierend

durchscheinend

Laubholz

Wird für die Gewinnung von Zellstoff benötigt. Mehrheitlich werden Rotbuche, Birke, Pappel und Eukalyptus eingesetzt, woraus sich Fasern von ca. 1 mm Länge und 0.03 mm Breite ergeben (Kurzfasern).

Laufrichtung

Die Richtung, in die das Papier bei der Herstellung durch die Papiermaschine läuft. Dabei richten sich auf dem Langsieb die Papierfasern überwiegend parallel (längs) zur Laufrichtung aus. Von Bedeutung ist die Laufrichtung für den Verarbeiter (Drucker, Buchbinder), weil sich Papierfasern durch Luftfeuchtigkeit in Längs- und Querrichtung unterschiedlich dehnen. Unterschieden werden Schmalband (SB), Breitband (BB) sowie Wechselband (WB).

Laufweite einer Schrift

Die Laufweite definiert den Zeichenabstand einer Schrift. Sie ist vom Schriftkünstler festgelegt, lässt sich aber mit dem Computer erweitern (spationieren, sperren) oder verringern (unterschneiden). Diese Funktion ist mit Vorsicht zu geniessen, da auch hier der Schriftcharakter verändert wird und das Satzbild gestört werden kann. Die Laufweite einer Schrift wirkt sich auf den Umfang eines Dokuments aus. Dies ist bei der Manuskriptberechnung zu berücksichtigen.

Layout

(engl. für Gestaltungsskizze, Aufmachung) - Den Gestaltungsvorschlag eines Grafikers oder auch Auftraggebers, umgesetzt in eine zeichnerische, bildhafte Form, die einen Gesamteindruck des Druckvorhabens vermittelt und zugleich als Anordnungsskizze für jede Seite gilt, bezeichnet man als Layout. Im Computersatz wird das Layoutieren nicht mehr durch Skizzen erledigt, sondern gleich auf dem Bildschirm eingerichtet. Stand, Ausschnitt, Farbangaben, Schriften, Spaltenbreite der Texte wie auch Bild- und Text-Zuordnung weist ein solcher Entwurf auf. Das Layout dient dem Auftraggeber als Muster zur Begutachtung und Genehmigung. Für die Herstellung des Druckerzeugnisses ist es die verbindliche Arbeitsgrundlage.

Lederpapier

Farbiges Überzugspapier für Feinkartonagen und Etuis, meist lackiert und in lederähnlicher Narbung geprägt.

Lederpappe

Braune Pappe aus mindestens 30% Braunschliff. Dadurch besonders zäh und geschmeidig, z.B. für Kartonagen und Koffer.

Leichen

Beim Setzen vergessene Worte oder Wortteile.

Leim

Erst durch den Einsatz von Leim wird das Papier beschreib- und bedruckbar. Zudem erhält es durch ihn besondere Eigenschaften. In der mehrheitlich angewandten Stoffleimung wird der Leim der Papiermasse bereits vor der Verarbeitung beigegeben. Bei speziellen Papieren ist jedoch auch eine nachträgliche Oberflächenleimung innerhalb der Trockenpartie der Papiermaschine möglich.

Leimpresse

durch Oberflächenleimung der Papierbahn in der Papiermaschine (Trockenpartie) lassen sich geschlossene Oberfläche, Flachlage und bessere Beschreib- und Bedruckbarkeit von Papier erzielen. Bei gestrichenen Papieren wird in der Leimpresse vielfach ein Vorstrich aufgebracht (Stoffleimung).

Leimung

Durch Leimung wird Papier beschreibfähig. Vollgeleimte Papiere sind kaum saugfähig, daher tintenfest. Mit abnehmenden Leimungsgrad verringert sich diese Festigkeit, das Papier wird saugfähiger. Durch Oberflächen-Leimung wird die Festigkeit und Dimensionsstabilität verbessert, solche Papiere sind insbesondere für den Offsetdruck, als Zeichenpapiere und Dokumentenpapiere geeignet.

Leimungsgrad

Bezeichnung für die Widerstandsfähigkeit eines geleimten Papiers gegen Wasser. Der Leimungsgrad wird mit der Tintenstrichprobe festgestellt.

Leinengeprägtes Papier

Briefpapier mit leinenartig geprägter Oberflächenstruktur

Leitkarten-Karton

In der Regel 400g/qm standfester Karton für Leitkarten in Karteien.

Leonardo

Leonardo ist ein Transferprotokoll für die Datenübertragung per MAC.

Leporellofalz

Zickzackfalz. Jeder folgende Falz wird in entgegengesetzte Richtung wie der vorhergehende gefalzt.

Leuchtfarben-Papier

Meist einseitig, mit optisch aufhellenden Farben gestrichenes, witterungsbeständiges Plakatpapier. Am Tage kann es leuchten (fluoreszieren) und bei nächtlichem Lichteinfall auch nachleuchten (phosphoreszieren).

Licht

Wir sind in unserer Umwelt von einer Vielzahl elektromagnetischer Strahlen umgeben. Diese Strahlen unterscheiden sich in ihrer Wellenlänge voneinander, so sind die Röntgenstrahlen extrem kurzwellig, Radiowellen extrem langwellig. Die einzigen für uns direkt wahrnehmbaren Strahlen bezeichnen wir als spektrale Wellen des Lichts. Sie erstrecken sich vom ultravioletten bis hin zum infraroten Bereich und ihre Wellenlängen liegen zwischen 380 nm und 780 nm. Das komplette Spektrum ist bei der Lichtbrechung im Prisma oder als Regenbogen zu sehen.

Lichtdruckpapier

Holzfreies Papier mit absolut geschlossener Oberfläche, weich und dennoch masshaltig gearbeitet. Für hochwertige Gemäldereproduktionen im Lichtdruckverfahren.

Lichtechtes Papier

100%igen Schutz vor Ausbleichen unter Einwirkung von Tageslicht und Wärme gibt es für Papier nicht. Holzfreie Rohstoffe und entsprechende Farbpigmente können die Farbtonänderung verzögern.

Lichtechtheit

Widerstandsfähgikeit von Druckfarben gegen die Einwirkung von Tageslicht ohne direkten Einfluss der Witterung (DIN 16255). Einteilung der Lichtechtheit in 8 Klassen nach der Wollskala (WS) 1 = geringste, 8 = höchste Lichtechtheit. Farbmischungen zwischen Farben unterschiedlicher Lichttechnik, z.B. WS 8 und WS 5, ergeben eine Mischfarbe mit der geringeren Lichtechtheit WS 5.

Lichthof-Halo

Lichthof ist eine Kantenunschärfe, daraus entsteht ein Kontrastverlust sowie eine Grössenänderung kleiner Details. Verhinderung durch Schutzschicht auf Filmrückseite mit gleichem Brechungsindex wie Schichtträger

Lichtpauspapier

Dient zum Vervielfältigen von Zeichnungen (auf lichtdurchlässiger Vorlage). Für die unterschiedlichen Verfahren (trocken und feucht) gibt es unterschiedliche Ausführungen dieses transparenten Papiers.

Lichtquellen und Selbstleuchter

Selbstleuchter sind Lichtquellen wie z. B. die Sonne, Glühbirnen oder Monitore. Sie bestimmen den Aufbau des von ihnen ausgesendeten Lichtes, das heisst, aus welchen Wellenlängen sich der Lichtstrahl zusammensetzt.

Lichttemperatur

Das nebenstehende Beispiel zeigt, dass das menschliche Farbempfinden massgeblich vom Umgebungslicht beeinflusst wird. Für die grafische Industrie bedeutet dies folglich, dass die Abmusterung eines gedruckten Motivs nur unter geregelten Lichtbedingungen zu beurteilen ist. Aus diesem Grund wird an den Kontrollstationen D50-Normlicht mit einer Lichttemperatur von 5.000 Kelvin eingesetzt. Es entspricht in etwa der spektralen Zusammensetzung und der Helligkeit des Tageslichtes. Sinkt die Temperatur unter 5.000 Kelvin, befinden sich mehr gelbe Wellenlängen im Lichtstrahl, das Licht erscheint weicher und wärmer. Steigt die Temperatur über 5.000 Kelvin, erhöht sich der Anteil an blauen Wellenlängen und das Licht erscheint härter und kälter. In beiden Fällen verfälscht es den optischen Eindruck des gedruckten Motivs.

Ligatur

Eine Ligatur ist ein Zeichen, das aus der Symbiose zweier Buchstaben hervorgeht. Sie ist vom Schriftkünstler aus ästhetischen Gründen geschaffen worden und zwar immer dann, wenn das Schriftbild beim Zusammentreffen von zwei Buchstaben als störend empfunden wird.

Lignin

Ist im Holz neben der Zellulose und weiteren Bestandteilen enthalten und bewirkt dort eine Versteifung der Fasern. Im Papier ist Lignin eine unerwünschte Beigabe, weil es dieses schnell vergilben lässt. Deshalb wird Lignin bei der Zellstoffgewinnung durch einen chemischen Prozess von der Zellulose weitgehend getrennt.

Linien

Linien: Linien eignen sich gut um einzelne Textpassagen voneinander abzugrenzen. Achten Sie jedoch darauf, eine Seite nicht zu ?zerstückeln?. Gewöhnliche Linienstärken liegen etwa bei 0,5 pt. Linien unter 0,5 pt. Strichstärke werden auch als Haarlinien bezeichnet. Das Verdrucken von Haarlinien ist problematisch.

Liniertes Papier

Mit verschiedenen Lineaturen bedrucktes Schreibpapier für Schule und Büro, meist DIN A3 auf DIN A4 gefalzt (Kanzleipapier).

Linotype

Tastaturgesteuerte Bleisetzmaschine, mit der keine Buchstaben, sondern Matrizen zu Zeilen zusammengesetzt werden.

Linters

So heissen die dem Baumwollsamen nach der Bearbeitung noch anhaftenden Samenhaare. Linters werden für Papiere von besonderer Weichheit, hoher Dauerhaftigkeit und Saugfähigkeit (z.B. Banknoten) eingesetzt.

Lithographie

Um 1800 von Alois Senefelder als Vorläufer des Offsetdrucks erfundene Flachdrucktechnik. Die zu druckende Zeichnung wird mit Fett-Tusche auf eine Stein- oder Metallplatte aufgetragen. Nichtdruckende Bereiche werden mit Gummi bestrichen und so gegen das Fett geschützt. Wird auch als Steindruck bezeichnet. litho: Stein, graphein: schreiben, zeichnen (griech.)

Lithographie-Papier

Meist scharf satiniertes, vollgeleimtes Papier für den direkten Steindruck (lithos = griechisch "Stein"). Dieses Druckverfahren ist der Vorläufer des Offsetdruckes und heute nur noch wenig gebräuchlich.

Lochkarten-Karton

Spezialkarton mit hoher Festigkeit und Standfähigkeit und völlig gleichmässiger Dicke (161g/qm). Im Zuge der EDV-Technik rückläufig.

Lochstreifen-Papier

Hochsatiniertes, zähes, dimensionsstabiles Papier in Streifen. Für mechanische, optische und elektronische Lese- und Steuerungsverfahren.

Low-Key-Vorlage

Eine Vorlage mit überwiegend dunklen Tonwerten

Luftbürstenstrich

Verfahren zur Herstellung gestrichener Papiere. Dabei verteilen Luftdüsen die Streichmasse auf den Streichwalzen und entfernen den Überschuss mit Luftdruck.

Luftfeuchtigkeit

Weil Papier sehr empfindlich auf Feuchtigkeitsschwankungen reagiert, ist ein möglichst konstantes Klima (Luftfeuchtigkeit und Temperatur) für die Papierlagerung wichtig. Bei der Verarbeitung von Papier hat sich eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 50-55% bei einer Temperatur von ca. 20°-22°C als günstig herausgestellt.

Luftpostpapier

Überwiegend weisses, dünnes, opakes, holzfreies Schreib- bzw. Schreibmaschinenpapier (ca. 20-30g/qm), das auch durch eine geschrumpelte Struktur (Onionskin) weniger durchscheinend gemacht werden kann.

Luftundurchlässigkeit

Für z.B. Verpackungspapier (Lebensmittel und Samen) erwünschte, möglichst geringe Porösität. Sie wird durch schmierige Mahlung des Rohstoffes erzielt.

Lumbeck-Verfahren

Fadenlose Klebebindung für Broschüren, Bücher u.a. Der Bund des Buchblocks wird abgeschnitten. Nach Einklemmen des Buchblocks wird der herausragende Bund nach einer Seite aufgefächert und mit Klebstoffen bestrichen, der Vorgang wiederholt sich beim Auffächern des Blocks zur anderen Seite.

Lumpen

Siehe Hadern.

Lutro

Lutro - «lufttrocken». Gibt den Trockengehalt eines Papiers oder Zellstoffs an. Im Gegensatz zu atro («absolut» trocken, 0 % Feuchtigkeit) wird bei lutro ein üblicher und für das Papier notwendiger Feuchtigkeitsgehalt als Basis eingesetzt. Für Zellstoff und Holzschliff gilt die Regel 90:100 resp. 90 Teile Stoff und 10 Teile Wasser.

LWC-Papier

L = light = Leicht, W = weight = Gewicht, C = coatet = gestrichen. Holzhaltiges, beidseitig gestrichenes Rollenoffsetpapier und Tiefdruckpapier (im Gewichtsbereich von 39-80g/qm). Für Zeitschriften, Versandhauskataloge, Infopost o.ä.. (ULWC).

Löschpapier

Besonders saugfähiges Papier. Entweder holzfrei aus Baumwollzellstoff oder holzhaltig aus langfaserigen, röschgemahlenem Holzschliff hergestellt.

Mac

Der heute als Mac bezeichnete Macintosh von Apple war der erste Computer mit grafischer Benutzeroberfläche; für grafische Gestaltung des Desktop-Publishing lange Zeit dominant.

Mac-OS

Betriebssystem von Apple-Computern.

Magenta

Neben Cyan und Gelb (Yellow) die dritte substraktive Grundfarbe. Die Bezeichnung wurde mit der Europa-Farbskala anstelle von Purpur (griech. hochrot) eingeführt. Fälschlicherweise wird die Druckfarbe Magenta aus der Europa- Farbskala immer noch von Druckern Rot genannt. Diese Bezeichnung steht jedoch im Gegensatz zur der Mischfarbe aus Magenta und Gelb, die ebenfalls Rot genannt wird, und der additiven Grundfarbe Rot.

Magnetschriftleser-Papier

Belegleser-Papier, bei dem die Dateneingabe oder Belegsortierung über die mit magnetisierterer Farbe aufgedruckten Schriftzeichen erfolgt.

Mahlung

Charakter und Eigenschaft (z.B. Festigkeit, Volumen, Transparenz, Saugfähigkeit) von Papier werden durch Zerschneiden (=rösch) oder Quetschen (=schmierig) der Papierfaser in "Mahlwerken" (z.B. Holländer, Refiner) entscheidend vorbestimmt. Typisches Beispiel für schmierige Mahlung: Transparentpapier, für rösche Mahlung: Löschpapier.

Makro

aus Folge von Einzelbefehlen zusammengefasster Gesamtbefehl in der EDV

Makulatur

Aussortierte, mangelhafte Produktion von graphischen Drucksachen.

Manilakarton

Zäher, satinierter, bräunlich-gelber Karton (z.B. Sackanhänger, Hängemappen), der früher aus Manila-Hanf-Abfällen gefertigt wurde.

Manuskript

Grundlage zum Herstellen von Textdruckformen. Voraussetzung für ein gutes Manuskript: gute Lesbarkeit, fehlerfrei, vollständig in Inhalt und Umfang, A4 einseitig beschrieben, Ränder links 3 cm, rechts, oben, unten 2 cm, Seitennummerierung, Zeilenabstand 1- bis 2-zeilig, Rechtschreibung nach Duden, Ergänzungen auf separatem Blatt. Vorarbeiten für ein gutes Manuskript: Vorauskorrektur, bessere Qualität, Umfangsberechnung, Satzangaben eintragen

Marginalien

Neben dem Satzspiegel stehende "Randbemerkungen" in Fachbüchern, Fachartikeln u.ä. zum raschen Auffinden wichtiger Textstellen.

Markierungsleser-Papier

In genau festgelegter Spezifikation (z.B. Steifigkeit, Opazität, Glätte, Reflexion) hergestellte Papiere für die Beleglesung (z.B. Lottoscheine).

Marmorkarton

siehe Marmorpapier

Marmorpapier

Um die Oberfläche optisch zu veredeln, kann Papier auf verschiedene Weise (Farbe nass in nass, Tauchbad, andersfarbige Fasern) ein marmorartiges Aussehen gegeben werden.

Marmorpappe

siehe Marmorpapier

Maschinen-Holzpappe

Sammelbegriff für Pappe, die aus Holzschliff hergestellt wird.

Maschinengestrichene Papiere

Die Technik des Streichens bestand früher darin, die Farbe (Pigmente, Bindemittel) mit einem grossen Pinsel aufzutragen und die Bogen aufgehängt trocknen zu lassen. Daher rührt auch der Name. Ab ca. 1860 wurde das Papier dann in der Papiermaschine gestrichen. Der (noch aus den 50-er Jahren stammende) Sammelbegriff für Offset-, Hoch- und Tiefdruckpapiere wird heute noch verwendet, obwohl Papier heute mehrheitlich nicht mehr direkt in der Papiermaschine gestrichen wird.

Maschinenglatt

Papiere, die das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen haben. Zur Steigerung der Oberflächenqualität können diese nachträglich auch noch satiniert und/oder gestrichen werden.

maschinenglatte Papiere

Papiere, die nur Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen haben

Maschinenstrich

Seit 1954 wird diese Oberflächenveredelung in Deutschland praktiziert. Der Strichauftrag (5-20g/qm je Seite) erfolgt gleich in der Papiermaschine. Heute wird das sog. maschinengestrichene Bilderdruckpapier mit hoher Geschwindigkeit auch in separaten Aggregaten (Breite 6m und mehr!) gestrichen.

Masseleimung

Zugabe von verseiftem Harzleim vor der Blattbildung in der Fasermasse, um das Papier bedruckbar bzw. tintenfest zu machen.

Matrizen-Pappe

Hochwertige, heissprägefähige Rundsiebpappe. Zum Herstellen von Matern für Giessformen in der Buchdruck-Stereotypie.

Mattgestrichene Papiere

Grundsätzlich sind alle Papiere nach dem Strich zunächst matt gestrichen. Damit wird eine Aussage über die Beschaffenheit und Qualität des Papiers getroffen.

Mattpost

Matt geglättetes, holzfreies Schreibmaschinenpapier besserer Güte.

Mediävalziffern

Mediävalziffern sind eine alternative Form zu der gebräuchlichen Zahlendarstellung mittels Versalziffern. Der Aufbau der Mediävalziffern richtet sich nach dem Prinzip der Ober-, Mittel- und Unterlänge. Aufgrund dieser Gestaltungsform fügen sie sich harmonischer in den Grundtext ein, weil sie wie Buchstaben gelesen werden.

Megabyte (MB)

Mehrfarbendruck

Methode zur Reproduktion von farbigen Bildern, die Halbtöne aufweisen. Der Mehrfarbendruck ist in vielen Druckverfahren möglich: Mehrfarbenbuchdruck, Mehrfarbentiefdruck, Mehrfarbenoffsetdruck, Mehrfarbenlichtdruck. Im Hoch- und Tiefdruck wird mit den drei Grundfarben Yellow, Magenta und Cyan sowie mit Schwarz die farbrichtige Wiedergabe erzielt. Im Mehrfarbenoffsetdruck werden mitunter bis zu acht Farben benutzt - Grün, Braun u. a. - oder es werden Farbnuancen über verschiedene Sättigungsgrade der Grundfarben erreicht. Der Mehrfarbensteindruck konnte früher bis zu zwanzig Farben - zwanzig Steinplatten! - aufweisen.

Mehrfunktionsleser-Papier

Belegleser-Papier mit den höchsten Reinheitsvorschriften, um das elektronische Lesen ganzer Seiten (auch ungenormter Schriftzeichen) zu ermöglichen.

Melieren

Gefärbte Fasern werden dem Papierstoff beigemischt.

Meliertes Papier

Papier, in dem aus Gründen der Optik oder Fälschungssicherheit andersfarbige, fein verteilte Fasern eingearbeitet sind (z.B. Banknotenpapier).

Metallic

Metallicpigmente muss man sich wie winzige Metallplättchen vorstellen, die durch die Mahlung von Metallen wie Aluminium oder Messing hergestellt werden. Diese Pigmente werden Lack oder Druckfarben als Pasten oder Pulver beigemischt, auch reine Metallicdruckfarben sind erhältlich. Den Effekt dieser Pigmente kennt jeder von entsprechend lackierten Fahrzeugen, daher kommen diese Farben im Druck auch für die Automobilbranche zum Einsatz. Auch für andere Branchen lassen sich mit Metallic tolle Effekte erzeugen.

Metallisiertes Papier

Vorwiegend im Dekor- und Etikettenbereich eingesetztes Papier, das in Hochvakuum-Kammern mit einem hauchfeinen, aber dennoch dichten Metallüberzug (bei weit über 1000°C) bedampft wurde.

Metallkaschiertes Papier

Ein- oder beidseitig mit Metallfolie (mit Aluminium) beschichtetes Papier in matt oder glänzend. Für Dekor, Verpackung, Kälteschutz u.a..

Microsoft Word Document (.doc)

Microsoft Word ist das am meisten verbreitete kommerzielle Textverarbeitungsprogramm. Es bietet im Vergleich zum Texteditor oder Word Pad die grösste Benutzerfreundlichkeit und stellt alle wichtigen Funktionen zur Bearbeitung eines Textes. Der Nachteil dieses Komforts ist jedoch, dass sich als .doc gespeicherte Dokumente nur von Microsoft Word lesen lassen. Beim Datenaustausch ist also zu beachten, ob der Empfänger Word installiert hat. Zudem kann die Darstellung eines Dokuments in Microsoft Word auf verschiedenen Rechnern variieren. Bedingt durch unterschiedliche Grund- und Druckereinstellung in Word, verschiebt sich der Zeilenumbruch und verändert so das Textbild. 100%ige Verbindlichkeit in Textformatierung und -umbruch liefert nur ein PDF-Dokument.

Millimeter-Papier

Dimensionsstabiles, tinten- und tuschfestes Papier, holzfrei weiss und transparent mit feinem Liniennetz, in Millimetereinteilung bedruckt.

Mischbütte

Holzschliff und Zellstoff werden nach der Mahlung mit Füllstoffen und den übrigen Zusätzen in der Mischbütte gemischt.

Mittelfeines Papier

In der Qualitätsskala (holzhaltig bis fast holzfrei) etwa in der Mitte liegende Gruppe von Papiersorten mit ca. 60% Holzschliffanteil im Stoffeintrag.

Moiré

(frz. Gesprochen moare); Ein unerwünschtes Muster, das durch Raster der Halbtonpunkte entsteht, wenn die Halbtonraster übereinander gefilmt werden. Moiré-Muster treten auf, wenn de Rasterwinkel eines Farbauszugs nicht richtig ausgerichtet wurden oder wenn ein gedruckter Halbton eingescannt und erneut gerastert wird.

Molette-Wasserzeichen

Ein sogenanntes unechtes Wasserzeichen, das durch die Verdichtung (Prägung) der feuchten Papierbahn nach Verlassen des Langsiebes hergestellt wird. Diese Zeichen lassen sich durch Befeuchten wieder entfernen.

Monitor

Der Monitor, ein Selbstleuchter, ist im ausgeschalteten Zustand zunächst dunkel. Um Farben am Monitor darzustellen, muss dieser erst erleuchtet werden, folglich bietet sich das RGB-Modell an. Jede der drei Farbanteile kann 256 unterschiedliche Helligkeitsabstufungen annehmen. In der Kombination ergeben sich über 16 Millionen darstellbare Farben.

Montage

früher) Einpassen und Befestigen der Kopiervorlage auf Montagefolie zu einer kopierfähigen Form für die Druckplattenkopie heute) Anordnen der Drucknutzen im Computer zu einer Form für Ausgabe auf Druckplatte

Mottling

1. Beim Scannen: Flächenhafter Effekt im gesamten Bild, der häufig durch zu starke Schärfung entsteht. Gemeint ist zum Beispiel das Sichtbarwerden der einzelnen Pixel oder sogar der Filmkörnung. 2. Im Druck: Fleckiger, wolkig erscheinender Ausdruck aufgrund unterschiedlichem Wegschlagens der Farbe ins Papier. Besonders auffällig im Mehrfarbendruck

Multifunktional

Multifunktional bezeichnet man Papiere, die für mehrere Drucktechniken einsetzbar sind. So z.B. multifunktionales Offsetpapier, geeignet für Offsetdruck, Ink-Jet, Laserkopierer, Laserdrucker.

Multimedia

Mehrere Medien miteinander vereint.

Multiplex-Karton

Aus mehr als 3 unterschiedlichen Lagen bestehender Karton. Diese Lagen sind ohne Verwendung von Klebstoff durch Gautschen miteinander verbunden.

Musterkarten-Karton

Bristol-Karton oder verschiedenfarbiger Triplex-Karton. Zum Aufkleben oder Aufnähen von z.B. Stoffmustern oder Knöpfen.

Nachsatz

reissfestes Doppelblatt, das Buchblock u. Buchdecke am Buchende verbindet (in den Deckel eingeklebt, am Buchblock angeklebt)

Nagelprobe

Zieht man die Kanten eines Papierblattes so zwischen Daumen und Zeigefinger, dass die Fingernägel die Kanten dehnen können, werden zwei gegenüberliegende Kanten glatt bleiben und die beiden anderen Kanten wellig werden. Parallel zu den glatten Kanten verläuft die Laufrichtung des Papiers.

Nass-in-Nass-Druck

Druck mehrerer Farben in einem Durchgang, wobei die vorherig gedruckten Farben noch nicht getrocknet ist wenn die darauf folgende gedruckt wird

Nassfeste Papiere

Zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach vollständiger Durchtränkung mit Wasser noch mindestens 20 % ihrer normalen und lufttrockenen Festigkeit aufweisen sollten.

Nassfestigkeit

Für bestimmte Einsatzzwecke (z.B. Flaschenetiketten, Papiersäcke, Hygiene) ist eine höhere mechanische Festigkeit des Papiers, auch in nassem Zustand, nötig. Diese Nassfestigkeit wird durch Zusätze (z.B. Kunstharze) im Stoffbrei erzielt.

Nasspartie

Der Teil der Papiermaschine, in dem durch Entwässerung der Faserstoffaufschwemmung (z.B. 99 Teile Wasser : 1 Teil Faserstoff) und Verdichtung (Nasspressen) die "Blattbildung" bewirkt wird.

Nasspartie

Blattbildungsbereich einer Papiermaschine.

Nasspressenpartie

Der Teil der Maschine, in dem filzbespannte Walzen die endlose Papierbahn weiter verfestigen und entwässern.

Nassreissfestigkeit

Besonders wichtig für Plakat-, Etiketten-, Banknoten- oder Landkartenpapiere.

Natron(Kraft)Pack

Besonders zähes, reissfestes Packpapier aus Natronzellstoff (heute auch aus Sulfitzellstoff gefertigt).

Natron-Sulfatverfahren

Um aus dem Rohstoff (z.B. Holz, Stroh) Zellstoff zu gewinnen, wird er zu Hackschnitzeln verkleinert. Anschliessend entzieht man durch chem. Aufschluss (Kochen in einer Flüssigkeit) die "Inkrusten" Lignin, Harz, Kieselsäure, Fette usw.. Übrig bleiben die reinen Zellulosefasern. Als Kochflüssigkeit dient eine Lauge aus Ätznatron- und Natriumsulfat. Das faserschonende, ergiebige, aber durch Geruch und Abwasser umweltbelastende Natronsulfatverfahren ist in der BRD nicht zulässig. Pro Jahr werden 1,4 bis 1,5 Mio. t Zellulosefasern importiert.

Naturkarton

Durchgearbeiteter, einlagiger Karton. Im Gegensatz zu geklebtem oder gegautschtem Karton.

Naturkunstdruck

Früher gebräuchlicheres, ungestrichenes (naturbelassenes), hochsatiniertes, holzfreies Druckpapier. Mit einer auch für feinere Rasterdrucke geeigneten Oberfläche.

Naturpapier

Oberbegriff für alle aus Pflanzenfasern, also ohne synthetischen Fasern gefertigten Papiere, die weder durch Strich, noch durch Beschichtung verändert/veredelt sind.

Naturpauspapier

Durch besondere Mahlung des Zellstoffes erzeugtes, durchsichtiges Zeichen-Transparentpapier (Lichtpauspapier).

Natürliches Wasserzeichen

Echtes Wasserzeichen, das durch Stoffverdrängung oder -ansammlung durch die sog. Egoutteur-Walze bereits auf der Nasspartie entsteht.

Nebenbahn

Bei der Ausrüstung von Papierrollen (Längsteilung) anfallende Restebreite (-bahn).

Neue Bleichverfahren

Weltweit sind neue Verfahren in der Erprobung, um Lignin von der Zellulose zu trennen, Bleichen ohne Chlor zu ermöglichen, Rohstoffe bestmöglich zu nutzen und die Umwelt so gering wie möglich zu belasten. Mehrere dieser Verfahren wurden in Deutschland entwickelt, z.B. das Acetosolv- und das ASAM-Verfahren. "Alcell" und "Organocell"/"Organosolv" sind weitere Aufschlussverfahren, deren Erprobung die Hoffnung zulässt, dass in naher Zukunft eine weitere umweltschonendere Herstellung von Faserstoffen möglich ist (Stand 1993).

NIP

(Non impact printing) Berührungsloses drucken.

Non-Impact-Drucker

Drucker, die ohne Berührung arbeiten (z.B. Laserdrucker, Xerografie, Ink-Jet-Drucker). 

Normalkopierpapier

Umgangssprachliche Bezeichnung für meist holzfreies Papier (matt, mattsatiniert und satiniert je nach Gerätetyp). Geeignet für die Schrift- und Bildaufnahme im optischen Kopierverfahren. Die Anforderungen an gutes Kopierpapier (Gerätetyp, Hitze, elektrische Aufladung, Kopiergeschwindigkeit, beidseitige Kopie, Sorter usw.) verlangen "spezielle Normal"-Kopierpapiere, z.B. in klimafester Verpackung.

Normalpapier

Früher häufiger eingesetzte Papiere, vorwiegend für die Verwendung bei Behörden (Verwendungsklassen 1-8a). Ihre klar definierten Eigenschaften (Stoffklassen H 100-ZVL) sind in den DIN-Normblättern 6730 und 827 festgelegt. Normalpapiere müssen strenggenommen ein Wasserzeichen mit dem Namen des Herstellers und dem Wort "Normal" plus Verwendungsklasse haben (z.B. "Normal 4a).

Normformate

Vom Normenausschuss der Industrie (DIN) ab 1919 festgelegte Formatreihen A, B, C, D zur Vereinheitlichung von Papierabmessungen.(DIN-Format)

Normlicht

Bezeichnung für genormte Strahlungsverteilungen von künstlichen Lichtquellen. Da nur Lichtwellen remittiert werden können mit denen ein Körper bestrahlt wird, ist die Verwendung einer standardisierten Lichtart hinsichtlich Farbwertanteilen und -temperatur notwendig, um homogene Ergebnisse bei messtechnischen Auswertungen sowie visuellen Abmusterungen zu erzielen.

Notenpapier

Meist holzfreies, zähes, nicht durchscheinendes, nicht blendendes Papier. Geräuscharm (umblättern), auch nassfest (für Platzkonzerte).

Nuten

Arbeitsvorgang, bei welchem dem Werkstoff (Pappe oder Karton) durch Ausheben eines Materialspanes eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Sie dient dazu, beim Umlegen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Faltschachteln und -kartons.

Nutzen

Wenn mehrere Druckmotive auf einem Druckbogen angeordnet werden, spricht man von Nutzen. - Nutzen bezieht sich auf die Anzahl der Druckexemplare, die aus einem grösseren Bogen geschnitten werden können. Für die Feststellung des Papierbedarfs bei Druckformen, die das Druckmotiv mehrfach nebeneinander aufweisen, ist die Berechnung des Nutzens unabdingbar.

Oberfläche

Die Oberfläche von Papier ist von ganz grosser Bedeutung. Viele Leistungskriterien bestimmen die Güte und die Einsatzmöglichkeiten für jede ganz genau spezifizierte Papiersorte: Aufsicht (Filzseite, Siebseite, Zweiseitigkeit, Reinheit), Färbung (Weisse, Farbschwankungen), Glätte (maschinenglatt, ein- und beidseitig satiniert), Strich (matt, halbmatt, glänzend), Prägung, Beschichtung und auch immer die Oberflächenfestigkeit bei der Verarbeitung (z.B. Stauben, Rupfen).

Oberflächenfärbung

Noch in der Papiermaschine (Trockenpartie) aufgebrachte Farbe (durch Bürsten, Sprühen, Auftropfen), um dadurch besondere Effekte zu erzielen (z.B. Tapeten, Dekor- und Marmorpapiere).

Oberflächenleimung

Um Papiere besonders gut beschreibbar, offsetbedruckbar, radierfest, klanghart und fettdicht zu machen, wird auf die fertige (stoffgeleimte) Papierbahn in der Papiermaschine noch zusätzlich Knochen- oder Stärkeleim oberflächig aufgetragen. Dies geschieht in der Leimpresse.

Oberlänge

Teil von Kleinbuchstaben (z. B. b, d, f), welcher bei gleicher Schriftgrösse und -art im Vergleich zu anderen Kleinbuchstaben (z. B. a, c, e) hinausragt.

OCR

Optical Character Recognition. Optische Erkennung/Deutung von Buchstaben; gemeint ist das Einlesen von Text (über einen Scanner) und Verwandeln in Kodierungsformen (zum Beispiel ASCII), mit denen der Text in einem Textverarbeitungsprogramm weiterverwendet werden kann (im Gegensatz zur Behandlung einer Textseite als Bild).

OCR-Papier

Optical Charakter Recognition = Klarschrift-Belegleser-Papier.

Oelpapier

Mit ölhaltigem Paraffin oder Wachs getränktes Papier (auch mit Gewebe). Zum seefesten Verpacken von Metallteilen (heute vielfach durch Folien ersetzt).

Offene Daten

Gemeint ist die Weitergabe eines Software-eigenem Nativ-Daten-Formates. Also z.B. .doc, .xls, .indd, .cdr, .ppt usw. Aber nicht PDF

Offizin

(lat. officina = Werkstätte) Alte Bezeichnung für Druckereibetrieb.

Offset-Papier

In guter Abstimmung zwischen Drucker und Papiermacher sind in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl von Offsetpapieren und -kartons in ungestrichen und gestrichen, holzhaltig und holzfrei, matt und glänzend, maschinenglatt, satiniert und geprägt entstanden. Alle zeichnen sich hinsichtlich der Wechselwirkung zwischen Wischwasserfeuchte und strenger Druckfarbe beim Offsetdruck, durch besonders gute Oberflächenfestigkeit (Leimung) und Dimensionsstabilität sowie chem. Neutralität aus.

Offset-Papierfolie

Zur Verwendung in Klein-Offsetdruckmaschinen. Beschichtetes Papier mit autographischen Farbbändern beschriftet, das sofort als fertige Druck-"Folie" dient.

Offsetdruck

Der moderne Offsetdruck ist eine Weiterentwicklung der 1789 von Alois Senefelder erfundenen Lithographie (ebenfalls ein Flachdruckverfahren). Dabei wurden Steinplatten als Druckformen mittels Handpressung verwendet. Sowohl die Papierzuführung als auch die Abnahme nach dem Druck erfolgte per Hand. Im Laufe der Jahre wurden statt der Steinplatten biegsame Metallplatten als Druckformen benutzt. Meistens wurde von Zinkplatten gedruckt. In diesem Zusammenhang ergab sich das Problem, dass von den Zinkplatten nicht auf Blechtafeln (hart auf hart) gedruckt werden konnte. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein elastischer Gummizylinder zwischengeschaltet. Hierdurch entstand der indirekte Flachdruck, beziehungsweise der indirekte Gummidruck, der später in den Offsetmaschinen angewendet wurde. Der Offsetdruck basiert auf dem Prinzip, dass sich Fett und Wasser gegenseitig abstossen. Im Gegensatz zum Hochdruck liegen die zu druckenden und die nicht zu druckenden Bereiche annähernd auf einer Ebene. Die zu druckenden Elemente ziehen die Farbe an und stossen Wasser ab; bei den nicht zu druckenden Elementen verhält es sich umgekehrt. Die Technik eignet sich vor allem für mittlere bis grössere Auflagen bis zu einer Million.

Offsetpapier

Vollgeleimtes, maschinenglattes, nicht rupfendes und nicht stäubendes Papier.

Oktav

Ältere Bezeichnung für einen Druckbogen mit 8 Blättern = 16 Seiten.

oleophil

Oberflächeneigenschaft, welche durch ölannehmendes und somit wasserabweisendes (hydrophobes) Verhalten gekennzeichnet ist. Diesen Grenzflächeneffekt macht man sich z. B. im Offsetdruck zu Nutze.

oleophob

Oberflächeneigenschaft, welche durch ölabweisendes und somit wasserannehmendes (hydrophiles) Verhalten gekennzeichnet ist. Diesen Grenzflächeneffekt macht man sich z. B. im Offsetdruck zu Nutze.

Onionskin

Nach DIN 6730 ein hartes, radierfähiges, hadernhaltiges Dünn-(besonders Luftpost-)-Papier. Mit kleinwelliger (Onionskin = Zwiebelhaut), auch gekräuselter Struktur. Diese wird gewöhnlich in der Trockenpartie ohne Zugspannung, gegebenenfalls auch Trocknen im Heissluftstrom oder durch Einprägung einer Körnung erreicht.

Opaline-Karton

Besonders rein gearbeiteter, holzfreier, lichtechter, klangharter Feinkarton. Für hochwertige Besuchs- und Glückwunschkarten.

Opazität

Fachwort für die Undurchsichtigkeit bei Papieren, Filmen u.a. diese Eigenschaft ist vor allen für grafische Papiere wichtig, die z.B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen. Die Opazität kann dadurch erhöht werden, dass man der Papiermasse mehr > Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd zusetzt. Dadurch entsteht gleichzeitig auch eine glatte Oberfläche.

Open Type

Das Open Type Format ist ein Metaformat, welches auf Type 1 oder True Type basiert, wobei die Type 1 Variante vorzuziehen ist. Ein signifikanter Vorteil des Open Type Formates ist die Systemkompatibilität zwischen Macintosh und PC. Ein Font kann für beide Plattformen genutzt werden, Konvertierungsprobleme sind somit ausgeschlossen. Zudem bietet ein Open Type Font Platz für bis zu 65.553 Zeichen, 256 mal mehr als das auf 256 Zeichen begrenzte Type 1 Format. Dadurch ist es möglich, dass eine Datei z. B. einen vollständigen europäischen, chinesischen und kyrillischen Zeichensatz des identischen Schnittes enthält. Diese Vorteile prädestinieren Open Type als Format der Zukunft. Abzuwarten bleibt wie schnell es sich durchsetzt, denn vor allem ältere Programme unterstützen das Format teilweise nicht.

Optische Aufheller

Farblose Substanzen, zur Absorption der ultravioletten Strahlen. Durch die Zugabe solcher Substanzen wird der Weissegrad von Naturpapieren sowie von gestrichenen Papieren erhöht. Optische Aufheller können im Papier durch UV-Licht sichtbar gemacht werden. Sie sind nicht alterungsbeständig, da sie sich mit der Zeit zersetzen.

Original

"Urbild"

Original-Kunstdruck-Papier

Beidseitig gestrichenes, überwiegend holzfreies Papier/Karton mit besonders hohem Strichanteil (etwa 1/3 des Papiergewichtes). Zum Bedrucken mit feinsten Rastern (Bild- und Kunstbände).

Oxidativ trocknende Farbe

Spezialfarben für den Foliendruck und andere Bedruckstoffe, die keine Saugfähigkeit haben. Die Trocknung erfolgt ausschliesslich durch Oxidation.

PA

Der Kunststoff Polyamid dient hauptsächlich als Basis für synthetische Fasern. Er wird vorrangig in der Kleiderindustrie verarbeitet oder zur Herstellung von Seilen verwendet. Ein typisches Produktbeispiel ist das Nylon-Seil. Die Fasern sind zäh und können stark beansprucht werden. Polyamidfasern sind als Bestandteil in synthetischen Papieren enthalten. Sie steigern die Festigkeit des Papiers gegenüber natürlichen Papieren.

Packkrepp

Packpapier, dass durch Kreppung besonders dehnfähig gemacht wurde. Zum Verpacken von unregelmässig geformten Gegenständen (z.B. Maschinen).

Packpapier

Oberbegriff für eine sehr bedeutende und vielfältige Gruppe der Papiere, die zum Schutz und zur werblichen Ausstattung des Verpackungsgutes dienen. Die zahlreichen Sorten erfüllen die unterschiedlichsten Anforderungen (z.B. Reiss-, Scheuer-, Dampf-, Aromadichtigkeit). Sie sind je nach Rohstoffeinsatz eingeteilt in folgende Gruppen: AP-Packpapiere bestehen zu mehr als 50% aus regenerierten Papierstofffasern (Altpapier), der Rest aus Papierzellstoffen. ZP-Papiere bestehen überwiegend aus Frischfasern-Sulfitzellstoffen mit nur geringen Altpapierzusätzen. Kraftzellstoff-Papiere müssen mindestens 50% Frischfasern-Sulfatzellstoffe und weniger als 50% Kraftpapierabfälle enthalten.

Packseidenpapier

Dünnes Packpapier (unter25g/qm), teilweise mit besonderen Eigenschaften z.B. farbig als Flaschenseiden; knotenfrei als Zwischenlage bei Spiegeln; chlor- und säurefrei für Edelmetallverpackungen.

Pagina

(lat.) Seitenzahl

Paginieren

Die Seiten einer Druckschrift mit Seitenzahlen versehen.

Palette

a.) Mengeneinheit von ca. 500kg Papier. Der Name wurde von dem mit Gabelhubwagen unterfahrbaren Palettenbrett übernommen. b.) Ein begehrtes Informationsmagazin der igepa.

Pantone

Definierte Farbskala. Internationale Referenznummern für festliegende Farbtöne. Achtung: eine automatische Separation von Pantone zu CMYK ergibt meistens einen Farbunterschied!

Pantone Matching System

Von dem Unternehmen Pantone® entwickeltes Farbsystem, welches zu materiellen Präsentationszwecken auch als Farbfächer oder Ringbuch erhältlich ist. Es basiert auf 14 Farben, welche als Grundlage für alle Pantone-Farbmischungen dienen und enthält zum grössten Teil Sonderfarben, die im konventionellen Vierfarbdruck nicht darstellbar sind. Da das Farbempfinden jedes Farbtons in Abhängigkeit von dem Bedruckstoff steht, wird jede Pantone-Farbe nicht nur mit einer Nummer gekennzeichnet, sondern zusätzlich mit dem Anfangsbuchstaben der mit dieser Farbe bedruckten Papiersorte.

Paperback

Papier

Erzeugnis aus freigelegten Pflanzenfasern. Diese werden in einer wässrigen Suspension miteinander verfilzt und unter Zusatz von Hilfsstoffen (Füllstoffe, Farbstoffe oder Leim) zu Blattformen verarbeitet.

Papierdicke

Mit sog. Dickemessern feststellbare Bogenhöhe, die bei gleichem Flächengewicht des Papiers unterschiedlich sein kann. Formel: Papierdicke (mm) / Flächengewicht (kg) = Volumen

Papierformat

Die Papierformatbezeichnung folgt der DIN A-Reihe. Das Urformat mit dem Flächeninhalt von 1m² misst in den Seitenlängen 841 mal 1189 Millimeter. Durch Hälfteln, Vierteln, Achteln entstehen die kleineren Bogenteile: - Ein Bogen einmal gefalzt ergibt Halbbogengrösse oder Folio; - Ein Bogen zweimal gefalzt ergibt Viertelbogengrösse oder >>Quart - Ein Bogen dreimal gefalzt ergibt Achtelbogengrösse oder >>Oktav - Die einzelnen Papiere tragen neben ihren Qualitätsbezeichnungen auch Gewichtsangaben zur Papierstärke, die mit Gramm pro Quadratmeter (g/m²) - Flächengewicht - angegeben werden. Dies bedeutet, dass ein Quadratmeter eines Papiers das jeweils angegebene Grammgewicht besitzt. So wiegt bei einem 100 Gramm-Papier der Bogen in der Grösse eines Quadratmeters 100 Gramm. Die Papierstärke lässt Rückschlüsse auf die Güte des Papiers zu. - Papiergrössen werden nach DIN 476 eingeteilt in: A (Drucksachen, Briefbogen usw.), B (Schnellhefter und Ordner) C (Umschläge um A zu verschicken). Der Ursprung der DIN A-Formate ist der Quadratmeter. Das Format A0 ist aufgeteilt auf ein Rechteck im Seitenverhältnis von 1: 1,414 genau einen Quadratmeter gross. Jedes Format ist doppelt oder halb so gross wie das nächste bzw. vorherige.

Papierformate

Siehe DIN-Formate.

Papiergewicht

Siehe Flächengewicht.

Papiergewichte

a.) Flächengewicht = g/qm b.) Bogengewicht = g/Bogen c.) 1.000 Bogengewicht = kg/1.000 Bogen d.) Rollengewicht = kg per Rolle

Papiermaschine

Hintereindander geschaltet: Stoffauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind - bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten - die Standardelemente. Im Stoffauflauf wird der Faserbrei (mit bis zu 99 % Wasser aus der Aufbereitung) gleichmässig auf ein äusserst feines Endlossieb aufgebracht, das sich ständig fortbewegt und - ausser bei sehr schnellen Maschinen - auch seitlich geschüttelt wird. Hier verfilzen sich die Fasern zu einer einheitlichen, noch nassen Papierbahn («Blattbildung»). In dieser Siebpartie läuft überschüssiges Wasser durch das Sieb ab. Am Ende liegt der Wassergehalt noch bei etwa 80 %. Die Bahn ist dann bereits fest genug, um sie vom Sieb abzunehmen und mit Hilfe von Filzbändern in die anschliessenden Nasspressen zu leiten. Nach dieser weiteren Entwässerung, die den Wassergehalt auf gut 50 % reduziert, beginnt der längste Teil der Papiermaschine, die Trockenpartie. Auf bis zu 100 dampfbeheizten Trockenzylindern wird der Papierbahn der Rest der Feuchtigkeit entzogen. Daran können sich bis zum Aufrollen der Bahn auf einen Tambour noch verschiedene, nicht obligatorische Arbeitsgänge anschliessen. So kann ein Streichwerk eingeschaltet sein, in dem die Papierbahn auf halbem Wege zur endgültigen Trocknung noch gestrichen wird.

Papiermontage

früher) einfache, schnelle und kostengünstige Montage von Texten und Bildern auf Fotopapier zu einer Seite; Korrektur durch überkleben

Papiermängel

Papier ist ein Gebilde aus überwiegend organischen Fasern. Es verlangt bei Herstellung, Oberflächenveredelung, Transport, Lagerung und Verarbeitung sorgsame Behandlung. Bei der Herstellung sind Toleranzen in definierten, engen Grenzen unvermeidbar. Bei der Weiterverarbeitung ist der Schutz vor ungünstigen Witterungseinflüssen zu beachten.

Papierprüfung

Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach genau definierten und nachvollziehbaren Methoden auf speziellen Prüfgeräten zu überprüfen.

Papierrohstoff

In erster Linie Holz (aus Durchforstung und schnellwüchsiger Nachzucht), immer umfangreicher auch Altpapier (Recycling). Daneben Stroh und Textilabfälle.

Papierveredelung

Das etwas porige Naturpapier kann zur Verbesserung der Oberfläche ein- und beidseitig in einer Reihe von unterschiedlichen Verfahren "beschichtet" werden. Mit einem Strich (z.B. China-Clay oder Kunststoff, Farbpigmente plus Bindemittel wie z.B. Stärke), der bis zu 30% des fertigen Papiergewichtes ausmacht.

Papiervolumen

Das Papiervolumen zeigt das Verhältnis der Papierdicke zu seinem Gewicht. Bei normal gearbeiteten Papieren mit normaler Glätte spricht man von einem einfachen Volumen oder 1/1 Volumen. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier umso griffiger, je voluminöser es ist. Z.B. bei einem Gewicht von 100g/m2 1-faches Volumen = 0,100 mm Dicke. 1,25-faches Volumen = 0,125 mm Dicke. 1,5-faches Volumen = 0,150 mm Dicke. 1,75-faches Volumen = 0,175 mm Dicke. 2-faches Volumen = 0,200 mm Dicke. 2,2-faches Volumen = 0,220 mm Dicke.

Papierwahl

Ein weiterer Faktor ist die Wahl des Papiers, dessen spezifischen Eigenschaften, wie zum Beispiel Haptik und Glanz, und dessen Gewicht. Bei Briefbögen noch unerheblich, bei hundertseitigen Katalogen dafür um so signifikanter für die Transportkosten.

Papierweiss-Simulation

Begriff aus dem Bereich des Color Management. Da verschiedene Papiersorten verschieden helle Weisspunkte besitzen, dient bei einer farbmetrischen Erfassung einer Vorlage die Papierweiss-Simulation dazu, die Farbe des Vorlagenpapiers ebenfalls zu messen und anschliessend zu simulieren.

Pappe

(von mittellat. pappa, [Kinder-]Brei) In verschiedenen Gegenden nennt man Kleister (das ist urspr. Mehlbrei) Papp, und Pappe kann u.a. aus zusammengekleistertem Papier entstehen. Für Pappen werden meist Fasern von geringerer Reinheit verwendet. Es gibt Hand- und Maschinenpappen, wobei man zwischen Weich- und Hartpappen unterscheidet. Zu Letzteren zählt die Buchbinderpappe oder Graupappe, die aus Altpapier hergestellt wird. Beim Kaschieren, dem einseitigen Bekleben, darf sie sich nicht wölben, sie muss aber auch eine gute Klebefähigkeit aufweisen. Je nach Verwendungszweck und Materialzusammenhang spricht man u. a. von Bierdeckelpappe, Dachpappe, Buchrückenpappe oder Wellpappe.

Papyrolin

Werkstoff, der früher für Ausweise, zeitbeständige Dokumente, Versandtaschen und z.B. Schulwandtafeln verwendet wurde. Aus ein- oder beidseitig kaschiertem Gewebe. Heute durch Kunststoffpapiere weitgehend ersetzt.

Papyrus

Sumpfpflanze (Cyperus papyrus) aus der die alten Ägypter (bereits 3.500 v. Chr.) einen Beschreibstoff und damit den Vorläufer unseres Papiers herstellten. Sie schnitten das Mark der Pflanzen in Streifen, legten sie kreuzweise übereinander, pressten und hämmerten, glätteten und trockneten sie.

Paraffinpapier

Imprägniertes (orangefarbiges) Packpapier (Ölpapier), satiniert oder einseitig glatt. Für den verstärkten Feuchtigkeitsschutz.

Parallelfalz

Falzart, bei welcher alle Falze parallel zueinander gesetzt werden. Hierzu gehören Fensterfalz, Parallelmittenfalz, Wickelfalz und Zickzackfalz.

Parallelmittenfalz (auch V-Falz)

Falzart, bei welcher der Bogen in gleich bleibender Falzrichtung immer mittig gefalzt wird.

Passer

Beim Mehrfarbendruck der genaue Über- oder Nebeneinanderdruck der einzelnen Farben.

Passerhaltigkeit

Papier reagiert auf Klimaschwankungen durch Dehnung oder Schrumpfung. Um es möglichst passerhaltig zu machen, wird es mit einer weitgehend konstanten Feuchte (ca. 45-55% rel. Feuchte bei 23°Celsius) gefertigt. Hierauf können sich auch die Papierverarbeiter einstellen.

Passkreuze

Feine Fadenkreuze o.ä. auf Farbauszügen und Druckplatten zum Einpassen bei der Montage und beim Einrichten der Druckplatten (genaues Einpassen "nach Bild"!) und zur laufenden Passerkontrolle im Fortdruck. Bei Verwendeung eines Registersystems werden Filme oder Druckplatten mit einer Passkreuzlochstanze (Registerstanze) gelocht, sie können exakt montiert und ebenso in der Druckmaschine eingerichtet werden.

Pauspapier

Sammelbegriff für durchscheinende Zeichen- und Schreibpapiere (Transparentpapier, Lichtpauspapier, Entwurfszeichenpapier).

PC-Weihnachtsbriefpapier

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PDF (.pdf)

Die Firma Adobe brachte 1993 das Portable Document Format auf den Markt, ein Datenformat, das ein verbindliches Seitenlayout anzeigt, unabhängig von Betriebssystem und Programm, auf dem es erstellt oder geöffnet wird. Ursprünglich für das ?Papierlose Büro? konzipiert, erfreut sich das PDF durch das Internet einer wachsenden Beliebtheit. - Ausgangspunkt für die PDF Erstellung ist immer ein gewöhnliches Layout- oder Textdokument mit entsprechendem Inhalt. Ähnlich wie beim Druckvorgang erzeugt der Computer zunächst eine PS-Datei. Aus den PostScript Informationen wird nun die PDF-Datei geschrieben, die PostScript Befehle zum Seitenaufbau werden grafisch angezeigt. Das PDF ist also sozusagen ein virtueller Ausdruck, der über den Bildschirm ausgegeben wird. PDFs sind mit den richtigen Werkzeugen nachträglich zu editieren. Korrekturen können jedoch nur mit professionellen Programmen vorgenommen werden. Dies hat zwar den Nachteil, dass PDFs relativ statische Dokumente sind, anders ist ein plattformunabhängiger Austausch jedoch nicht zu gewährleis-ten. Handbücher für Software, eBooks oder Formulare auf den Internetseiten der öffentlichen Behörden liegen heute in der Regel als PDF-Dokumente vor. - Für den Umgang mit PDFs stellt Adobe die Programme der Acrobat Gruppe zur Verfügung. Mit dem Reader lassen sich PDFs öffnen, auf dem Bildschirm darstellen und ausdrucken. Im Gegensatz zu den anderen Acrobat-Programmen ist er kostenlos erhältlich, Download unter www.adobe.de. Zum Erstellen von PDFs sollten professionelle Programme wie der Acrobat Distiller inklusive der Adobe PDF-Library verwendet werden. Alternativ können auch übliche DTP-Programme verwendet werden, allerdings sind die Optionen zur PDF-Erstellung gegebenenfalls eingeschränkt. Um PDFs nachträglich zu editieren, eignen sich autorisierte Plug-Ins für Adobe Acrobat, zum Beispiel Enfocus Pit Stop.

PDF Settings

Im Einstellungsmenü des Acrobat Distillers können verschiedene Regeln für die Erstellung eines PDFs ausgewählt werden. Damit man diese Regeln nicht jedesmal neu auswählen muss, können Sie Ihre individuellen Einstellungen als so genannte PDF-Settings oder Job Options speichern. Die Anwendung dieser Settings ist jedoch nicht nur auf den Acrobat Distiller begrenzt. Sie können auch für Layoutprogramme genutzt werden, so dass global definierte Settings eine Menge Arbeit ersparen.

PDF-Prüfung und Preflight Check

Der Preflight Check ist eine Programmfunktion, die ein PDF-Dokument auf die Erfüllung bestimmter Kriterien überprüft. Für den Vorstufen Workflow ist ein Preflight Check unerlässlich, da die Kosten für die Fehlerbehebung in der Print-Produktionskette proportional zum Zeitpunkt der Beseitigung steigen. Wird ein Fehler also erst nach dem Druckvorgang entdeckt, so muss das Dokument geändert, Platten neu belichtet und der Druck wiederholt werden.

PE

Polyethylen wird hauptsächlich für die Herstellung von Folien verwendet. Es ist ein sehr zähes Material mit hoher Reissdehnung und besitzt im ungefärbten Zustand ein trübes, milchiges Aussehen. PE dient als Kunststoff für Schrumpffolien, Müllsäcke oder Absperrbändern, die aufgrund der geringen Qualitätsanforderungen meist im Flexo-Verfahren bedruckt werden. Aus PE werden aber auch Kunststoffbehälter für Reinigungsmittel etc. hergestellt. Diese werden jedoch selten selbst bedruckt, sondern in der Regel mit Klebetiketten versehen.

Perforation

------------------ Stanzung in Papier oder Karton zum Abtrennen eines Blattes oder Blatteils.

perforieren

Loch- oder Schlitzstanzung in Papier oder Karton zum Abtrennen eines Blattes oder eines Blatteiles. Herzustellen in Perforiermaschien, in Endlosdruckmaschinen oder in Buchdruckmaschinen (seltener auch in Offsetdruckmaschinen).

Pergament

Ungegerbte, enthaarte, mit Kalk gebeizte Tierhaut. Eines der ältesten bekannten Materialien zum Beschreiben/Zeichnen.

Pergamentersatz

Durch schmierige Mahlung fettdicht (aber nicht wasserfest) gemachtes Papier. Für Verpackungszwecke auch kaschiert.

Pergamentpapier

Wird durch ein Schwefelsäurebad kochfest, fett- und wasserabstossend gemacht. Zum Verpacken von Fettprodukten, aber auch als Lampenschirm-Pergament bekannt.

Pergamin

Scharf satiniertes, transparentes Papier. Für Fensterbriefhüllen, Süsswaren, Drachenpapier u.a.. Oftmals auch geprägt (z.B. Zwischenlagen in Fotoalben).

Periodika

Wiederkehrende Drucksachen.

Perspektive

Es gibt natürliche Perspektiven und Fotografen Perspektiven. Die natürliche ist der Augenhöhe und Blickrichtung des Menschen nachempfunden. So, wie man eine Szene oder einen Gegenstand auch normal sehen würde. Das ist für sehr schnelles Erkennen und Wiedererkennen oder komplexe Sujets von Vorteil, weil sich das Auge darin schnell zurechtfindet. - Das Foto hat also dienenden Charakter. Und das Gegenteil ist die Spannung, die in der ungewohnten oder aussergewöhnlichen Perspektive liegt. Hochhäuser sieht der Mensch meist von unten nach oben. Sie von oben nach unten zu betrachten ist eben ?Vogelperspektive? und daher aussergewöhnlich. - Gleiches gilt für Sachgegenstände. Werden diese in aussergewöhnlicher Perspektive gezeigt, entwickelt sich eine eigene Ästhetik, das Foto wird zur Botschaft. Hier also unterscheidet sich, ob die Fotografie nur ?beweist?, was Texte und Inhalte mit Worten beschreiben, oder ob sie zu neuen, assoziativen Gedanken führen soll. Dass Perspektiven nicht zu Verzerrungen von Linien, Bögen oder unnatürlichen ?optischen Verrenkungen? führen, dafür sorgen die professionellen Fotografen.

PETP

PETP ist auch unter dem Trivialnamen Polyester bekannt. Das gängigste Alltagsprodukt sind die PET-Plastik-Flaschen. Darüber hinaus dient es als Trägermaterial für Filme und für die Folienherstellung.

Pfad

Bei Vektorgrafiken spricht man von Pfaden, welche den Weg zwischen zwei Punkten beschreibt. Im Allgemeinen gibt ein Pfad den Weg zu einer Datei an, damit ist der Weg durch die Verzeichnisstruktur gemeint.

pH-Wert

Messwert für die Stärke der sauren oder alkalischen Reaktion in wässeriger Lösung. Er ist auch für den Papiermacher und -verarbeiter von Bedeutung. Der pH-Wert gibt die in einer Flüssigkeit enthaltenen Wasserstoff-Ionen-Menge an. Für den Verarbeiter soll der günstigste Wert auf der 14teiligen Skala zwischen 5 und 7 liegen, also im leicht sauren Bereich (destilliertes Wasser = neutral = pH-Wert 7).

Phloroglucin

In Ethanol und Salzsäure gelöste flüssige Reagenz, die das Lignin im holzhaltigen Papier rot färbt. Dadurch wird der Holzschliffanteil erkennbar.

Photo CD

CD, auf der Bilddaten in fünf verschiedenen Auflösungen pro Bild in einem von Kodak entwickelten Bildformat gespeichert sind.

Pigment

Organisches oder anorganisches Teilchen, welches als Farbmittel zur Farbgebung von Farben und Lacken jeglicher Art dient und im Gegensatz zu Farbstoffen in diesen unlöslich ist.

Pigmentiertes Papier

Papiere, die durch Pigmentauftrag in der Papiermaschine (Leimpresse) eine gleichmässige Oberfläche erhalten haben.

Piktogramm

international verständliches Bildzeichen

Pixel

Kleinster Bildpunkt eines digitalen Bildes (nicht Rasterpunkt). Enthält Informationen zu Farbe und Helligkeit. Je mehr Pixel ein digitales Bild hat, desto höher die Auflösung desto besser die Qualität. Gemessen in Inch (1 Inch = 2,54 cm).

Pixel-Grafik

Die Pixelgrafik wird auch Rastergrafik genannt. Sie ist eine Form, ein Bild in computerlesbaren Daten zu beschreiben. Im Gegensatz zur Vektorgrafik besteht die Rastergrafik aus sogenannten Bildpunkten (Pixeln), denen jeweils nur eine Farbe zugeordnet ist. Die Hauptmerkmale liegen hier auf der Bildgrösse und der Farbtiefe.

Plagiat

Geistiger Diebstahl eines literarischen, bildnerischen oder musikalischen Werkes.

Plakatpapier

Naturpapier mit besonderen Eigenschaften betreffend Bedruckbarkeit. Zudem erfüllt es spezielle technologische Voraussetzungen für das Einweichen vor der Plakatierung, für das Kleben und für die Witterungsbeständigkeit. Teilweise mit eingefärbter oder bedruckter Rückseite gegen das Durchscheinen der darunterklebenden Plakate.

Planbogen, Planobogen

Flachliegender, ungefalzter Bogen

Planschneider

Schneidemaschine für grosse Papierformate.

Plastik-Effekt-Bindung

Ähnlich der Wire-O-Bindung wird hier ein Plastikkamm zur Bindung genutzt. Dies hat neben der optisch unterschiedlichen Wirkung den Vorteil, dass man die Bindung im Bedarfsfall öffnen kann um etwas hinzuzufügen. Ausserdem kann der Plastikrücken mit Logo oder ähnlichem bedruckt werden.

Plattenkorrektur

Änderungen an fertigen Druckplatten

Plotter

Der Plotter oder Kurvenschreiber ist Ausgabegerät für technische Zeichnungen, Vektorgrafiken oder Funktionsgrafiken, die auf unterschiedlichen Materialien erstellt werden. Der Plotter kann Vektorgrafiken direkt wiedergeben, ohne dafür eine Rastergrafik zu erstellen. Heute werden die Grossformatdrucker auch als Plotter bezeichnet, die sowohl als Schwarz-Weiss-Drucker oder Farbdrucker arbeiten können.

PNG (.png)

Das Portable Network Graphics Format ist neben GIF und JPEG das dritte wichtige Datenformat für die Darstellung von Pixelbildern im Internet. Die Datenkompression des PNG ist dem GIF bei gleicher Qualität überlegen und nicht wie beim JPEG verlustbehaftet. Animationen können mit dem PNG jedoch nicht erstellt werden.

PoD

Print on Demand ? "Drucken auf Nachfrage", sodass Drucksachen erst bei Bedarf und nicht auf Vorrat gedruckt werden. Digitale Druckverfahren, bei denen nach jedem Druckvorgang ein neues Druckbild auf der Druckform erzeugt wird, ermöglichen eine Wirtschaftlichkeit dieses Konzeptes. Eine Auflage "eins" ist somit ohne Weiteres möglich.

Polygraf

Beruf in der grafischen Industrie. Der Fachmann/die Fachfrau für Typografie und Bilder.

Positiv

farb- und tonwertrichtige Wiedergabe eines Originals

Positiv-Kopierverfahren

Kopierverfahren, bei dem von einem positiven Film eine positive Druckplatte hergestellt wird; auf Film geschwärzte Stellen nehmen auf der Druckplatte Farbe an

Postconsumer-Waste

Unbedruckte Papierabfälle.

Postkartenkarton

Satinierter Karton mit einem von der Bundespost vorgeschriebenen Mindestgewicht von 150g/qm (selbstklebende Postkarten mit Anschriftenklappe 140g/qm). Ausnahmen bei höherem Volumen möglich.

PostScript (.ps)

Das von Adobe entwickelte Format PostScript ist Seitenbeschreibungs- und Programmiersprache zugleich. Wird ein Dokument ausgedruckt, so wird es zunächst in eine PostScript Datei umgewandelt. Sie enthält Befehle zum Seitenaufbau des Dokuments und beschreibt, welche Schriften verwendet werden und an welcher Stelle die Grafiken platziert sind etc. Nach erfolgtem Druckvorgang wird die PostScript-Datei automatisch gelöscht. Falls sie weiterverwendet werden soll, kann im Menü Druckeinstellungen die Option ?Ausgabe als Datei? gewählt werden. Der Seitenaufbau lässt sich in PostScript auch manuell programmieren. Da die Umwandlung von der Layout- zur PostScript Datei jedoch automatisch erfolgt, ist dieser Schritt eher unüblich. - Mittlerweile hat PDF das PostScript Format im öffentlichen Datenverkehr fast vollständig ersetzt. PostScript Dateien werden nur noch im Hintergrund erzeugt und verarbeitet, der Standardbenutzer eines Rechners kommt mit ihnen nicht in Kontakt.

PostScript Type 1

PostScript Type 1 (Type 1) ist ein von Adobe entwickeltes, systemabhängiges, Schriftformat. So enthält der Mac Font jeweils zwei Dateien, eine für die Bildschirm-, eine für die Druckausgabe. Bei Windows basierten Rechnern wird der Druckfont auf dem Bildschirm angezeigt.

PP

Aus Polypropylen werden neben Folien auch Trinkhalme und Plastikgeschirr hergestellt. Bekannt sind auch die PP-Umreifungsbänder für Verpackungen.

PPD

PostScript Printer Description ? Datei, welche Daten (z. B. PostScript-Sprachlevel, verfügbare Schriften, Anzahl der Papierfächer) zum angesteuerten Drucker enthält.

ppi

Pixel per Inch; Mass für die Auflösung gescannter Bilder.

Ppi

Bei Bilddaten, die aus einem Scan oder einer digitalen Kamera entstehen, handelt es sich um Pixel pro Zoll (ppi: pixel per inch). Der Unterschied zwischen Pixeln und Dots besteht darin, dass Pixel in Bilddateien nicht darstellbar/sichtbar sind, sondern nur durch Zahlenwerte (Helligkeit, Farbe) definiert werden. Dots hingegen können sowohl in der Eingabeseite (Scanner) als auch auf der Ausgabeseite (Monitor, Drucker) über ihre Grösse definiert werden. Wobei der Dot bei einem Scanner unterschiedliche Helligkeiten analog erfasst und dann im A/D Wandler in digitale Werte (in Pixel) umwandelt. Bei vielen Druckverfahren hingegen kann ein Dot entweder schwarz oder weiss sein. Halbtöne können nur durch ein Halbtonverfahren simuliert werden.

Preconsumer-Waste

Altpapier, bedruckt oder gefärbt.

Preflight Check

Datenfehler-Kontrolle

Preprints

In der Druckerei vorbedruckte Papiere (z.B. mit Firmenlogo). Der Endbenutzer bedruckt dann den Rest des Papiers selber (z.B. Firmenkorrespondenz).

Press-Span

Besonders zäher und dichtgearbeiteter Karton/Pappe mit geringsten Dicketoleranzen. Einsatzbereiche: Isolation in Elektromotoren; Unterlagen für Prägungen; Leitkarten in Karteien.

Pressenpartie

Papiermaschinenaggregat, das sich an die Siebpartie anschliesst. Durch Press- und Saugwalzen sowie endlose Filze entwässert und verdichtet es die Papierbahn.

Presseur

Gegendruckzylinder in Tiefdruckmaschinen. Der Presseur besteht aus einem rotierenden Mantel, welcher mit einem speziellen Elastomer von hoher Härte überzogen ist, und einem feststehenden stabilen Stahlkern. Um den Farbübergang auf den zwischen Formzylinder und Presseur transportierten Werkstoff zu optimieren, kann der Presseur elektrostatisch aufgeladen werden.

Primärfarben

Die Ausgangsfarben einer bestimmten Farbmischung werden als Primärfarben bezeichnet. Bei der additiven Mischung bestehen die Primärfarben aus Rot, Grün und Blau. Bei den subtraktiven Farbmischungen sind die Primärfarben Cyan, Gelb und Magenta. Eine Farbe aus zwei Primärfarben heisst Sekundärfarbe. Primärfarben können nicht wie andere Farbtöne angemischt werden.

Primärfaser

Frischfasern aus pflanzlichen Rohstoffen zur Herstellung von Neupapier. Sie werden mechanisch (Holzschliff) oder durch chem. Aufbereitung (Zellstoff) gewonnen.

Primärfaserpapiere

Papiere, bei denen keine Recyclingfasern eingesetzt werden bzw. bei denen die Faser das erste Mal zur Herstellung von Papier verwendet wird.

Print

Kopie, Ausdruck, mittels Printer bedrucktes Blatt.

Printing on Demand

"Sofortdruck auf Abruf". Revolutionäre Neuerung im Druckbereich. In kürzester Zeit können durch Digitaldruck (siehe dort) Publikationen auf Abruf erstellt werden. Aufwendige Lagerhaltung entfällt - möglich werden günstige Kleinauflagen und Lieferungen direkt nach eingegangener Bestellung.

Programmpapier

Eine kleine Spezialität unter den Dickdruckpapieren. Besonders weich gearbeitet und als geräuschloses Programmpapier für Konzertprogramme gedacht.

Proof

farbverbindliche Vorabausgabe der zu druckenden Seite für Freigabe durch den Auftraggeber Digitalproof: direkt aus dem Datenbestand mittels eines Proofdruckers Softproof: Bilddatei aus dem Datenbestand erzeugt, zur Übertragung über Internet früher) Analogproof: von Farbauszugsfilmen mittels Proofgerät

Proportionalschrift

Schrift, bei der die Buchstaben unterschiedlich breit sind

Prozessfarben

Druckfarbenskala für 4-Farbdruck mit Cyan, Gelb (Yellow), Magenta und Schwarz (Key); bei Mischung drucktechnische Wiedergabe aller Farben möglich

Prägen (Blindprägen)

Unter Prägen versteht man eine Veredelungsart, bei der mit einem Prägestempel z. B. ein Logo als Relief in einen Bedruckstoff gepresst wird. Es sind auch mehrstufige Prägungen ? das heisst mit unterschiedlichen Prägetiefen ? möglich. Dabei hängt die optische Wirkung der Prägung auch stark vom Material ab. Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die Prägung sich auf der Rückseite als negativ abzeichnet und die Herstellung einer Prägeform mit Unkosten verbunden ist. Die Form kann aber immer wieder verwendet werden.

PS

Polystyrol ist auch unter dem Produkt-synonym Styropor bekannt. Je nach Verarbeitung bekommt es eine feste oder geschäumte Form, es kann aber auch als Folie verwendet werden. Aus festem Polystyrol werden z.B. Joghurtbecher oder Blisterverpackungen hergestellt. Geschäumtes Polystyrol wird aufgrund seiner guten wärmeisolierenden Eigenschaft oft zur Herstellung von Fast-Foodverpackungen verwendet. Polystyrol sind transparent.

Pulp

Mischung aus Zellulosefaser und Wasser. Auch als Papierbrei bezeichnet.

Pulp

Englische Bezeichnung für den aufbereiteten, produktionsfähigen Faserstoff.

Pulper

Im Pulper (Stoffauflöser) werden Zellstoff, Holzschliff oder Altpapier der Papierindustrie so stark aufgelöst und mit Wasser vermischt, dass sie pumpfähig und der Verarbeitung zugeführt werden können.

Punkt

Typografisches Mass. Heute übliche Umrechnung: 1 Punkt (p) = 0,375 mm. (frühere Umrechnung: 1 m = 2660 p; 1 p = 0,376 mm).

Punktzuwachs oder Rasterpunktverbreiterung

Als Punktzuwachs bezeichnet man die Abweichung zwischen Rastertonwert im Film und Rastertonwert im Druck.

Punze

Nichtdruckender Buchstabeninnenraum. Man unterscheidet zwischen geschlossenen (z. B. a, b, d) und offenen (z. B. h, m, n) Punzen.

PUR-Klebebindung

Klebeverfahren für Broschüren und Buchblöcke mittels PUR-Leim (PUR = Polyurethan)

PUR-Leim (Polyurethan)

Polyurethan ist ein Kunststoff, aus dem unter anderem Fussbälle und Bowlingkugeln hergestellt werden. Seit 1988 wird PUR auch in der Druckindustrie verwendet. PUR-Leim ist ein so genannter reaktiver Hotmelt, das heisst die Festigkeit wird durch die Reaktion mit der Luftfeuchtigkeit erreicht. Das Aufschlagverhalten ist gut. Neben der hohen Alters- und Temperaturbeständigkeit zeichnet den PUR-Leim vor allem seine Fähigkeit aus, auch gestrichene, problematische Papiere gut zu kleben. Sehr gute Haltbarkeit.

Purpurgerade

Linie, welche im CIE-Normfarbsystem die zwei äusseren Punkte des Spektralfarbenzuges miteinander verbindet und die maximal gesättigten Mischfarben derer abbildet. Diese Farbvalenzen sind für einen normalsichtigen Menschen wahrnehmbar, gehören jedoch nicht zur Menge der Spektralfarben.

PVC

Polyvinylchlorid ist ungefärbt ein glasklares und sehr stabiles Material das auch unter der Kurzform Vinyl bekannt ist. Grundsätzlich wird zwischen Hart- und Weich-PVC unterschieden. Aus Hart-PVC werden robuste Kunststoffplatten für Schilder mit geringem Gewicht hergestellt. Aus Weich-PVC können Duschvorhänge gefertigt werden. Bekannt ist PVC auch als Fussbodenbelag in Linoleum-Böden.

PVC Selbstklebefolien

Bei happyprint kannst Du PVC Selbstklebefolien für Innen- und kurzfristige Aussenanwendungen auf flachen Untergründen bestellen. Die PVC Selbstklebefolie besitzt einen permanenten, druckempfindlichen, dispersion-basierten Acrylkleber mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen UV-Licht.

 

Ausserdem bedrucken wir PVC Selbstklebefolien für langfristige Innen- und Aussenanwendungen sowie Fahrzeugbeschriftungen auf flachen Untergründen. Diese PVC Selbstklebefolie besitzt einen permanenten, druckempfindlicheb, grauen, lösemittelbasierten Acrylkleber mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen UV-Licht und chemische Produkte.

 

Quadratmetergewicht

(g/qm). Papiergewicht in Gramm, auf die Fläche eines Quadratmeters bezogen. Es lässt Papier unterschiedlicher Grösse miteinander vergleichen. Das g/qm ist aus Bogengewicht und Bogenfläche zu errechnen: (Bg-Gewicht x 10.000) / Bg-Fläche (qcm) = g/qm Es kann aber auch sehr einfach auf speziellen Papierwaagen ermittelt werden.

QuarkXpress

Das Standard DTP-Programm für den Macintosh Computer.

Quart

Veralterte Bezeichnung für einen Falzbogen mit 4 Blättern = 8 Seiten.

Querfalz

Falz, welcher quer zur Förderrichtung des Papiers gesetzt wird. Anwendung beispielsweise in Klappenfalz-, Schwertfalz-, Taschenfalzwerken.

Querformat

Form eines Blattes mit langer Breite (zuerst genannt) und kurzer Höhe (zuletzt genannt). Z.B. 42 x 29,7 cm = DIN A3 Querformat.

Querschneiden

Papier wird in der Regel "endlos" produziert und auf einem "Tambour" aufgerollt. Rotierende Messer schneiden diese Rolle in mehreren (je nach Quadratmetergewicht und Papierqualitäten) Bahnen gleichzeitig auf die gewünschte Bogenbreite "quer".

Quetschfalten

können bereits beim Aufrollen oder Kalandrieren des Papiers entstehen, aber auch in der Druck- oder Falzmaschine. Sie führen in der Regel zu einer Qualitätsbeeinträchtigung, wenn Papier mit Quetschfalten nicht rechtzeitig aussortiert wird.

Radierfestigkeit

Vorwiegend bei Schreib- und Zeichenpapieren erforderliche Papiereigenschaft. Sie wird durch Zusatz von Harzen und Leimen in die Papierstoffmasse erzielt.

Radierung

Eine im 16. Jahrhundert bekannt gewordene Tiefdrucktechnik. In eine ätzfeste Schicht (säurefestes Harz) mit der eine Kupferplatte beschichtet ist, wird mit einer feinen Nadel eine Zeichnung eingeritzt.

Rahmen

Rahmen grenzen, mehr noch als Linien, Elemente ab und eignen sich z. B. gut für die Eingliederung von Illustrationen und Fotos in den Text. Die Linienstärke des Rahmens liegt ebenfalls bei etwa 0,5 pt. Für unauffällige Rahmenhintergründe eignen sich homogene Rasterflächen mit etwa 10?20 % Rasterung. Hintergrundmuster hingegen lassen das Bild unruhig erscheinen.

Rakelstreichmaschine

Für die Herstellung von gestrichenen Papieren. Die Streichfarbe wird zuerst im Überschuss auf die Papierbahn übertragen und anschliessend mit einer flexiblen Stahlklinge (Rakel) gleichmässig dosiert und egalisiert.

Rakelstrich

Veredelung der Papieroberfläche durch Streichmasse, wobei ein Rakelmesser die Strichmenge dosiert und egalisiert.

randabfallend

Angeschnittene Bilder oder Flächen.

Randwelligkeit

Entsteht bei Papier und Karton, wenn im Raum eine höhere Feuchte ist als im Papier-/Kartonstapel. Die Aussenseiten des Stapels nehmen aus der Raumluft Feuchtigkeit auf, das Papier wird an den Kanten länger, in der Mitte bleibt es jedoch unverändert.

Raster

Um beim Druck von Abbildungen auch Halbtöne wiedergeben zu können, muss die Vorlage in regelmässig geordnete Punkte, Linien oder Flächen umgesetzt werden. Dies geschieht mit Hilfe einer Reprokamera oder elektronisch im Scanner. Die Anzahl der Rasterlinien auf einem cm wird Rasterweite genannt. Die unterschiedlich grossen Bildpunkte lassen nach dem Druck durch das Zusammenwirken mit dem Papierweiss dem Betrachter das Bild von Tonwerten der Vorlage erscheinen. Neue Rastertechniken (CristalRaster/Diamond Screening/Mezzodot) ermöglichen bei wesentlich mehr und teilweise gleich grossen Bildpunkten fotografische Kornstrukturen.

Raster Image Processor (RIP)

Rechner + Software empfängt Daten einer am Computer gestalteten Seite und "übersetzt" diese Daten in ein Rasternetz von Punkten die auf dem Belichter ausgegeben werden

Rasterdichte oder integrale Dichte

an Rastermessfeldern gemessene Dichte (D) als Verhältnis von Farbstärke, Weissraum und gedeckten Raum.

Rasterfrequenz

Auch Rasterweite oder Rasterfeinheit. Mass für die Anzahl von Rasterpunkten pro Längeneinheit, welche in "Linien pro cm" (L/cm) oder "lines per inch" (lpi) angegeben wird. Je höher die Zahl der Rasterfrequenz, umso feiner ist das Raster. Im Druck kann sie jedoch nicht beliebig gewählt werden und ist z. B. von den Oberflächeneigenschaften des eingesetzten Bedruckstoffes abhängig.

Rasterfrequenz

Anzahl der Rasterlinien pro cm oder pro inch bei amplitudenmodulierter (autotypischer) Rasterung

Rasterpunkt/Raster

Da der Drucker keine Graustufen, sondern nur Schwarz oder Weiss drucken kann, müssen Helligkeiten im Druck durch eine Matrix von Punkten erzeugt werden, die bei normalen Betrachtungsabstand zu einem Bild verschmelzen. Auch im Offsetdruck können keine echten Halbtöne erzeugt, sondern nur über das Raster simuliert werden. - Raster sind Glasplatten oder Folien mit regelmässig angeordneten Linien, die dazu dienen, die Tonwerte einer Vorlage in einzelne Elemente, in kleine Punkte zu zerlegen - in Rasterpunkte. Die flächigen Farbbereiche des Originals werden über ein fotografisches Verfahren in kleine Punkte zerlegt, die dann drucken. Nach der geometrischen Form der Elemente als Raster unterscheidet man u.a. Kreuzraster, Linienraster und Kornraster. Je nach Anzahl der Rasterlinien pro Zentimeter teilt man in grobe und feine Raster ein. Letztere benötigen entsprechend glattes Kunstdruckpapier beim Drucken. - Rasterpunkte und Druckqualität: Die Anzahl der Rasterpunkte pro Zentimeter bestimmt die Druckqualität eines Produkts. Bei einer Zeitung werden z. B. viel weniger Punkte pro Zentimeter gedruckt (etwa 30 Punkte pro cm) als in einem Buch (etwa 60 Punkte pro cm). Die Rasterweite wird in Linien pro Zentimeter (lpc) angegeben wird.

Rasterpunktverbreiterung

siehe Punktzuwachs

Rasterweite

Anzahl der Rasterlinien pro cm oder pro inch

Rasterwinkelung

Anordnung der beim Zusammendruck verwendeten periodischen Raster zueinander, zur Vermeidung von Moiré. Üblicherweise verwendet man Winkel von 0°, 15°, 45° (bzw. 135°) und 75°. Auf 0° liegt grundsätzlich die optisch hellste Farbe Gelb, auf 135° soll die auffälligste Farbe gerastert werden, welche in den meisten Fällen Schwarz ist. Die verbleibenden Winkel 15° bzw. 75° werden mit Cyan und Magenta belegt.

Raumklima

Physikalischer Zustand der Luft in Lager- und Verarbeitungsräumen. Die Wasserdampfmenge hängt von der Lufttemperatur ab. Zur optimalen Verarbeitung von Papier ist ein ausgewogenes Klima (20°-22°C und 50-55% rel. Luftfeuchtigkeit) wünschenswert.

Rausatz

Der Rausatz ist eine Verbindung aus Block- und Flattersatz. Der Satz des Textes erfolgt nach dem Prinzip des Blocksatzes, am Ende der Zeile erfolgt ein Leerraumausgleich.

Rautiertes Papier

Schreibpapier, auf dem Längs- und Querlinien so aufgebracht sind, dass sich hochstehende Rechtecke (Rauten) ergeben.

Reagenzpapier

Gruppe saugfähiger Papiere, die mit bestimmten Chemikalien imprägniert sind. In Kontakt mit den zu prüfenden Flüssigkeiten, Gasen oder Dämpfen werden durch Farbreaktion Rückschlüsse auf chemisch/physikalische Zustände ermöglicht.

Reaktionspapier

Oberflächig oder im Stoff präpariertes Papier für das Durchschreiben ohne Kohlepapier.

Recycling

Die Wiederverwertung bereits gebrauchter Materialien sowie ein wesentlicher Bestandteil des Umweltschutzes und der Rohstoffökonomie. Der Grundgedanke des Recyclings (abgeleitet vom griechischem Wort «Cyclos» = Kreis) wird von der Papierindustrie seit jeher systematisch ausgebaut.

Recyclingkarton

Ein ungestrichener, oberflächengeleimter Karton mit bis zu 100% Altpapieranteil. Mittlerweile mit relativ hoher Weisse zu produzieren. Eingesetzt für Werbung und Umschlagkartons für Recyclingpapier-Broschüren. In geleimter Version weiss und farbig als Kartei- und Bürokarton.

Recyclingpapier

Papier, die aus bedruckten Altpapieren und/oder unbedruckten Papierresten hergestellt werden. Diese Wiederaufbereitung ist ca. 5 mal möglich. Um sie als Druckpapiere nutzen zu können, wird mit Hilfe von Laugen und Druckluft (Flotation) die Druckfarbe des Altpapiers entfernt. (De-Inking). Wichtigster ökologischer Aspekt des Recycling ist, Papier im Kreislauf zu halten und damit ein Anwachsen der Altpapiermengen auf Mülldeponien zu verhindern. Recyclingpapiere sind weicher, dunkler und weniger alterungsbeständig. Ihre Dimensionsstabilität für Mehrfarbendruck, Falzeigenschaften und Reissfestigkeit wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Sie werden auch als Kopierpapier eingesetzt. Beim Druck und der Verarbeitung von Recyclingpapieren können Anpassungen an die Produktionseigenschaften notwendig sein.

Refiner

Kegelförmige Mahlmaschine, in der die Rohstoffasern mit hoher Geschwindigkeit "aufgeschlagen" (gequetscht, fibrilliert) werden. Dies geschieht durch Reiben der Fasern untereinander und durch Einwirken von Zentrifugalkräften zwischen feststehenden Messern/Scheiben und einem konischen Metallgehäuse.

Reflektoren

Körper, die Lichtstrahlen zurückwerfen, nennt man Reflektoren. Sie haben die Eigenschaft durch ihre Oberflächenbeschaffenheit einen bestimmten Teil der auftreffenden Lichtwellen zu absorbieren und einen anderen Teil zu reflektieren.

Reflexionsgrad

Mass für den an der Oberfläche eines Körpers zurückgeworfenen sichtbaren Lichtanteil und beschreibt das Verhältnis von einfallendem und reflektiertem Licht. Die Streuung des zurückgeworfenen Lichtanteils ist abhängig von der Beschaffenheit und Rauhigkeit der Oberfläche.

Register

Bezeichnung für den Passer von Vorder- zu Rückseite, d. h. dass der Satzspiegel beider Seiten exakt übereinander liegt.

Register, Registerhaltigkeit

genaues Aufeinanderstehen des Vorder- und Rückseitendrucks

Registerkarteikarten

Anderer Name für Karteikarten.

Registrier-Papiere

Technische Spezialpapiere, z.B. mit Gitterlinien bedruckt, thermo- oder elektrosensitiv beschichtet. Zum Registrieren von physikalischen Vorgängen/Messwerten (z.B. Barometerwerte oder EKG).

Registriermarken

Registriermarken sind Markierungen, oft in Form eines Fadenkreuzes, die bei versch. Druckverfahren mitgedruckt werden, um die Registerhaltigkeit zu gewährleisten.

Reissfestigkeit

Qualitätskriterium für Papier. Man unterscheidet zwischen Einreiss- und Weiterreissfestigkeit in Längs- und Querrichtung, sowie Berstwiderstand (Berstdruck).

Reisslänge

Je grösser diese in Messgeräten prüfbare Reisslänge ist, desto grösser ist die Papierfestigkeit. Die theoretische Länge eines gleichbleibend breiten Papierstreifens, der durch sein Eigengewicht am Aufhängeendpunkt reissen würde. z.B. ein 5cm breiter Streifen mit 2,2kg Gewicht reisst bei 4.500m Länge.

Relativ farbmetrisch

Methode zur Anpassung an einen Farbraum. Ist der Ausgabefarbraum kleiner als der Eingabefarbraum, werden zunächst die Weisspunkte beider Farbräume aufeinander abgestimmt und anschliessend die Farborte die ausserhalb des Ausgabefarbraums liegen, auf dessen Rand verlegt. Farborte innerhalb beider Farbräume bleiben unverändert. Es erfolgt keine Papierweiss-Simulation. (siehe auch Rendering Intent)

Relative Feuchte

Die Verhältniszahl (in %) zwischen der Wasserdampfmenge, die momentan in der Luft vorhanden ist, und der Wasserdampfmenge, die bei der momentanen Temperatur von der Luft maximal (Sättigung) aufgenommen werden kann (z.B. 45% rel. Feuchte).

Remaliner-Lochung

Randlochung an Endlosformularen. Sie garantiert die exakte Führung der Papierbahn durch den Drucker.

Remissionsgrad

Mass für den von einem Körper zurückgeworfenen sichtbaren Lichtanteil unter Berücksichtigung von Absorption, Reflexion und Transmission.

Rendering Intent

Methode, nach welcher in einen anderen Farbraum konvertiert wird. Dies ist notwendig, wenn der Eingabefarbraum einer Vorlage nicht mit dem Ausgabefarbraum eines Ausgabegerätes darstellbar ist. Vom ICC wurden vier Methoden definiert: absolut farbmetrisch, relativ farbmetrisch, Sättigung, Wahrnehmung.

Reproduktionspapier

Einseitig matt gestrichenes Papier. Für die Druckvorlagenherstellung.

reprofähige Vorlage

Druckvorlage, die so gut in der Qualität ist, dass sie ohne Nachbearbeitung zur Erstellung der Druckplatte oder des Filmes bzw. Zum Scannen verwendet werden kann.

Resolution

Auflösung in einlesbare oder darstellbare Bildpunkte, gemessen in dpi.

Retusche

durch Bearbeitung einer Datei verbesserte Wiedergabe (z.B. entfernen von Leberflecken)

RGB

Red, Green, Blue; Grundfarben der additiven Farbmischung, wie sie z. B. beim Bildschirm verwendet werden. R, G, B als Lichtspot übereinander an eine Wand projiziert ergibt Weiss. RGB muss für den Druck in CMYK separiert werden.

RGB-Farbmodell

Forschungen und Experimente in der Historie zeigten, dass sich eine Vielzahl verschiedener Farbtöne durch das Mischen einiger weniger Grundfarben herstellen lässt. Als Basis dient eine nicht beleuchtete Leinwand auf die ein roter, ein grüner und ein blauer Lichtstrahl übereinander projiziert werden. Durch Steuerung des Farbflächenanteils und der Helligkeitsintensität lässt sich ein breites Farbspektrum darstellen. Erfolgt die Projektion aller drei Lichtquellen zu gleichem Anteil und maximaler Helligkeit auf einen Punkt, so erscheint er uns als weiss. Rot Grün Blau, die Grundkomponenten farbigen Lichts bilden das additive Farbmodell. Das Prinzip der additiven Farbmischung ist, dass alle Farben ÜBEREINANDER gedruckt WEISS ergeben. Jeder Farbanteil kann zwischen 0% und 100% variieren, so dass jeder Farbton erreicht werden kann. - RGB ist das Farbmodell das z.B. bei Monitoren, Digitalkameras und Scanner benutzt wird. Für den Druck wird es nicht benutzt, dort herrscht das CMYK-Modell vor.

Rich-Text-Format (.rtf)

Das Rich-Text-Format stellt die Brücke zwischen einer einfachen Textdatei und der Datei eines Textverarbeitungsprogrammes, z. B. Microsoft Word, dar. Der eingegebene Text lässt sich im Gegensatz zum Textdokument forma-tieren, die Schrift ist wählbar und zusätzliche Optionen wie Randabstände etc. sind möglich. Auch das Rich-Text-Format ist plattformunabhängig. MS Windows benutzt zum editieren und lesen von RTF-Dokumenten Word Pad, Mac OS X hingegen Text Edit. Die Verwendung des Rich-Text Formates ist insbesonders dann von Vorteil, wenn Dateien zwischen Textverarbeitungsprogrammen verschiedener Hersteller ausgetauscht werden, die Textformatierungen aber beibehalten werden sollen.

Ries

(von arabisch "rizma" = Ballen, Mz.: Riese). Eine variable Mengeneinheit für ? Formatpapiere. Sie werden z.B. in Riesen (Paketen) von je 250 oder 500 Bogen geliefert.

rillen

Eindrücken von linienförmigen Vertiefungen in Karton, Papier u.a. Materialien ohne Herausnahme eines Spans. Das Rillen verhindert das Brechen oder Platzen des Werkstoffes beim Umbiegen, Aufschlagen usw. (fälschlich "nuten" genannt).

Rillfähigkeit

Wichtiges Qualitätsmerkmal für Karton.

Ringösenheftung

Ähnlich wie bei der Rückstich-Drahtheftung wird eine Drahtklammer von aussen nach innen geheftet. Die Drahtklammer wird beim Heften aber so gebogen, dass sie nach aussen eine Ringöse bildet, so dass die Drucksache in einem Ordner o. ä. abgeheftet werden kann, ohne zusätzlich gelocht zu werden.

RIP

Abkürzung für "Raster Image Processor". Der RIP ist ein Computer bzw. -bauteil, der die in einer Seitenbeschreibungssprache definierten Text-, Bild- und Grafikelemente in eine für den Drucker bzw. Belichter darstellbare Form bringt. Der RIP erzeugt aus Vektor-Informationen eine Bitmap-Darstellung.

Rippung

Die einfachste Art von Wasserzeichen im Papier. Sie entsteht durch Metalldrähte auf der Egoutteurwalze.

Ritzen

Arbeitsvorgang, bei welchem der Oberfläche des Werkstoffes (Pappe oder Karton) durch Einschneiden eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Sie dient dazu, beim Umlegen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Faltschachteln und -kartons.

Rohbogen

Unbeschnittener Druckbogen, der etwa 5% grösser als ein DIN-Bogen ist, um ein Beschneiden nach der Druckverarbeitung (z.B. falzen) zu ermöglichen. Beispiel: Rohbogen DIN A 2: 43 cm x 61 cm, genau geschnittener Bogen DIN A2: 42 cm x 59,4 cm.

Rohformat

Die meisten handelsüblichen Papiere sind im erforderlichen Masse grösser als das Nettoformat, damit sie auf das Endformat beschnitten werden können.

Rohpapier

Papier, das vom Papierhersteller weiterbehandelt/veredelt wird (z.B. durch Streichen oder Beschichten).

Rollendruck (Web)

Beim Rollendruck werden im Gegensatz zum Bogendruck komplette Papierrollen bedruckt. Rollenpapier lässt sich nahezu endlos bedrucken. Rollendruckmaschinen werden bei allen Druckverfahren eingesetzt, insbesondere bei grossen Auflagen.

Rollendruckpapier

Druckpapier in unterschiedlichen Rollenbreiten, zu den Druckmaschinen passend. Mit genormten Hülsendurchmessern.

Rollenoffset

Im Rollenoffset werden nicht einzelne Papierbogen, sondern ganze Rollen von Papier bedruckt. Hierzu wird die Papierbahn durch die einzelnen Druckwerke der Maschine geführt und am anderen Ende wieder aufgerollt oder noch in der Maschine geschnitten, gefalzt oder anders weiterverarbeitet.

Rollenschneider

Teilen die Papierbahn in Längsrichtung ein- oder mehrmals. Dabei läuft die Bahn mit hoher Geschwindigkeit über scharfe Messerrollen (Tellermesser), die sich exakt auf die Bahnbreiten einstellen lassen. Zur Erreichung bestimmter Papierformate werden die Bahnen zusätzlich noch über einen Querschneider geführt.

Rot

Das Feuer, die Glut, das Blühende und die Früchte. Rot ist eine Grundfarbe des Lichts und bedeutet in der Empfindung Liebe, Leidenschaft, Erregung, Ärger, Wut, Aggression, Zerstörung, Hitze, Brodeln, Urgewalt.

Rotationsdruck

Druckprinzip, bei dem Druckform und Druckkörper Zylinder sind. Der Bedruckstoff läuft zwischen Druckformzylinder und Druckzylinder durch und wird so bedruckt.

Rundsiebmaschinen

Rundsiebmaschinen arbeiten nicht wie Langsiebmaschinen mit flachen Siebbahnen, sondern mit Siebzylindern. Diese Rundsiebe rotieren meist in mit Faserbrei gefüllten Trögen. Dabei setzt sich der Papierstoff auf dem Sieb ab, das Wasser läuft nach innen ab. Das so gebildete Papierblatt wird dann mit einer Filzbahn vom Rundsieb abgehoben und durchläuft die gleichen Stationen wie auf den Langsieb-Papiermaschinen. Rundsiebmaschinen haben den Vorteil, dass sich mehrere Zylinder so hintereinander aufstellen lassen, dass mehrere Papierbahnen nass zusammengeführt und zu einer stärkeren Bahn vereinigt werden können. Deshalb setzt man sie vorwiegend zur Herstellung von Karton oder Pappen ein. Rundsiebmaschinen werden aber auch zur Herstellung von Wertschriften- und Banknotenpapieren eingesetzt. Auf diesen Maschinen können natürlich echte Wasserzeichen hergestellt werden.

Rupfen

Bezeichnung für das Herausreissen von Fasern aus der Papieroberfläche während des Druckprozesses. Mögliche Ursachen sind z. B. eine zu hohe Zügigkeit der Druckfarbe, zu hohe Druckgeschwindigkeit oder schlechte Qualität von Farbe oder Papier.

Rupffestigkeit

Wichtige Voraussetzung für Papiere, die im Offset bedruckt werden.

Rückendrahtheftung

Bei der Rückendrahtheftung, werden die gefalzten Bogen durch den Bund (Rücken) geheftet Dies ist eine preiswerte und haltbare Heftung für Broschüren.

Rösche Mahlung

Niedriger Mahlgrad (Mahlung) zur Bearbeitung von Faserstoffen (z.B. Löschpapiere).

Sammelhefter

Maschine in der Druckweiterverarbeitung, in welcher fertig gedruckte, gefalzte Druckbogen zusammengetragen, ausgerichtet und anschliessend mit einer Rückendrahtheftung versehen werden.

satinieren

Arbeitsvorgang, bei welchem im Kalander die Oberfläche von gestrichenen Papieren geglättet wird. Die so erzeugten satinierten Papiere zeigen gute Eigenschaften hinsichtlich Farbbrillanz und Druck feiner Raster, weisen jedoch geringere Reissfestigkeit und Opazität auf.

Satzherstellung

Fertigung einer Druckform und/oder einer Textkopiervorlage von einem Manuskript

Satzspiegel

Beim Seitenaufbau wird immer die Doppelseite betrachtet. Der Textrahmen ist zum Mittelpunkt gering versetzt, wodurch die Seite eine leichte Dynamik erhält. Klassische Randverhältnisse sind z. B.: 2:3:4:5 oder 3:2:2:4 - Der Fusssteg ist in jedem Fall grösser als der Kopfsteg. Eine besondere Betrachtung kommt dem Bund zugute. Ist der Bundabstand zu gross, driften die Seiten auseinander. Je enger er wird, desto mehr bildet sich eine geschlossene Einheit. Ist der Abstand zu gering gehalten, verschwindet der Text in der Wölbung des Bundes. Um ihn besser lesen zu können drückt der Betrachter das Buch flach, was je nach Bindungsart zum Auseinanderbrechen der Seiten führen kann. Zudem muss beachtet werden, dass je nach Produkt möglicherweise Abheftlochungen nicht Teile des Inhalts berühren.

SC CB-Typ

...beim Selbstdurchschreibeverfahren des Einblattsystems. Bei dem SC-Blatt ist die Oberfläche mit einem Strich von Nehmerschicht und Geberschicht (Mikrokapseln) beschichtet. Bei dem SC CB-Typ ist die Rückseite zusätzlich mit Mikrokapseln versehen (SD-Papiere).

SC-Papier

SC steht für supercalandered. Es handelt sich um ein satiniertes, mit Füllstoffen versehenes, holzhaltiges Naturpapier. Für Zeitschriften im Rotationsdruck.

Scanauflösung

Die Scanauflösung wird in der Regel in Dots per Inch (DPI), also Anzahl der Rasterpunkte pro Inch, angegeben. Ebenfalls gebräuchlich sind die Einheiten Lines per Inch (LPI) für die Rasterweite der Ausgabe und Pixel per Inch (PPI) als Einheit für Pixelbilder. - Für diese Scanauflösung gibt es keine normierte Vorgabe. Sie hängt im wesentlichen von der späteren Verwendung ab und sollte sich auch nach ihr richten. Bilder, die ausschliesslich für den Gebrauch im Internet verwendet werden, können mit einer geringeren Auflösung eingescannt werden, als Bilder, die anschliessend für den Druck bestimmt sind. Für die Darstellung am Monitor reicht die geringe Auflösung, als Faustregel gelten 72 dpi, aus. Zudem kann benötigter Speicherplatz gespart werden, der sich durch höhere Auflösungen vergrössert und die Bilder werden beim Aufruf einer Internetseite schneller geladen. - Für den Druck sind solche Bilddaten allerdings ungenügend aufbereitet. Eine qualitativ hochwertige Darstellung ist mit diesen Daten nicht möglich, es kommt im Druck zum so genannten ?Pixeleffekt?. Die richtige Auflösung des eingescannten Motivs für den Druck ist abhängig von dem späteren Ausgabeverfahren und der gewünschten Rasterwahl. So wird das selbe Motiv für eine Tageszeitung, die im 40er Raster, Rollenoffset-Coldset gedruckt wird anders erfasst als für die Darstellung in einer Illustrierten, die im 80er Raster Tiefdruck abgebildet wird. - Im Laufe der Jahre haben sich einige weitere Faustregeln etabliert. Diese sind im Zuge der technischen Weiterentwicklung allerdings nicht mehr aktuell und nur noch mit Vorsicht anzuwenden. Sie seien der Vollständigkeit halber kurz erwähnt, auf der sicheren Seite sind Sie jedoch mit der oben angegebenen Regel. - Die Faustregel Bildauflösung Web = 72 dpi, Bildauflösung Print = 300 dpi gilt nur noch in Bezug auf die Webdarstellung.

Scanner

Beim Scanner werden die Aufsichtsvorlagen mittels eines CCD-Sensors (Charged Coupled Device) abgetastet. Die Vorlage wird dazu entweder auf eine rotierende Trommel aufgespannt oder auf eine flache Glasoberfläche im Scanner platziert. Zum Scannen bewegt sich der Lesekopf, auf dem der Sensor befestigt ist, vom Anfang bis Ende der Vorlage und tastet sie sukzessiv ab. Wie schnell und wie sorgfältig er das tut, hängt von der gewünschten Scanauflösung ab.

Schablonendruck

Vervielfältigungsverfahren, bei dem die Druckfarbe an den zu druckenden Stellen durch eine (Wachs-) Schablone auf das saugfähige Papier übertragen wird (Abzug-Papier).

Schatten

dunkle Bildstellen

Scherschnitt

Grundlegendes Schneidprinzip bei welchem ein Obermesser berührungslos gegen ein Untermesser arbeitet. Das dazwischen liegende Schneidgut wird aufgrund der entgegen gerichteten Kräfte abgeschert. Anwendung in: z. B. Rotationsschneider, Schneidtrommel, Trimmer.

Scheuerfestigkeit

Messbare, aber nicht mit absoluter Sicherheit steuerbare Abriebfestigkeit (der Druckfarbe) beim Gegeneinander "Scheuern" von nicht lackierten Drucksachen. Mattgestrichene Papiersorten sind nicht so scheuerfest wie glänzende.

Schiesscheiben-Karton

Maschinenglatter Graukarton. Aus kurzfaserigem Rohstoff gefertigt, damit der Treffer keine ausgefransten Ränder (Schussloch) verursacht.

Schiff

Seitenumrahmte Metallplatte für die gesetzten Seiten.

Schimmelbogen

Unbedruckter Bogen bei einem Buch.

Schleifen

Der Holzschliff wird auf mechanischem Weg durch Schleifen (mit Schleifsteinen) von entrindeten Nadelhölzern hergestellt. Dabei wird Wasser zugesetzt. Ausser den Zellstofffasern bleiben auch die Holzbestandteile Lignin und Harz in der Fasermasse enthalten. Aber das Lignin lässt das Papier rasch vergilben, weshalb es hauptsächlich für kurzlebige Verwendung (z.B. Zeitungspapier) eingesetzt wird.

Schmalbahn

Die lange Seite des Druckbogens verläuft parallel zur Laufrichtung der Papierbahn in der Papiermaschine, beim Druck laufen also die Fasern parallel zur Zylinderachse. Bei mehrfarbigen Druckarbeiten muss grundsätzlich Schmalbahnpapier im Offsetdruck verwendet werden, um bei einem Papierverzug in der Dehnrichtung durch Verändern des Plattenaufzugs einen Passer zu ermöglichen. Kennzeichnung: Die Laufrichtung (Faserrichtung) wird mit einem "M" = (Maschinenrichtung) gekennzeichnet, z.B. 61x 86 M.

Schmierige Mahlung

Hoher Mahlgrad (Mahlung) zur Bearbeitung von Faserstoffen (z.B. für Transparentpapier).

Schmuckfarbe

Eine Schmuckfarbe ist eine - in aller Regel zusätzlich zu den Grundfarben CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz verwendete - Druckfarbe beim Mehrfarbdruck. Schmuckfarben werden auch als Spotcolours, als Vollton- oder Sonderfarben bezeichnet. Gebräuchliche Schmuckfarbenpaletten sind HKS und Pantone. Die Schmuckfarbe wird dabei als eigene Farbe gedruckt und nicht aus mehreren Farben zusammengesetzt wie beim Vierfarbdruck, wo die Farbe, hier Prozessfarbe genannt, durch subtraktive Farbmischung mehrerer Farben entsteht. - Auf diese Art ist es auch möglich, Farben zu drucken, die ausserhalb des beim Vierfarbdruck möglichen Farbraums liegen. Auch Sonderfarben wie Gold- oder Silberfarben oder Leuchtfarben lassen sich so drucken.

Schmutztitel

Vortitel oder Schutztitel; kommt bei Büchern meist nach dem Vorsatzblatt.

Schnellhefter-Karton

Meist holzhaltiger, geklebter, möglichst widerstandsfähiger Aktendeckelkarton. Zur Fertigung von Schnellheftern, Jurismappen, Hängemappen u.ä..

Schnittkante

sichtbare Kanten von Kopiervorlagen oder Klebefilmen auf der kopierten Druckplatte; manuelle Entfernung durch Abdecken

Schnittmarken

Die Schnittmarken zeigen dem Buchbinder durch kleine Striche auf dem unbeschnittenen Druckbogen das Endmass der Drucksache an. Sie definieren, wo der Rohbogen beschnitten werden sollen. Die moderne Layoutsoftware setzt die Schneidemarken oder Schnittmarken automatisch wie auch die Falzmarke. In der Druckvorstufe erscheinen die Schneidemarken erst gar nicht, damit sie nicht als grafisches Element missverstanden werden.

Schnittmuster-Papier

Dünnes Seidenpapier, das so reissfest ist, dass sich das aufgedruckte Schnittmuster mit einem gezahnten Rädchen auf den Stoof übertragen lässt.

Schreib-/Werbeblock

Der Schreib-/Werbeblock ist ein Notizblock den wir Dir in den Formaten A4 und A5 bedrucken. Hier online auswählen und Deinen Block drucken lassen:

A4 25 Blatt
A4 50 Blatt
A5 25 Blatt
A5 50 Blatt

 

Schreibleinen

Nicht mehr sehr gebräuchlicher Beschreibstoff. z.B. für Ausweise aus beschichtetem und stark satiniertem Gewebe.

Schreibmaschinenschrift

Schrift, bei der alle Buchstaben gleich breit sind

Schreibpapier

In der Regel satiniertes, tintenfestes Papier in unterschiedlichen Qualitäten. Vom einfachen, mittelfeinen Schreib (für Formulare) bis zum hochwertigen Büroschreib. Für Journale und Dokumente.

Schrenz-Papier

Aus unsortiertem Altpapier hergestelltes, einfachstes Packpapier. Für Herstellung billigster Verpackungstüten (Obst) und als Ausgangsstoff für Wellpappe.

Schriftfamilie

Als Schriftfamilie werden mehrere verwandte Schriftschnitte bezeichnet die sich in Zeichenbreite, Schriftstärke und/oder Zeichenlage unterscheiden. Optional gibt es Sonderschnitte, zum Beispiel für Kapitälchen. Die Grösse der Zeichen wird in Punkt angegeben, wobei das Grössenmass eines Punktes durchaus unterschiedlich sein kann. Im europäischen Raum ist das Masssystem von Didot gültig und ein Didot-Punkt entspricht 0,376065 mm. Im amerikanischen Raum hingegen entspricht ein PostScript-Punkt 0,352778 mm. Diese Informationen sind vorrangig für Detailtypografen wichtig.

Schriftmodifikation

Einer der am häufigsten begangenen Fehler im Umgang mit Schriften ist die elektronische Modifikation durch die Fett- und Kursiv-Buttons. Ist der gewünschte Schnitt im Font enthalten, so wird er automatisch verwendet, andernfalls rechnet ihn der Computer mathematisch in sogenannte unechte Schriften um. Gestalterische Kriterien des Typografen werden dabei vernachlässigt, die Ästhetik der Schrift leidet.

Schriftsammlung

Die Schriftsammlung befindet sich im Systemordner eines Computer. Alle verwendbaren Schriftarten sind hier gesammelt, neue Fonts müssen vor dem ersten Gebrauch in dieses Verzeichnis kopiert werden.

Schuhpappe

Feste und biegsame Hartpappen aus holz- und füllstoffreien Altpapierstoffen. Für Brandsohlen, Kappen und Gelenke in billigem Schuhwerk.

Schuhsohle

Umgangssprachliche Bezeichnung für das CIE-Normfarbsystem, welche auf die Form der grafischen Darstellung zurückzuführen ist.

Schulbuch-Papier

Leicht holzhaltiges bis holzfreies, mattgestrichenes Papier in lesefreundlicher Färbung. Zur Herstellung von Schulbüchern mit farbigen Bildteilen.

Schulschreib

Holzfreies, scharf maschinenglattes Schreibpapier. Für die Herstellung von "tintenfesten" Schulheften.

Schuppentauen

Früher häufig zum Einbinden von Schulbüchern und -heften verwendetes zähes, farbiges Packpapier mit charakteristischer Schuppenmarkierung.

Schusterjunge

Auch Waisenkind. Satzfehler, bei welchem die erste Zeile eines neuen Absatzes die letzte Zeile einer Seite oder Kolumne darstellt.

Schweizer Broschur

Der Umschlag der Schweizer Broschur ist nur durch einen dünnen Klebestreifen auf der letzten Seite mit dem Buchblock verbunden. Vorderseite und Bund werden von dem Umschlag nur lose umschlossen. Zur Stabilität des Bundes wird der Blockrücken mit einem Fälzel versehen. Optional kann der Umschlag auch über Einklapper verfügen. Die Schweizer Broschur besitzt ein optimales Lay-Flat-Verhalten.

Schweizer Degen

Jemand, der Setzer und Drucker gelernt hat.

Schwerentflammbares Papier

Wird unter Zugabe von anorganischen Stoffen hergestellt. In der Regel auch mit chemischen Mitteln imprägniert, die bei Hitze unbrennbare Gase abspalten. So wird dem zur Verbrennung des Papiers notwendigen Sauerstoff kein "Zutritt" gelassen.

Schwertfalz (auch Messerfalz)

Falzverfahren, bei welchem ein Falzschwert den ausgerichteten Bogen entlang der zu falzenden Stelle zwischen zwei gegenläufig rotierende Falzzylinder stösst, welche den Bogen einziehen und den Falz durchführen.

Schärfe

Die Schärfe lenkt den Blick, die Aufmerksamkeit. Sie kann betonen oder vertuschen, den Eindruck von Flüchtigkeit oder Dominanz vermitteln. Im natürlichen Blick des Auges gibt es immer einen Schärfebereich im Blickmittelpunkt, ausserhalb des Zentrums werden die gesehenen Dinge immer unschärfer. - Eine Optik hat andere Gesetze und schafft ein anderes Sehen. Bei Fotos kann die Schärfe über die gesamte Dimension (X-Achse Höhe und Y-Achse Breite) verteilt sein und in der Z-Achse, der räumlichen Tiefe (?dritte Dimension?) unterschiedlich sein. Insofern schaffen es Fotos, den Blick auf andere Dinge zu lenken als wir sie bei der natürlichen Betrachtung wahrnehmen. In dieser Varianz der Schärfe liegt ein wesentlicher Teil der Bildaussage.

Schön- und Widerdruck

Bezeichnung für das doppelseitige Bedrucken eines Bogens. Den Druckvorgang der zuerst bedruckten Seite nennt man Schöndruck, den nach Wenden des Bogens folgendem Druck, üblicherweise mit einem anderen Motiv, Widerdruck.

Schöndruck

erster Druck auf beidseitig zu bedruckenden Bogen

Schönseite

Aufgrund ständig verbesserter Fertigungsmethoden haben die meisten Papiere eine kaum noch feststellbare Zweiseitigkeit. Die hellere, geschlossenere Filzseite wird als Schönseite bezeichnet.

Schöpfen von Papier

Die ursprüngliche Art der Papierherstellung. Dabei wird Bogen für Bogen von Hand mit einem bronzedrahtbespannten Rahmen aus einem Bottich mit verdünntem "Faserbrei" geschöpft.

Secare-Rollen

Verpackungspapiere in Rollenform, die von ihrer Breite und dem Rollendurchmesser auf Abroll-/Abreiss-Apparate zugeschnitten sind.

Seidenpapier

Dünnes, weiches Packpapier (8-25g/qm) in mehreren Spezialqualitäten (z.B. Flaschen-, Blumen-, Dekorationsseiden). Auch chlor- und säurefrei zum Einwickeln von Gegenständen aus Edelmetall.

Seite

Als Seite bezeichnet man im engeren Sinne die kleinste Einheit eines Buches, einer Broschüre, einer Zeitschrift oder einer Zeitung. Im weiteren Sinne bezeichnet Seite bei ein- und zweiseitig bedrucktem Papier eine der zwei bedruckbaren Flächen.

Seitenleser-Papier

Genormtes Belegleser-Papier. Zur Verarbeitung in elektronischen Seitenlesegeräten.

Seitenzahlen

Seitenzahlen haben rein informativen Charakter und sollten das Textbild in keinem Fall stören. Eine dezente, unaufdringliche Schrift ist hier von Vorteil. Ihre Position findet sich mittig oder am äusseren Rand, je nach Belieben oben oder unten. Seitenzahlen die zum Bund hin gesetzt werden, verschwinden meist und sind nur schwer zu finden. - Gerade Seitenzahlen stehen generell auf der linken Seite, ungerade rechts. Die Seitenzahlen bei Druckprodukten deren Kapitel nach Kategorien unterteilt sind, können zudem mit der vorangestellten Kapitelziffer gekennzeichnet werden.

Seitliche Blockheftung

Bei der seitlichen Blockheftung wird eine Drahtklammer nicht durch den Heftrücken, sondern seitlich durch den Heftblock geschossen. Daraus resultiert jedoch ein schlechtes Aufschlagverhalten, so dass diese Heftart nur für spezielle Produkte wie Abreissblöcke, Kalender oder ähnliches geeignet ist.

Sekundärfarben

Mischung zweier bunter Druckfarben einer Farbskala 1. Ordnung: Mischanteile gleich 2. Ordnung: alle anderen Mischungen der Sekundärfarben

Sekundärfasern

Sekundärfasern für die Papierherstellung werden ausschliesslich aus Altpapier gewonnen.

Selbstdurchschreibende Papiere

(auch SD-Papier) - Dieses Papier ist so behandelt, dass zur direkten Durchschrift kein Kohlepapier benötigt wird. Das Papier ist mit einer Schicht Mikrofarbkapseln oder einer Farbnehmerschicht versehen. Die Mikrofarbkapseln platzen durch den Druck und färben das untere Blatt mit Farbnehmerschicht ein. - SD-Papiere können mit der Hand, per Schreibmaschine oder Nadeldrucker ausgefüllt werden, nicht aber mit Tintenstahl- oder Laserdrucker, da hier der nötige mechanische Druck auf das Oberblatt fehlt. - Das Oberblatt (CB = coated back) ist nur auf der Rückseite mit Mikrokapseln beschichtet. Die Mittel- bzw. Zwischenblätter (CFB = coated front and back) sind auf der Vorderseite mit einer Farbnehmerschicht und auf der Rückseite mit Mikrokapseln versehen. Das Schlussblatt (CF = coated front) ist auf der Vorderseite mit einer Farbnehmerschicht versehen und ist selbst nicht druckempfindlich. - Wenn einige Teile des Deckblatts nicht auf allen Durchschlägen erscheinen sollen, kann man Teile der SD-Sätze neutralisieren, d.h. an diesen Stellen erfolgt keine Durchschrift.

Selbstklebe-Papier

Mehrschichtig sind diese meist wie folgt aufgebaut: Eine obere Schicht aus dem bedruck-bzw. beschreibbaren Papier, eine mittlere aus Klebstoff und eine untere (Abdeckpapier). Diese schützt den Klebstoff vor Austrocknung und Schmutz (Haftklebe-Papier).

Separation

Farbtrennung, z. B. Umwandlung nach speziellen Separationstabellen von RGB in CMYK. Dabei werden druckspezifische Werte, die Papierart und -qualität, die Druckkennlinie/Druckmaschine usw. berücksichtigt. Achtung: eine automatische Separation von RGB zu CMYK ergibt meistens eine Farbverschiebung!

Serife

Feiner Endstrich am Kopf oder Fuss eines Buchstabens. Da Serifen die Lesbarkeit von gedruckten Texten fördern, werden für längere Texte häufig Serifenschriften (z. B. Times) verwendet.

Serifenbetonte Antiqua

Auch diese Gruppe wird durch ihre Serifen gekennzeichnet, mehr noch als die vorangegangene. Die Grundstriche fallen besonders betont aus und haben meist die gleiche Stärke wie die Hauptlinien der Schrift. Dies lässt sie solide und standfest erscheinen.

Serifenlose Antiqua

Serifenlose Antiquaschriften, auch Groteske genannt, zeichnen sich durch das Fehlen von Serifen aus. Sie wirken meist technisch und zeitlos, die Strichdicke variiert kaum. Ihr einfacher, sachlicher Aufbau prädestiniert sie für Einsatzgebiete in denen Informationen schnell erfasst werden müssen. Als Beispiele: Hinweistafeln, Überschriften, Werbung und technische Schriften. Für lange, gleichmässige Fliesstexte sind im Allgemeinen jedoch Serifenschriften der Grotesken vorzuziehen.

Serigraphie

Künstlerischer Siebdruck.

Setzer

Der Setzer oder Schriftsetzer war lange Zeit ein Ausbildungsberuf im Druckhandwerk. Auch in der Papier verarbeitenden Industrie wurden Setzer zur Herstellung, Zusammenstellung bzw. Weiterverarbeitung von druckfähigen Materialien für den Buchdruck eingesetzt. Im der ursprünglichen Handdruckkunst waren die Setzer zuständig für die Erstellung der Druckvorlagen, indem sie sogenannte Letter in einen Setzkasten in der richtigen Reihenfolge einstellten. Allerdings starb der altehrwürdige Beruf mit den neuen Möglichkeiten der digitalen Drucktechniken fast gänzlich aus.

Setzkasten

Der Setzkasten ist ein in der Handsetzerei verwendeter Sortierkasten für Lettern im Bleisatz. Ein Setzkasten enthält immer nur Typen derselben Schriftart, Schriftgrösse und des Schriftschnitts. Ausser den Schriftzeichen enthält der Kasten auch nicht druckendes Material, das Blindmaterial, bestehend aus Quadraten, Gevierten und Spatien für die Wort- und Zeichenabstände. Nicht enthalten sollte er ?Fische? (irrtümlich abgelegte Lettern ins falsche Fach des Kastens) oder Zwiebelfische (irrtümlich falsch abgelegte Lettern aus einer anderen Schriftart oder eines Schriftschnitts). Die Grösse der Fächer und die Anordnung der Typen darin richten sich nach der durchschnittlichen Häufigkeit, mit der bestimmte Typen im Text verwendet werden. Deshalb unterscheidet sich die Anordnung und Ausprägung je nach Sprachraum. In Deutschland ist die Einteilung heute nach DIN 16502 festgelegt. Der Antiquakasten besitzt 125 Fächer, deren Grösse sich nach der Verwendungshäufigkeit richten. Es gibt elf ganze Fächer (z. B. für e und n), 40 halbe (z. B. für h und l) und 72 Viertelfächer (etwa für Zahlen). Dazu noch ein Drittelfach (Ein-Punkt-Spatium) und ein Zweidrittelfach (Buchstabe i). Diese Aufteilung gilt für Schriften der Gruppen I?VI nach DIN 16518 zur Schriftenklassifikation. Bei den Kästen für gebrochene Schriften entfallen die Akzentbuchstaben und es werden 21 Viertelfächer frei für Reservelettern oder in der Gruppe X für Ligaturen. Die Kästen für Schriften der Gruppen VII?IX und XI halten sich oft nicht an die Norm der Belegung. Die Anzahl der Fächer kann sich auf 116 reduzieren.

Shore-Härte

Härteprüfung von Gummi nach DIN 53505. Messwerte: 0 = geringste, 100 = grösste Härte.

Sicherheitsmerkmale

Die Themen Fälschungssicherheit und Echtheitsmerkmale gewinnen in Zeiten von Produktpiraterie und der Schwemme von Fälschungen immer mehr an Bedeutung. Die Problematik könnte so weit gehen, dass Ihr Unternehmen für Produkte haften muss, die Sie nicht selber hergestellt und vertrieben hat.

Sieb

Aus Drähten oder Kunststoff gewobenes Metalltuch. Dieses dient als endlose Bahn einer Langsiebpapiermaschine der Blattbildung und Entwässerung der Fasersuspension, die vom Stoffauflauf aufgebracht wird.

Siebdruck

Der Siebdruck ist das bekannteste Durchdruckverfahren. Hierbei sind fast alle Werkstoffe bedruckbar. Die meisten Werbemittel werden auf diese Weise beschriftet. Zu beachten ist, dass Rastertöne meist nur sehr schlecht wiedergeben werden können. Der Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf den Bedruckstoff (Papiere, Kunststoffe, Textilien etc.) gedruckt wird. An denjenigen Stellen des Gewebes, wo der Bildvorlage entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden. - Der Siebdruck wird neben dem Hochdruck, dem Tiefdruck und dem Flachdruck (Offsetdruck) auch als Durchdruck bezeichnet, da die druckenden Stellen der Siebdruckform farbdurchlässig sind. Der Siebdruck gilt historisch gesehen als viertes Druckverfahren, den Digitaldruck, der sich seit den 1990er Jahren entwickelt, könnte man als das fünfte Druckverfahren bezeichnen. - Die Anwendungsgebiete des Siebdruckverfahrens sind äusserst vielfältig. Das Verfahren wird im Bereich der Werbung und Beschriftung eingesetzt, aber auch für industrielle Anwendungen, im Textildruck und Keramikdruck oder für künstlerische Drucke. Die Vorteile des Siebdrucks liegen darin, dass durch verschiedene Gewebefeinheiten der Farbauftrag variiert werden kann (deckend oder lasierend), zudem können sehr viele verschiedene Farbsorten verdruckt werden. Das Druckformat kann im Extremfall mehrere Meter betragen, es können auch geformte Gegenstände wie Flaschen, Dosen oder Gerätegehäuse bedruckt werden. Im Vergleich zu den anderen Druckverfahren ist die Druckgeschwindigkeit allerdings relativ gering, das Siebdruckverfahren wird deshalb meistens für den Druck von kleineren und mittleren Auflagen eingesetzt.

Siebpartie

Teil der Papiermaschine.

Siebseite

Die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist, vor allem bei Faserstoffen niedriger Qualität, häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die Siebseite enthält zudem weniger Füllstoffe, weil diese zum Teil mit dem Wasser vom Sieb abgesogen werden. Die dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche und des höheren Füllstoffgehalts als "Schönseite" oder "Schöndruckseite" bezeichnet. Für diese Verschiedenheit der beiden Oberflächen haben die Papiermacher den Begriff "Zweiseitigkeit" geprägt.

Sikkativ

Trockenstoff, welcher die Trocknungszeit von ölhaltigen Farben verkürzt, da dieser bei dem oxidativen Trocknungsprozess der Farbe als Katalysator wirkt. Typische Sikkative sind Metallverbindungen von Blei, Kobalt, Mangan oder Zink.

Silicon-Papier

Durch Beschichten mit Silikon werden Papiere "abweisend" gegen viele Stoffe gemacht. Ankleben von Leim, Kleister oder anderen klebrigen Stoffen wird verhindert. Für Abdeckpapiere von selbstklebenden Papieren, Folien, Etiketten.

skalieren

vergrössern oder verkleinern von Text oder Bild

Sonderfarben

(Schmuck- oder Volltonfarben) - Sonderfarben werden nicht durch die Mischung von CMYK erzeugt, sondern sind schon fertig gemischt. Das heisst z. B. der Blauton HKS 35 wird nicht aus 80% Cyan und 80% Magenta hergestellt, sondern fertig in die Maschine gegeben. - Sonderfarben haben häufig eine höhere Farbintensität als der 4-Farb-Druck (CMYK).

Spektralfarbe

Farbeindruck jedes Wellenlängenabschnittes des sichtbaren Lichtspektrums (ca. 380 nm bis ca. 780 nm), welcher bei Zerlegung des Spektrums in der menschlichen Wahrnehmung entsteht. Spektralfarben besitzen die maximale Sättigung des jeweiligen Farbeindruckes.

Spektralfarbenzug

Jene Linie des CIE-Normfarbsystems, welche zusammen mit der Purpurlinie alle wahrnehmbaren Farben umfasst und auf welcher die Farborte aller Spektralfarben liegen.

Spektralfotometer

Wenn man wissen möchte, wie ein bestimmter Lichtstrahl aufgebaut ist, wird er mit einem Spektralfotometer analysiert. Mit ihm können sowohl Lichtquellen, als auch Reflektoren vermessen werden. Es erfasst den ausgesendeten, bzw. reflektierten Lichtstrahl und zerlegt ihn in seine spektralen Bestandteile. Anhand dieser Bestandteile kann der Farbton einem Farbort im CIE-Lab Farbraum zugeordnet werden. Er ist nun objektiv beschreibbar. Das Spektralfotometer wird im Bereich des Colormanagement verwendet, um Gerätefarbräume zu erfassen und Farbdifferenzen (Delta-E Werte) bei der Reproduktion eines Druckes zu erkennen und zu minimieren.

Spiegelglanz

Siehe Gussgestrichene Papiere.

Spielkarten-Karton

Hochwertiger, mit dunklem Klebstoff unbedingt spaltfest geklebter, undurchsichtiger, zäher, klangharter, lackierfähig gestrichener Karton. Teilweise auch mit dunkler Einalge.

Spiesse

Im Satz versehentlich mitgedruckter Ausschluss, Quadrate oder Regletten (Blindmaterial).

spitz werden

Das Hellerwerden von feineren Tonwerten auf der Offsetdruckplatte im Fortdruck. Ursachen: zu saures Wischwasser oder zu saurer Bedruckstoff, zu starkes Ätzen, zu magere Druckfarbe.

Spot Color

Siehe Schmuckfarbe.

Spuckstoff

Fremdteile in Papiererzeugnissen, welche beim Recycling ausgesondert werden. Hierzu gehören u. a. Draht, Fäden, Folien, Heftklammern.

sRGB-Farbraum

Die Firma Hewlett und Packard hat den standardRGB-Farbraum 199x für die Darstellung von Farbdaten im Internet entwickelt. Microsoft hat diesen Arbeitsfarbraum für seine Office-Software übernommen und als Standard-Farbraum integriert. In seiner Grösse ist der sRGB-Farbraum den Farbräumen ECI-RGB und Adobe-RGB unterlegen. Bestimmte Farben der verschiedenen Druckverfahren lassen sich dadurch nicht abbilden. Aus diesem Grund eignet sich der sRGB-Farb-raum zur Beschreibung von Farbdaten im Home- und Office Bereich. Für die professionelle Bildbearbeitung und den industriellen Druck ist er jedoch zu meiden. - Damit allein ist die Problematik in der Datenkommunikation allerdings noch nicht behoben. Komplikationen ergeben sich immer dann, wenn Farbdaten verbindlich zwischen verschiedenen Geräten ausgetauscht werden sollen. Diese sind umso gravierender, sobald sich das technische Ausgabeverfahren ändert, z. B. wenn RGB-Daten in CMYK-Daten umgewandelt werden sollen. Um einen verbindlichen und konstanten Austausch der Farbe zu gewährleisten, sind bestimmte Umrechnungsprofile und oft auch der geräteunabhängige Farbraum CIE-Lab zwischengeschaltet.

Stahlstichprägung

Tiefdruckverfahren mittels gravierter oder geätzter Stahldruckform; für Banknoten, Wertpapiere und wertvolle Geschäftsdrucksachen

Standardisierung

Vereinheitlichung

Standbogen

Druckbogen, der zur Prüfung des genauen Standes aller Druckseiten oder Bildstellen ausliniert wird.

Stanzen

Mit einer Stanzform können aus einem Bedruckstoff Formen und Konturen ausgestanzt werden. Eine häufige Anwendung sind zum Beispiel Faltschachteln oder Mappen. Auch Mailings, Postkarten, Katalogumschläge oder dünne Broschüren lassen sich mit ausgestanzten Elementen gestalten. Anwendung für: Puzzles, Displays, Pappaufsteller, Stufenregister in z. B. Terminkalendern.

Stauchfalz

Siehe Taschenfalz.

Steg

1. Bezeichnung für den hauptsächlich unbedruckten Bereich zwischen Papierkante und gedruckter Fläche einer Seite (z. B. eines Buches). In Abhängigkeit von der Lage auf der jeweiligen Seite unterscheidet man nach Aussen-, Bund-, Fuss- und Kopfsteg. 2. Bezeichnung für die nicht gravierten Stellen eines Formzylinders im Tiefdruck. Sie begrenzen die gravierten Näpfchen und ermöglichen damit nicht nur tonwertbildende Druckelemente sondern auch ein Abstützen der Rakel.

Steindruck

Erstes, von Alois Senefelder (1798) erfundenes Flachdruckverfahren; Druckform ist ein Kohlensaurer Kalkschiefer (Sonhofener Kalkschiefer), der lithografisch für den Druck präpariert wird. Druckformherstellung: Lithografie.

Steindruckpapier

Heute nur noch selten verlangtes Offsetpapier. Für die Verwendung beim Steindruck von z.B. Landkarten.

Sterilisationspapier

Chemisch neutrales Zellstoffpapier. Zum Verpacken von sterilen Artikeln im Gesundheitswesen (z.B. Verbandspäckchen).

Stetigschleifer

Schleifmaschine, die mit einem schweren, walzenförmigen Schleifstein etwa 1m lange Holzstämme mechanisch zerfasert. Sie wird durch ein Kettengetriebe stetig mit geschälten Rundhölzern beschickt.

Stoff

Allgemein üblicher Ausdruck für Faser(-roh)-stoff, der zur Papierherstellung eingesetzt wird.

Stoff

Fasern, Faservermengungen und Zutaten aller Art werden mit Wasser vermischt.

Stoffaufbereitung

Behandlung und Veränderung von Fasern. Entsprechend der zu produzierenden Papierqualität werden Faserstoffe und Zusätze im gewünschten Verhältnis gemischt.

Stoffauflauf

Wichtiger Bestandteil der Papiermaschine. Er hat die Aufgabe, den Stoff nach der Stoffaufbereitung dem Sieb in einer vorgegebenen Menge zuzuführen.

Stoffklassen

Stoffklassen sind nach verschiedenen Kriterien (z.B. Faserstoffzusammensetzung, Verwendungszweck und Eigenschaften) geschaffen und in einer Reihe von Normen festgelegt. So kann eine qualitative Zuordnung der unterschiedlichen Papiere vorgenommen werden.

Stoffleimung

Zusatz von verseiften Harzen (z.B. Kolophonium) schon in der Vorratsbütte der Papiermaschine. So erfolgt eine Leimung im Papier.

Straffentauen

Auch Aufzugtauen genannt. Holzfreies, knotenfreies, scharf satiniertes Papier, meist gelblich eingefärbt. Für das niveaugerechte Unterlegen der Druckformen im Buchdruckverfahren.

Streich-Rohpapier

Holzhaltiges, häufiger holzfreies Papier. Als Träger der pigmentierten Streichfarbe (des Striches) bei Bilderdruck-/Kunstdruckpapier weist es hohe Qualität hinsichtlich Festigkeit, Gleichmässigkeit, Reinheit, Masshaltigkeit, Opazität und Weisse auf.

Streichmaschine

Zur Herstellung von gestrichenen Papieren. Auf dieser Maschine werden bestimmte Streichfarben auf die Oberfläche des eigentlichen Trägerpapiers oder Rohpapiers übertragen.

Streichverfahren

Das Auftragen des Striches auf das Streich-Rohpapier erfolgt auf verschiedene Weisen. Die gebräuchlichsten: Rakelstrich, Walzenstrich, Bürstenstrich, Luftbürsten-/Luftdüsenstrich, Gussstrich.

Streifenleser-Papier

Zur Gruppe der Belegleserpapiere gehöriges Papier. Zum elektronischen Lesen der Daten auf Endlosstreifen muss es von festgelegter Qualität (z.B. Reisslänge, Luftdurchlässigkeit, Abriebfestigkeit) sein.

Strich

Veredelung der Papieroberfläche, welche durch Auftrag von speziellen Bindemitteln, Hilfsstoffen und Pigmenten erfolgt. Vorteile von gestrichenem Papier sind z. B. eine hellere Erscheinung des Papiers an sich (bei Verwendung von Weisspigmenten oder optischen Aufhellern), angenehmere Haptik, höhere Opazität, ein detaillierterer Druck und Rupffestigkeit im Druckprozess.

Strich-Vorlagen

Strich-Vorlagen bestehen nur aus einer Farbe, meistens Schwarz und enthalten keine Halbtöne, so z.B. Tusche-Zeichnungen.

Strich/Strichscan

Besteht nur aus Schwarz und Weiss, keine Abstufungen/Grautöne. Benötigt eine wesentlich höhere Auflösung als z. B. Halbtonbilder. In der Regel 1200-dpi-Auflösung.

Strohpappe

Aus Stroh-Stofffasern hergestellte, billige und wenig widerstandsfähige Pappe. Für Rückwände, Unterlagen, Kartonagen.

Stülpdeckel-Kartons

Meist als Faltschachtel lieferbare, zweiteilige Verpackungskartons. In ihr Bodenteil kann das Füllgut (z.B. 1.000 Blatt Papier DIN A4) lose aber dennoch passgenau eingelegt werden.

Subtraktive Farbmischung

Erzeugung fast beliebiger Mischfarben aus den Grundfarben Magenta, Cyan, Gelb (Yellow) und Schwarz (CMYK). Die Pigmente der Farbe absorbieren jeweils den komplementären Farbanteil und reflektieren nur bestimmte Spektralanteile (nämlich ihre Eigenfarbe); weil so aus weissem, also alle Spektralanteile enthaltendem Licht, ein farbiges wird, subtrahieren sich Farb- beziehungsweise Spektralanteile. Subtraktive Farbmischung kommt nur bei Körperfarben vor. Einsatzgebiet: Druckindustrie.

subtraktive Grundfarben

materielle Farben; Primärfarben = Cyan, Magenta, Gelb (Yellow)

Sulfat-Karton

Hochwertiger, aus Sulfatzellstoff gefertigter, gut zu verarbeitender Karton (Druck, Rillen, Falzen). Auch mit Strich und Prägung lieferbar. z.B. für Glückwunsch-/Bildpostkarten, Buchumschläge und Prospektmappen.

Sulfat-Papier

Aus mindestens 90% Sulfatzellstoff hergestelltes Papier mit hohen Festigkeitswerten, oft auch als Kraftpapier bezeichnet.

Sulfatzellstoff

Entsteht durch Kochen von Holzschnitzeln in Aetznatronlauge mit Schwefelnatriumgehalt. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. So wird es möglich, die für die Papierfestigkeit günstigen, langen Fasern der Kiefer auszuschliessen (Zellstoff). Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen Zellstoff hervor, Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als Sulfitzellstoff.

Sulfitzellstoff

Wird aus Schnitzeln von zerhacktem Fichten- oder Laubholz in einer Lösung aus Kalzium- oder Magnesiumbisulfit und schwefliger Säure gekocht. Gegenüber dem Sulfatzellstoff hat der Sulfitzellstoff den Nachteil der kürzeren Fasern (geringere Papierfestigkeit). Dafür ist er leichter zu bleichen.

SWAN LABEL

Umweltzeichen für nordische Feinpapiere. Zielsetzung: Der nordische Schwan soll dem Käufer helfen, unter dem Warenangebot die am wenigsten umweltbelastenden Produkte auszuwählen. Dieses Label wird vom Institut für Normung SIS vergeben. Eine neutrale und internationale Kontrollinstanz beurteilt nicht nur das Produkt, sondern auch den Herstellungsprozess sowie den gesamten Lebenszyklus hinsichtlich aller direkt oder indirekt auftretender Umweltbelastungen. Die Verpackung gilt normalerweise als Teil des Produktes und wird deshalb in die Beurteilung mit einbezogen.

Synthetisches Papier

Wird entweder aus Kunststoffasern (z.B. Polyamid, Polyester) auf konventionellen Papiermaschinen gefertigt oder auf der Basis von Kunststofffolien extrudiert (Schmelzverfahren). Ein "künstliches" Papier mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften (Zähigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und Gase, Falzbarkeit, Langlebigkeit). Durch beigemischte natürliche Fasern und Oberflächenveredelung (z.B. Strich) kann es auch für alle Druckverfahren geeignet produziert werden.

Sättigung

1. Intensität einer Farbe. Die unbunten Farben Grau, Schwarz und Weiss besitzen keine Sättigung und je höher ihr Anteil an einer Farbe ist, umso ungesättigter und schwächer erscheint diese. Neben Farbton und Helligkeit bestimmt die Sättigung das grundlegende menschliche Empfinden eines Farbeindruckes. 2. Derselbe Begriff bezeichnet auch eine Methode zur Anpassung an einen Farbraum: Ist der Ausgabefarbraum kleiner als der Eingabefarbraum, hat die maximale Sättigung Vorrang vor einer möglichen Farbtonabweichung. (siehe auch Rendering Intent)

Säurefrei

Ein säurefreies Papier muss folgende Kriterien erfüllen: Das Naturpapier muss aus 100 % gebleichtem Zellstoff -ohne verholzte Fasern- hergestellt sein, einen pH-Wert von 7,5 - 9 aufweisen und einen Calciumcarbonat-Anteil von mindestens 3 % enthalten.

Tabellier-Papier

Unbedrucktes oder mit Leselinien bedrucktes Endlospapier mit Führungslochrand. Zum Einsatz in Datendruckern ("output").

Tack

Messgrösse zur Bestimmung der Zügigkeit von Druckfarbe.

Tages-Leuchtfarben-Papier

Mit reflektierender/floureszierender Farbe beschichtetes Plakatpapier, das bei Bestrahlung mit UV-Licht aufleuchtet.

Tagesleuchtfarben

Fluoreszenzfarben, die auch unsichtbare Strahlungen sichtbar erscheinen lassen und somit eine wesentlich höhre Reflexion (Strahlkraft) bei einer Beleuchtung bewirken. Druck im Buch- und Offsetdruck, insbesondere im Siebdruck mit stärkerer Farbschichtdicke.

Tambour

Bestandteil der Papiermaschine: Rolle, auf der die Papierbahn am Ende ihres Laufes aufgewickelt wird.

Tampondruck

Der Tampondruck ist ein indirektes Druckverfahren (Tiefdruckprinzip), das sich zum wichtigsten Verfahren zum Bedrucken von Kunststoffkörpern entwickelt hat und das besonders in der Werbemittelbranche nicht mehr wegzudenken ist. Das Druckklischee trägt in seiner Oberfläche das zu druckende, tiefer liegende Druckbild. Die Rakel flutet die Farbe in das tiefer liegende Druckbild und rakelt die überschüssige Farbe sauber ab. Nach dem Rakeln fährt ein elastischer Drucktampon über das Klischee und nimmt über eine Hubbewegung die zurückgebliebene Farbe auf, um diese dann auf das Kunststoffteil zu übertragen, also indirekt zu drucken. ? Vorteile: Der Vorteil dieser ungewöhnlichen Druckübertragung besteht in der Verformbarkeit des Tampons aus Silikonkautschuk, durch den das Bedrucken von gewölbten Flächen (konvex oder konkav) ohne weiteres möglich wird. Der Tampon nimmt aufgrund seiner Elastizität die Form des zu bedruckenden Körpers an und kann so ideal das Motiv auf den Bedruckstoff übertragen. In der Werbemittelbranche und bei der Modelleisenbahn wird diese Drucktechnik besonders oft angewandt, da viele Werbeartikel und Schienenfahrzeugmodelle keine ebene Oberfläche aufweisen.

Tapaten-Papier

Zum Tapezieren geeignetes, meist holzhaltiges Rohpapier in Rollen. Es kann auf vielfältige Weise bedruckt, beflockt, geprägt oder mit dekorativem Material belegt werden

Taschenbuch-Papier

Meist maschinenglattes, leicht holzhaltiges Rollendruckpapier (50-70g/qm). Für preisgünstige Taschenbuchausgaben.

Taschenfalz (auch Stauchfalz)

Falzverfahren, bei welchem der zu falzende Bogen in eine Tasche gegen einen verstellbaren Taschenanschlag gefördert wird, so dass sich ausserhalb der Tasche an der zu falzenden Stelle eine Stauchfalte bildet. Diese wird von zwei gegenläufig rotierenden Falzzylindern eingezogen und der Bogen an dieser Stelle gefalzt.

Taschenfalzmaschinen

Stauchfalzmaschinen. Im Gegensatz zu Schwertfalzmaschinen wird der Bogen nicht mit einem Schwert, sondern durch Stauchen gefalzt.

Tauen-Papier

Scharf satiniertes Packpapier. Teilweise gemustert (z.B. Schulhefttauen). Sein Name stammt von dem früher eingesetzten Rohstoff (Seil-/Schiffstau-Abfälle) ab.

TCF

(TCF = Totally Chlorine Free). Das Produkt ist ohne Verwendung von Chlor und chlorhaltigen Verbindungen hergestellt worden.

Technische Papiere

Grosse Gruppen von Spezialpapieren für technische und industrielle Zwecke, z.B. Filtrierpapiere, Foto-Rohpapiere, Dekor-Papiere für Möbel, Kabel-Kondensator-Papiere und viele andere.

Teerpapier

Mit Steinkohleteer getränktes Isolier- und Packpapier.

Tektur-Papier

Selbstklebepapier mit dunkel eingefärbtem Kleber. Zum Abdecken von Korrekturstellen auf Drucksachen.

Telefaxpapier

Dieses Papier dient der modernen fernschriftlichen Kommunikation. Die Oberfläche reagiert durch Verschwärzung schon auf kürzesten punktuellen Wärmekontakt mit dem Schreibkopf im Empfangsgerät. Im Sendegerät wird die Vorlage Punkt für Punkt abgetastet und als elektronischer Impuls per Telefon übermittelt. Dadurch wird die Vorlage originalgetreu- schwarz auf weissem Papier - als Faksimile beim Empfänger ausgedruckt. Lieferbar in unterschiedlichen Kleinrollen-Abmessungen. Telefaxgeräte arbeiten auch mit nicht beschichteten Büropapieren (Kopierpapier) im Laser- oder Ink-Jet-Verfahren.

Telefonbuch-Papier

Gelblichweisses, leicht holzhaltiges Dünndruckpapier (34-45g/qm). Mit vorgeschriebenen Festigkeitswerten und guter Deckfähigkeit zum Druck der seitenstarken Telefonbücher.

Tellern

Wenn Papierstapel in zu trockenen Räumen gelagert werden, entstehen Verkürzungen der Papier-Aussenkanten. Damit verbunden eine tellerförmige Wölbung des Papierbogens.

Temperaturfarbe und Thermochromlack

Spezielle Substanzen die ihre Farbwirkung unter Temperatureinfluss verändern, werden genutzt, um thermosensitive Farben herzustellen.

Tertiärfarbe

Farbe, welche aus drei Primärfarben gemischt wird. Die Mischung maximaler Anteile der Primärfarben, schaffen in der additiven Farbmischung Weiss und in der subtraktiven Schwarz.

Tertiärfarben

Die Tertiärfarben sind Mischungen aus allen 3 Primärfarben, weshalb sie eine grosse Palette aus verschiedenen Brauntönen umfasst. Es sind rund 100.000 verschiedene Mischungen möglich und die Tertiärfarben kommen in der Natur viel häufiger als die Sekundärfarben vor. Werden die drei Tertiärfarben gemischt, entsteht die Farbe Weiss.

Testliner

Überwiegend aus Altpapier gefertigter Deckenstoff zur Herstellung von Wellpappe. Mit vorgegebenen Festigkeitswerten.

Textdatei (.txt)

Wenn es darum geht, reine Textinformation zu speichern, ist das Textdokument das geeignetste Datenformat. Jedes Betriebssystem enthält standardmässig einen Texteditor zum Lesen und Erstellen von Textdateien. Sie können somit auch plattformunabhängig ausgetauscht werden. Je nach System kann es allerdings zu Darstellungsproblemen bei Seitenumbrüchen kommen. Textformatierungen, Schriftwahlen oder Einbettung von Grafiken unterstützt die .txt-Datei nicht.

Thermo-Kopierpapier

Ablichtungspapier mit wärmeempfindlicher Beschichtung, die sich bei Kontakt mit der Vorlage unter Hitzeeinwirkung verfärbt.

Thermoaktives Papier

Reagiert auf elektrische Spannung und Wärme, indem es sich an den entsprechenden Stellen schwarz verfärbt (z.B. Thermo-Fax-Papiere).

Thermodirektdruck

NIP-Verfahren, bei welchem das Druckbild durch partielle Hitzeeinwirkung von Thermoköpfen, auf dem verwendeten Thermopapier erzeugt wird. Aufgrund der einfachen Funktionsweise und der geringen Druckkosten findet dieses Verfahren Anwendung im Druck von: z. B. Kassenbons, Etiketten und Tickets jeglicher Art.

Thermografie

NIP-Technologie, bei welcher mittels partieller Hitzeeinwirkung das Druckbild erzeugt wird. Nach diesem Prinzip funktionieren Thermodirekt-, Thermotransfer und Thermosublimationsdruck.

Thermopapier

Spezielle Papiersorte, deren Oberfläche sich bei Hitzeeinwirkung verfärbt. Anwendung im Thermodruck.

Thermosublimationsdruck

NIP-Verfahren, bei welchem die Farbschicht einer Trägerfolie durch partielle Hitzeeinwirkung verdampft und von der Oberfläche eines Spezialpapiers aufgenommen wird. Wie beim Thermotransferdruck können brillante Druckerzeugnisse bei hohem Verbrauch an Farbträgerfolien erzielt werden.

Thermosublimationsdrucker

Drucker, der mit Hilfe von Heizelementen die auf einer Trägerfolie befindliche Farbschicht verdampfen, die sich dann auf dem Bedruckstoff absetzt. Sehr gute Qualität bei Halbtonbildern, aber teuer im Materialverbrauch.

Thermotransfer-Papier

Spezialpapier, das mit Heiss-Transfer-Farben bedruckt ist. Es überträgt bei Temperaturen von ca. 200°C im Kontaktschmelzverfahren das seitenverkehrte Dekor-Farb-Bild auf Textilien. Diese sollten mindestens einen 65% Synthetikanteil aufweisen.

Thermotransferdruck

NIP-Verfahren, bei welchem die Farbschicht einer Trägerfolie durch partielle Hitzeeinwirkung aufgeschmolzen und unter leichtem Druck auf den Bedruckstoff übertragen wird. Mit diesem Verfahren können hochwertige, brillante Drucke erzeugt werden. Jedoch sind die Verbrauchskosten vergleichsweise hoch, da eine Farbträgerfolie nach einmaligem Gebrauch nicht mehr zu verwenden ist.

Thixotropie

Eigenschaft von Flüssigkeiten wie pastöser Farbe, vom hochviskosen Zustand bei stehender Farbe, durch Rühren zum erheblichen niedrigeren Viskositätszustand zu wechseln.

Tiefdruck

Direktdruckverfahren, bei welchem punkt-, linien- oder flächenförmige Vertiefungen in einer Metallfläche bildgebende Elemente darstellen. Tiefdruckmaschinen besitzen einen Formzylinder, in welchem der gerasterte zu druckende Farbauszug des Motivs in Form von Näpfchen eingraviert oder eingeätzt ist. Der Formzylinder ist so positioniert, dass ein Teil stets in eine Farbwanne getaucht ist, sodass sich die Näpfchen mit Farbe füllen können. Damit lediglich diese mit Farbe benetzt sind, wird überschüssige Farbe auf der Oberfläche des Zylinders anschliessend mit einer Rakel abgeführt. Ein gummierter Gegendruckzylinder (Presseur) drückt den Bedruckstoff gegen den Formzylinder, sodass dann der Farbübertrag erfolgen kann. Aufgrund der sehr hohen Druckleistung von ca. 60.000 Drucken pro Stunde, findet der Tiefdruck Anwendung in auflagenstarken Bereichen: z. B. Kataloge, Verpackungsmaterialien, Zeitschriften, Zeitungsbeilagen.

Tiefdruckpapier

Geeignet für den besonders farbintensiven Tiefdruck. Gestrichen oder ungestrichen. Bei hoher Druckgeschwindigkeit kann es die Farbe aus dem Rasternäpfchen aufnehmen. Es muss deshalb sehr gleichmässig gearbeitet, hochsatiniert, geschmeidig aber zugfest, saugfähig aber nicht staubend sein und auch bei 60g/qm gut decken.

Tiefschwarz

Es lohnt sich im 4-Farben-Druck dunkle, schwarze Flächen und Gestaltungselemente in allen 4 Grundfarben anzulegen - aber NICHT schwarzen Text. Eine mögliche Definition wäre 50% Cyan, 40% Magenta, 40% Gelb, 100% Schwarz.

Tiegeldruckmaschinen

Maschinen mit Druckprinzip Fläche gegen Fläche, für Hochdruck, heute hauptsächlich zum Stanzen verwendet

TIFF (.tiff)

Das Tagged Image File Format hat sich als Bilddatenformat in der professionellen Druckvorstufe durchgesetzt. Die Vorteile liegen in den vielfältigen Optionen bei der TIFF Erstellung. Unabhängig voneinander kann für ein TIFF ein bestimmter Farbraum und ein verlustbehaftetes oder verlustfreies Komprimierungsverfahren gewählt werden. Zudem lassen sich Beschneidungspfade, Freistellmasken und verschiedene Ebenen in einem Bild anlegen und speichern. Weiterhin ist es möglich, spezifische Informationen über Bildgrösse, Auflösung und Autor der Datei zu integrieren. Ein Multipage-TIFF enthält sogar mehrere Bilder, zum Beispiel ein niedrig aufgelöstes Bild zur Vorschau. Diese zusätzlichen Optionen erhöhen natürlich die Dateigrösse, sind aber für den qualitativen Druck unabdingbar.

Tintenstrahlpapiere

Siehe Inkjet-Papiere.

Tintenstrichprobe

Ein Test zur Feststellung des Leimungsgrades. In engem Abstand werden auf das Prüfpapier mit einer Tintenfeder kreuz und quer Linien gezogen. Auf gut geleimten Papier verlaufen diese auch an den Kreuzungspunkten nicht und schlagen nicht auf die Rückseite durch.

Tischtuch-Krepp

Aus gebleichtem Zellstoff hergestelltes, gekrepptes oder geprägtes Papier. Als Ersatz für Stofftischtücher.

Tissue-Papier

Fachbegriff für schmiegsames, hochsaugfähiges, feingekrepptes Hygienepapier.Wird meistens mehrlagig verarbeitet (z.B. für Toilettenpapier, Papiertaschentücher oder Kosmetiktücher). Name aus dem englischen (tissue = Seidenpapier). Aus Zellstoff gefertigt, vermehrt auch aus Recycling.

Titandioxid

Beliebtes Weisspigment in der Druckindustrie. Es besitzt die höchste Deckkraft aller Weisspigmente, ist chemisch stabil und ungiftig. Letzteres macht den Einsatz z. B. für Drucksachen in der Lebensmittelindustrie unkompliziert.

Titelei

Vorspann eines Buches mit allen Seiten vor dem eigentlichen Text. Dazu gehören insgesamt: Schmutztitel, Haupttitel, Impressum, Widmung, Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Einleitung sowie Vakatseiten (unbedruckt).

TMP

Ein sogenannt thermomechanischer Holzstoff, TMP wird durch die Mahlung von Holzschnitzeln bei Temperaturen um 130° C hergestellt. Dieses Verfahren ermöglicht eine schonendere Zerlegung des Holzes als herkömmliche Holzschliffverfahren. (TMP = Thermo Mechanical Pulp).

TMP-Verfahren

Thermo-mechanisches Holzstoff-Verfahren (CTMP), allerdings ohne vorherige chemische Behandlung. Das Holz wird mit Wasserdampf vorbehandelt, um eine schonende Zerfaserung zu ermöglichen. Der so gewonnene Faserstoff ist fester als herkömmlicher Holzschliff.

Ton

optischer Eindruck einer farbigen Fläche; wird in Schwärzung oder Dichte angegeben; bei gerasterter Bildvorlage Angabe in Rastertonwert

Ton- und Farbwertkorrekturen

Manuelle (Retusche/Lithografie), fotomechanische (Maskierverfahren) und elektronische (elektr. Gravur und im Scanner) Korrekturen bei Farbauszügen insbesondere um die Wiedergabequalität der Reprovorlage zu verbessern.

tonen

Das partielle Mitdrucken ausserhalb des Druckbildes liegender Stellen der Druckform.

Toner

Pulverartiger Farbstoff, welcher in Kopierern und Laserdruckern verwendet wird. Er besteht hauptsächlich aus Additiven, Harzen und Pigmenten und ist nach Ein- und Zweikomponententoner zu unterscheiden. Der nur aus dem Toner bestehende Einkomponententoner erhält die für den Druckprozess notwendige Ladung durch Reibung an Kunststoffrollen. Im Gegensatz dazu werden dem Toner des Zweikomponententoners Trägerteilchen beigemischt, welche durch Reibung am Toner die Ladung erzeugen.

Tonstufen, Graustufen

Wiedergabe einer analogen Vorlage in verschiedenen Graustufen

Tonwert

Mass für die in Prozent angegebene optische Empfindung einer gedeckten Farbfläche im Verhältnis zur Gesamtfläche. Eine unbedruckte Fläche hat demnach den Tonwert 0% und eine vollflächig bedruckte Fläche 100%. Intensität der Grauwirkung zwischen Schwarz und Weiss.

Tonwertumfang

Kontrastumfang vom hellsten zum dunkelsten Tonwert in einem Bild.

Tonwertzunahme

Verbreiterung der Rasterpunkte bei verschiedenen Verarbeitungsprozessen 1. Drucktechnik: optisch u./o. mechan. Verbreiterung der Rasterpunkte; abhängig vom Bedruckstoff, der Rasterweite und der Bauart der Druckmaschine 2. Laserbelichtung: Punktverbreiterung durch Grösse der Laserspots oder zu lange Entwicklung des Filmes

Tonzeichenpapier

Voluminöses, gut geleimtes, mattes Papier (ca. 130g/qm) in vielen Farbtönungen. Zum Basteln und Bemalen mit Tempera- und Wasserfarben.

Transmissionsgrad

Mass für die Lichtdurchlässigkeit von transparenten Stoffen (z. B. Filter) und beschreibt das Verhältnis von einfallendem zu hindurchgelassenem Licht. Er nimmt einen Wert zwischen 0 und 1 an.

Transparentpapier

Sammelbegriff für lichtdurchlässige/durchscheinende Zeichen-Buchungs-Pergamin-Papiere. Aus hochausgemahlenen Fasern (sog.schmierige Mahlung). Eine zusätzliche Oberflächenleimung macht es besser beschreibbar, radierfest und dimensionsstabil. Um die notwendige Festigkeit zu erhalten, wird 100 % Zellstoff verwendet.

Transparenz

Durchscheinend, lichtdurchlässig. Bedeutung in der Druckindustrie u.a. bei: Papieren, Druckfarben und Reprofilmen.

Trapping

Überlappen der Farben beim Farbendruck, um blitzende beziehungsweise falsch anstossende Ränder nebeneinander stehender Flächen oder Zeichnungselemente zu vermeiden; Unterfüllung, Überfüllung.

Trennpapier

Ein- oder beidseitig mit abweisenden Stoffen (z.B. Silikon) beschichtetes Papier. Es lässt sich nach erfüllter Funktion wieder rückstandsfrei abziehen.

Trennsätze

Randverklebte Mehrfach-Schriftstücke (selbstdurchschreibend oder mit eingelegtem Einmalkohlepapier). Durch Abreissen einer perforierten Leiste können die Schriftstücke getrennt werden.

Treppenregister

Wie eine Treppe führt dieses Register von der Seite auf Ihr Produkt, dadurch wird zwar die nutzbare Fläche etwas eingeschränkt, eine gute Ordnung und ein echter Hingucker sind aber garantiert.

Tribologie

Lehre von Reibung, Schmierung und Verschleiss von Maschinenelementen. Sie untersucht und beschreibt diese Vorgänge in Abhängigkeit von der Werkstoffauswahl, der Oberflächentopografie und -beschichtung der verwendeten Maschinenteile.

Trimmer

Maschine in der Druckweiterverarbeitung, welche in Sammelheftlinien zum dreiseitigen Beschnitt von Druckerzeugnissen eingesetzt wird. Trimmer arbeiten nach dem Scherschnittprinzip und beschneiden in einem Durchgang das Druckerzeugnis an Kopf, Fuss und Front.

Trinkbecher-Karton

Karton aus gebleichtem Zellstoff. Mit guter Ziehfähigkeit und Falzfestigkeit. Wird durch Paraffinieren oder Kunststoffbeschichtung wasserundurchlässig gemacht.

Triplex

Wie beim Duplex wird beim Triplex ein Schwarz-Weiss-Bild nicht nur einfarbig gedruckt. Zusätzlich zum Schwarz werden zwei in der Helligkeit abgestufte Sonderfarben gedruckt. Diese Farben können Grautöne oder bunte Farbtöne sein.

Triplex-Karton

Aus drei unterschiedlichen Lagen zusammengepresster (gegautschter) Karton. Meist einseitig glatt. Er wird z.B. bei der Kartonagenherstellung verwendet.

Trockengummiertes Papier

Etikettenpapier, das vollflächig oder partiell mit einem trockenen Kleber (z.B. auf Dextrinbasis) einseitig bestrichen ist, aber gut plan liegt. Die Klebekraft wird nach Anfeuchten nach kurzer Reaktionszeit aktiv.

Trockenoffset

Offsetdruckverfahren, bei dem ohne Wasser gedruckt wird, was qualitative Vorteile, aber auch einige Nachteile hat; die Nicht-Bildstellen sind mit einer dünnen Silikonschicht überzogen und stossen dadurch die Farbe ab; die Kühlung der Farbe muss von Kühlaggregaten an der Druckmaschine übernommen werden

Trockenpartie

Wesentlicher Bestandteil der Papiermaschine. Nach der mechanischen Entfernung des Wassers aus der Papierbahn in der Pressenpartie wird das Wasser in der Trockenpartie durch Wärmeeinwirkung entfernt.

Trocknung, chemische bzw. oxidative

Trocknungsvorgang, bei welchem Öle von Druckfarben durch Aufnahme von Luftsauerstoff polymerisieren und aushärten. Da dieser Trocknungsprozess relativ langsam erfolgt, können Sikkative zur Trocknungsbeschleunigung hinzugefügt werden. Vollkommen getrocknet erhält man einen qualitativ guten Farbfilm hinsichtlich Abriebfestigkeit.

Trocknung, physikalische

Trocknung, physikalische

Tropenfeste Papiere

Gegen Feuchtigkeit, Bakterien, Pilze und Insektenbefall widerstandsfähig gemachte Papiere. Verwendung in extremen Klimazonen.

True Type

Das True Type (TT) Format wurde von Apple und Microsoft entwickelt. TT Fonts bestehen aus einer Datei, welche bei der Bildschirm- und Druckausgabe angezeigt wird. Wie die PS Type1 ist auch True Type ein systemabhängiges Format. Erst ab Mac OS X ist ein Austausch der Fonts zu Windows möglich. Durch die unterschiedliche Tastenkonfiguration von Windows- und Macintoshtastaturen ist dieser Schritt allerdings nur bedingt zu empfehlen. Werden True Type Schriften elektronisch modifiziert oder skaliert, kommt es in der Ausgabe zu Darstellungsproblemen.

Trägerpapier

Gleichmässig gearbeitetes Rohpapier. Für imprägnierte, gestrichene, beschichtete Papiere.

Tsai Lun

Name des chinesischen Ministers, der laut Überlieferung im Jahre 105 n. Chr. erstmals über die Papiermacherkunst berichtete.

Typografie

Früher stand der Begriff Typografie für Druckhandwerk, wird inzwischen aber mehr für den Gestaltungsprozess bis zum Druckergebnis verwendet, wobei Abbildungen wie Schrift, Bilder, Flächen digital bearbeitet und verwertet werden. Die Typografie umfasst unter anderem das Layout und den Schriftentwurf, wobei auch die Papierauswahl oder die Einbandwahl eine Rolle spielen können.

typografische Masssysteme

Masssystem im Bleisatz, das auf dem typografischen Punkt basiert. 1 Punkt = 0,376 mm. 1 m = 2660 p. Heute im Fotosatz immer noch zu finden, obwohl ab Ende 1977 nicht mehr zugelassen. Wenn in den Fotosetzmaschinen immer noch der Punkt als Masssystem zu finden ist, do dürfte das wohl mehr oder weniger ein Zugeständnis an Schriftsetzer sein. Nach der Neuregelung des Messwesens muss das typ. Masssystem durch das metrische System ersetzt werden . Zur einfacheren Umrechnung - besonders für den Fotosatz wichtig - ist daher eine gerundete Umrechnung vorgeschlagen : 1p = 0,375 mm; 1 m = 2666p.

Tütenpapier

Qualitativ unterschiedliche Papiere. z.B. zur Herstellung von einfachsten Obstspitztüten, weissen Bäcker- und Apotheker-Flachbeuteln.

UCR und GCR

In bestimmten Fällen kann die Farbkonstellation eines Druckmotivs so aufgebaut sein, dass es im Druck zu einem sehr hohen Gesamtfarbauftrag kommt. Dieser kann theoretisch bis zu 400% betragen, wenn alle vier Farben zu 100% Flächendeckung verdruckt werden. Durch diesen hohen Farbauftrag ist es dem Drucker nahezu unmöglich einen Farbton über die gesamte Auflage hin konstant zu halten. Um dieses Problem in den neutralen, dunklen Bereichen eines Druckes zu beheben, bedient man sich der Methode des UCR (Under Color Removal). Das Verhältnis der Farben wird dabei so korrigiert, dass sich der gesamte Farbauftrag verringert, der Farbton jedoch konstant bleibt. In der Praxis wird dies meist durch Reduktion der bunten Farben CMY und Erhöhung des Kontrastes K erreicht.

ULWC

Ultra Light Weight Coated Papier ist das extrem leichte, beidseitig gestrichene Rollenpapier (unter 51g/qm). z.B. für umfangreiche Versandhauskataloge.

umbrechen

Zusammenstellung von Texten u. Bildern zu einer Druckseite

Umbruch

Zusammenstellung des zuerst auf Fahnen abgezogenen Satzes auf die richtige Seitengrösse, Satzordnung usw.

umdrehen

Einen Bogen so wenden, dass Vorder- und Seitenanlage wechseln. Es wird die gleiche Bogenseite bedruckt.

Umdruckpapier

Gut satiniertes, vollgeleimtes Vervielfältigungspapier für das heute fast nicht mehr eingesetzte "Spirit-Carbon"-Umdruckverfahren.

Umfang

Bezieht sich auf die Dicke des Druckobjektes wie Katalog, Broschüre oder Prospekt, ausgedrückt in der Anzahl der Seiten. Bei einigen Objekten werden auch die Anzahl der Druckbogen angegeben.

umkehren

Umwandlung eines Negativs in ein Positiv u. umgekehrt

umschlagen

Druckbogen so wenden, dass die gleiche Seite im Greiferrand verbleibt, aber die Seitenmarke wechselt

Umschlagkarton

Karton in vielen, meist kräftigen Farben und mit einer Vielzahl von Prägungen. Nicht nur für Buchumschläge, sondern auch für Präsentationsmappen, Speisenkarten, Grusskarten u.a. eingesetzt.

umstülpen

Eine Bogen so wenden, dass die gleiche Seite an der Seitenmarke bleibt, die Vordermarke jedoch wechselt. Nach dem Umstülpen liegt die Rückseite des Bogens oben.

Umweltfreundliches Papier

Begriff, der ursprünglich für Druckpapiere aus 100% Altpapier angewendet wurde. Heute stehen "Recycling"- und Papiere aus chlorfrei gebleichten Faserstoffen im Vordergrund.

Unbeschwertes Papier

Ohne Füllstoffe gearbeitete Papiere. z.B. Transparentpapiere, Verpackungspapiere.

Unbunt

Bezeichnung für die ungesättigten Farben Schwarz, Weiss und alle aus der Mischung von Schwarz und Weiss möglichen Graustufen.

Unbuntachse

Auch Neutralgrauachse. Zentrale Achse in Farbmodellen, welche alle unbunten Farben darstellt. Schwarz und Weiss nehmen hierbei je einen Pol ein.

Unbuntaufbau

Verfahren zur CMYK-Separation von Farbbildern; gleiche Anteile Cyan, Magenta u. Gelb (die übereinandergedruckt einen Grauwert ergeben) werden z. T. durch Schwarz ersetzt, um Farbe zu sparen und Druckschwierigkeiten durch zu hohen Farbauftrag zu vermeiden

unbunte Farben

neutrale Farben von Weiss über Grautöne bis Schwarz

Ungebleichtes Papier

Papiere/Kartons aus ungebleicht natürlich-bräunlich belassenem Faserstoff (Holzschliff oder Zellulose). Im graphischen Bereich nicht eingesetzt, aber häufig auf dem Verpackungssektor verwendet.

Ungeleimtes Papier

Mehr oder weniger saugfähiges Papier, bei dem die natürliche Bereitschaft der Papierfaser zur Feuchtigkeitsaufnahme nicht durch Leimung (im Faserstoff oder auf der Papieroberfläche) verringert ist.

Unscharfmaskierung

Verfahren zur Erzeugung eines scheinbar schärferen Bildes durch Verstärkung der Kontraste an kontrastreichen Bildstellen

Unterlänge

Teil von Kleinbuchstaben (z. B. g, j, p), welcher bei gleicher Schriftgrösse und -art im Vergleich zu anderen Kleinbuchstaben (z. B. a, b, c) die Grundlinie unterschreitet.

Urkundenpapier

Wird vorwiegend im notariellen und privaten Bereich verwendet. Hochwertiges, licht- und alterungsbeständiges, fälschungssicheres Papier. Oft mit Wasserzeichen versehen und mit Hadernzusatz hergestellt.

UV-Farben

Es gibt Farben, die unter Einwirkung von UV-Strahlung aushärten. Die Farben werden im Prinzip ganz normal verdruckt und mit einem UV-Strahler zu einer chemischen Reaktion angestossen, die den Farbfilm blitzschnell verfestigt und sehr beständig werden lässt. UV-Farben können im Offset-, Tief-, Flexo- und Siebdruck angewendet werden. Durch die schnelle Aushärtung können auch schlecht saugfähige Stoffe wie Folien bedruckt werden. Da die Druckmaschinen zur Verwendung der UV-Farben speziell ausgerüstet werden müssen, entsteht für UV-Drucke höherer Aufwand und damit verbunden höhere Kosten.

UV-Lack

Strahlenhärtender UV-Lack funktioniert wie eine UV-Farbe, der feste Lackfilm wird durch UV-Bestrahlung erreicht. Die erreichbaren Glanzeffekte sind sehr gut (Hochglanz), eine Weiterverarbeitung ist sofort möglich. Für noch höheren Glanz kann man auch im Siebdruck UV-lackieren, hier sind deutlich höhere Schichtdicken möglich.

UV-Reaktive Farben

Diese Farben sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen, lassen sich aber mittels UV-Lampe leicht überprüfen. Zudem ist die Reproduktion dieser Drucke ohne digitale Vorlage erschwert, da ein Einscannen nicht wie bei normalen Drucken möglich ist.

V-Falz

Siehe Parallelmittenfalz.

Vakat

Absichtlich nicht bedruckte Seite z. B. eines Buches. Da gefalzte und gebundene Druckbögen letztendlich je 8, 16 oder 32 Seiten ergeben, kommen, abhängig vom zu druckenden Gesamtumfang eines Buches, unbedruckte Seiten zu Stande.

Vakat

Leer: Unbedruckte Seite.

Vakuumbedampftes Papier

Papier, auf das auf feinste Metallteilchen (im gasförmigen Zustand) in luftleeren Druckkammern aufgedampft wurden. So wird ein metallischer Effekt erzielt.

Vektor

geometrische Grösse; geben bestimmte Richtung bei physikalischen Grössen an

Vektor/Vektorgrafik/Vektorpunkt

Eine in Richtung und Länge definierte Linie bzw. Kurve; eine aus Vektoren zusammengesetzte Grafik von Punkt zu Punkt. Vorteil gegenüber einer gescannten Grafik: wenig Daten, problemlos veränderbar, auflösungsunabhängig.

Vektorgrafik

Digitale Grafik, welche mittels mathematischen Funktionen beschrieben wird. Der Aufbau der Grafik wird durch eine Konturenbeschreibung mittels Linien, Kreisen und Polygonen sowie Informationen zu Start- und Endpunkt des jeweiligen Konturenstrichs, Füllfarbe, Linienfarbe und -stärke gewährleistet. Im Vergleich zu Rastergrafiken bieten sie somit die Vorteile beliebiger Skalierbarkeit, sowie geringerer Speicherplatzbelegung. Anwendung in: z. B. PDF, PostScript, Outline-Schriften.

Velin

Qualitätsbegriff, der vom tierischen Pergament ("Vellum") abgeleitet wird. Er bezeichnet die völlig strukturlose, edle Oberfläche und die gleichmässige Durchsicht von feinen Briefpapieren.

Velour-Papier

Nachträglich mit Woll- oder Kunststofffasern beflocktes Papier. Mit plüschartiger Oberfläche als Bezugspapier für Feinkartonagen und z.B. Besteckkästen.

Verbundpackstoff

Packmaterial, das zur Addition mehrerer erwünschter technischer Eigenschaften aus verschiedenen Verbundmaterialien kaschiert, verschmolzen oder verklebt wird.

Verdunstungszahl

Kennzahl für das unterschiedliche Verdunstungsverhalten von Flüssigkeiten (z. B. Lösungsmitteln). Sie beschreibt, um wie viel mal langsamer ein Lösungsmittel verdunstet, als dies beim leichtflüchtigen Diethylether der Fall ist. Er dient damit als Massstab mit der Verdunstungszahl 1. Die Grösse der Verdunstungszahl bestimmt das Trocknungsverhalten lösungsmittelhaltiger Farben und sollte deshalb den Bedingungen des Druckprozesses angepasst werden.

Veredeltes Papier

Durch Zusatzstoffe in der Papiermasse oder durch Oberflächenbehandlung werden diese Papiere an spezielle Einsatzzwecke angepasst (z.B. nassfeste Papiere, silikonisierte Papiere, beschichtete Papiere, gestrichene Papiere). Kann auch nachträglich veredelt werden, wie z.B. laminiert, cellophaniert oder drucklackiert.

Veredelung in der Weiterverarbeitung

Das Thema Veredelung ist ein weitläufiges Feld, auf dem sich viele Möglichkeiten bieten, Ihrem Druckprodukt die entsprechende Wirkung und ein einzigartiges Aussehen zu geben. Veredelung ist im weitesten Sinne alles, was einem Produkt eine höhere Wertigkeit gibt. Eine Perforation ermöglicht ein leichteres austrennen einer Antwortkarte und eine Cellophanierung schützt Ihr Produkt, es hat einen höheren Nutzen als im unveredelten Zustand. Veredelungen bieten also Schutz, optische Aufwertung und Verbesserung der Nutzbarkeit.

Veredlung

Gestrichene und beschichtete Papiere.

Vergilben

Durch Licht- und Sauerstoffeinwirkung verfärben sich insbesondere bei holzhaltigen Papieren die im Holz enthaltenen Lingine und andere verholzte Fasern.

Versalie

Lateinische Bezeichnung für Majuskel (Grossbuchstabe), im Gegensatz zu den "Gemeinen"

Versandtaschen-Papier

Kräftiges, meist einseitig glattes, aber auch 2-lagiges (weiss/naturfarben) Zellulosepapier. Zur Fertigung von Versandtaschen ab der Grösse DIN C5.

Vervielfältigungspapier

Gruppe der Büropapiere, die im Wachsmatrizenverfahren (Saugpostpapier) oder Spirit-Carbon-Verfahren (Umdruckpapier) verwendet werden, um einfarbige Schriftstücke zu vervielfältigen.

Vierfarbdruck

(CMYK-Modell) - Der Vierfarbdruck ist eine in allen modernen Druckverfahren angewandte Technik zum Erstellen farbiger Abbildungen. Das Bild wird dabei durch subtraktive Farbmischung aus den vier Grundfarben · Cyan (grünliches Blau), · Magenta (Purpur), · Yellow (Gelb), · Black (Schwarz) aufgebaut. - Theoretisch würden drei Farben ausreichen, jedoch lässt sich in der drucktechnischen Praxis damit kein Tiefschwarz erreichen. Als vierte Druckfarbe wird deswegen zusätzlich noch Schwarz verwendet. Dieses Farbsystem wird als CMYK-Farbmodell bezeichnet, die vier zusammengehörigen Farben als Farbskala (z. B. Euroskala oder inzwischen gebräuchlicher ISO-Skala). Vierfarbendruck ist eine farbwertrichtige Vervielfältigung einer Farbvorlage. Hierzu müssen Teilfarbenauszüge reprotechnisch hergestellt werden - mit den drei Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan. Schwarz tritt als vierte Farbe hinzu, um eine tiefere Bildwirkung zu erreichen. Die Teilfarben-Druckplatten übereinander gedruckt ergeben die detailgenaue Wiedergabe der Vorlage.

Virus

sich rasch selbst vervielfältigende Programme, die über Software, Netzwerk oder Datenträger eingeschleust werden und Daten und Programme zerstören können

Visitenkarten-Karton

Matter, glatter oder geprägter Feinkarton.

Viskosität

Mass für die Zähflüssigkeit von Flüssigkeiten, welche auf der Kohäsion der Moleküle und deren Reibung aneinander beruht. Die Viskosität von Druckfarben ist auf die Eigenschaften des verwendeten Bedruckstoffes, sowie auf Druckverfahren und -geschwindigkeit abzustimmen. Da die Viskosität bei steigender Temperatur sinkt (dünnflüssiger) und bei sinkender Temperatur steigt (dickflüssiger), sollten Temperaturschwankungen im Druckprozess einkalkuliert werden. Die Messung der Viskosität von Farben erfolgt mit genormten Auslaufbechern.

Vliesstoffe

Blattförmige Gebilde aus halb- oder vollsynthetischen Faserstoffen. Sie werden auf unterschiedliche Weise (mechanisch, durch Schrumpfen, durch Verschweissen oder durch Quellen) miteinander verfestigt. Dabei ergibt sich ein papierähnliches Produkt mit ausgeprägten technischen Eigenschaften. Verwendungsgebiet: Filter, Einwegtextilien, Isolierstoffe, Trockentücher.

vollerwerden

Erhöhung der wirksamen gedeckten Fläche im Rasterdruck (Punktverbreiterung), Dunklerwerden der Graustufen.

Vollfarbkopierer

Kopierer mit vier verschiedenen Tonerfarben für farbige Kopien. Als Originale können Aufsichtsvorlagen oder Daten ab PC verwendet werden.

Vollgeleimtes Papier

Durch Zusatz von Harzleim und anderen Chemikalien in der Fasermasse (1/1) läuft auf diesen Papieren Tintenschrift nicht aus.

Vollpappe

Oberbegriff für alle massiven (einlagigen, gegautschten, geklebten, beschichteten) Pappen. In vielen verschiedenen Qualitätsstufen. Gegensatz hierzu: Wellpappe.

Vollton

Bezeichnung für eine ungerasterte, vollflächig gedeckte Fläche in Vorlagen oder im Druck mit einem Rastertonwert von 100%.

Volltondichte

Farbdichte einer Volltonfläche.

Volltonfarbe

Siehe Schmuckfarbe.

Volumen

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Papier (z.B. Werkdruckpapier), bei dem das Papiergewicht im Verhältnis zu seiner Bogenhöhe bewertet wird. Beispiele: Papiergewicht 1000 Bogenhöhe Volumen 80g/qm 8cm 1-fach 80g/qm 12cm 1,5fach 80g/qm 16cm 2fach Das Volumen wird durch besondere (rösche) Mahltechnik des Papierrohstoffes und auftragende Entwässerung in der Papiermaschine erreicht.

vorbeschichtete Druckplatten

mit lichtempfindlicher Kopierschicht beschichtete Druckplatte (Aluminium)

Vordermarken

Anlegemarken zur genauen Ausrichtung des Druckbogens an der Greiferseite

Vordruck-Papier

Gelegentlich benutzter Sammelbegriff für alle Papiere in Bogen oder Rollen, die zur Herstellung von Vordruckformularen (speziell bei Belegleser-Papieren) hergestellt werden.

Vordrucke

Verarbeitungs- und Lagerempfehlungen zum Reprintvorgang: Preprint-Papiere werden mit einer Feuchtigkeit von ca. 35 % ausgeliefert, also bedeutend trockener als Standard-Offsetpapiere mit einer Feuchte von ca. 50 % +/- 5 %. Grundsätzlich handelt es sich um ein zu trockenes Papier, also um ein Material, das nicht im Gleichgewicht der Raumfeuchte des Druckmaschinenraums, in der Regel 50-55 % relative Feuchte, steht. Die niedrige Feuchte, die während des Offsetdruckvorgangs um nicht mehr als 5 % zunehmen darf, verhindert, dass das Papier nach der Hitzefixierung im Laser oder Kopiergerät zuviel Wasser und damit seine ursprüngliche Planlage verliert. Dies würde zu Druckauslassungen, Papierstaus oder Problemen beim automatischen Zusammentragen führen. Die niedrige Feuchtigkeit hat jedoch zur Folge, dass das Preprint-Papier viel schneller und sensibler auf seine «feuchte» Umwelt reagiert als ein Standard Offsetpapier. Um ein funktionstüchtiges Produkt zu erhalten und Störung bei der Verarbeitung in Kopierern oder Laserdruckern zu vermeiden, bitten wir Sie daher, folgende Empfehlungen zu beachten: Vor dem Offsetdruck lagern Sie das Papier mindestens einen Tag im Drucksaal, damit es sich an die Temperatur dort gewöhnen kann. Nehmen Sie das Papier erst kurz vor dem Bedrucken aus der Klimaschutzverpackung, damit es keine Feuchtigkeit aufnimmt. Während des Offsetdrucks fahren Sie mit möglichst geringer Wasserführung. Das Papier darf während des Offsetdrucks maximal 5 % Feuchtigkeit zunehmen. Benutzen Sie wenn möglich ein Alkohol-Feuchtwerk. Der pH-Wert des Wischwassers darf nicht tiefer als 5,5 sein. Setzen Sie je nach Anwendungsgebiet Ihrer Erzeugnisse die nach Absprache mit Ihrem Lieferanten geeigneten Farben ein. Nach dem Offsetdruck/in der Weiterverarbeitung: Umhüllen Sie sofort nach dem Druckvorgang das Papier mit einer Klimaschutzverpackung (z.B. Rieseinschlag, Folie, Plastiksack), damit es keine zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen kann. Lassen Sie das Papier nach dem Druck genügend lange ruhen, bis die Farbe nagelhart ausgetrocknet ist, damit sie bei der Weiterverarbeitung nicht durch die Gerätehitze aufgeweicht wird. Achten sie beim Ausrüsten beim Endformat auf einen glatten Schnitt mit scharf geschliffenen Messern. Verhindert Geräteverschmutzungen und Verpackungsprobleme! Erst unmittelbar vor dem Gebrauch im Kopierer oder Laserdrucker die Verpackung öffnen, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern.

Vorsatzpapier

Mattes, weisses oder leicht getöntes, kräftiges, meist holzfreies, geripptes Papier. Als sog. "Spiegel" wird es auf die vorderen und hinteren Innenseiten der Buchdeckel als Abdeckung geklebt. Als "fliegendes Blatt" stellt es auch den Übergang zum Buchblock dar. Geforderte Eigenschaften: zäh, langfaserig, holzfrei, gute Leimung und hohe Opazität.

Vorstufenprogramme

Das digitale Zeitalter macht es möglich, die Seitengestaltung seines Druckjobs bequem vom Heimcomputer aus, ab zur Druckerei und problemlos drucken lassen. Problemlos? Leider nicht, denn wer seine Dokumente selbst gestalten möchte, der sollte auf professionelle Vorstufenprogramme zurückgreifen und sich über die von der Druckerei gewünschten Datenformate informieren. Gängige professionelle Programme sind zur Zeit für das Layout Quark XPress und Adobe InDesign. Für die Bildbearbeitung wird hauptsächlich Adobe Photoshop genutzt und Grafiken werden entweder mit Macromedia Freehand oder Adobe Illustrator erstellt und bearbeitet. Mit Adobe Acrobat Professional werden, wie der Name schon verspricht, professionelle PDFs generiert.

Wachspapier

Überwiegend holzfreies Papier, das mit Paraffin, Wachs oder Zusätzen auf der Oberfläche beschichtet oder imprägniert wird. Dadurch ist es wasserabweisend für z.B. Verpackungszwecke (Süssigkeiten, Brot, Metallwaren).

Wahrnehmung

Ob direkt, oder durch Reflexion an einem Körper, wir erfassen Lichtwellen mit unserem Auge. Das Auge wandelt die empfangenen Lichtwellen in einen Nervenreiz um, welcher zum Gehirn weitergeleitet wird. Dort entsteht letztendlich der Farbeindruck. Treffen Lichtstrahlen verschiedener Wellenlänge zur gleichen Zeit auf das Auge, so werden diese nicht differenziert wahrgenommen. Das Gehirn bildet stattdessen einen Mittelwert beider Wellen und ein gemischter Farbeindruck entsteht. Dieser Effekt wird auch als additive Farbmischung bezeichnet. Stehen die Wellenlängen des gesamten Spektrums in einem ausgewogenen Verhältnis, so erfassen wir sie als unbuntes oder farbloses Licht.

Waldschaden

Seit 1984 werden in Deutschland Schäden an Bäumen nach einheitlichen Methoden klassifiziert und erfasst. So bekommt man einen Überblick über den Gesundheitszustand des Waldes. Die Papierindustrie leistet einen wichtigen Beitrag zur Regeneration des Waldes durch Verwendung von geschädigten Bäumen und von Durchforstungsholz als Rohstoff für die Papierherstellung.

Walzenstrichverfahren

Eines der Verfahren zur Oberflächenveredelung von Papier. Dabei wird in der Papiermaschine mit Auftragwalzen auf beiden Seiten gleichzeitig Streichfarbe (Pigment- und/oder Kunststoffstrich) aufgetragen.

Wasser

Wichtiger "Hilfsstoff" auch für die Blattbildung bei der Papierproduktion. Dabei ist durch moderne Technik (geschlossener Wasserkreislauf) der Wasserverbrauch in den Papierfabriken stark reduziert. Das "Abwasser" wird durch biologische Reinigungsanlagen - strengen Vorschriften entsprechend - umweltschonend aufbereitet.

Wasserdichtes Papier

Hauptsächlich für Packzwecke gefertigtes Papier. Es wird durch Imprägnieren oder Kaschieren undurchlässig für wässerige Flüssigkeiten gemacht.

Wasserfestes Papier

Identische Bezeichnung für nassfestes Papier (Nassfestigkeit), das auch bei lang andauernder Wassereinwirkung seine Gefügefestigkeit weitestgehend behält. Dies wird durch einen Kunstharzzugabe in den Faserstoff erreicht.

Wasserkreppapier

Dekorations- und Gärtnerkrepp. In einem von der Papierherstellung getrennten Arbeitsgang (nach dem Durchlauf durch ein Leimbad) wird es in nassem Zustand auf einem Zylinder (durch angestellten Schaber) fein gekreppt.

Wasserloser Offset

Der Wasserlose Offset funktioniert ähnlich dem konventionellen Offset, der markante Unterschied ist jedoch, dass nicht die abstossende Wirkung von Wasser auf die Farbe genutzt wird, sondern eine spezielle Silikonschicht verhindert, dass nicht druckende Stellen auf der Platte eingefärbet werden. Das Verfahren hat jedoch bisher keine breite Anwendung gefunden. Nicht zu verwechseln ist der wasserlose Offset mit dem Trockenoffset (Letterset), ein indirektes Hochdruckverfahren.

Wasserstoffperoxyd

siehe Sauerstoffbleiche

Wasserzeichen

Wasserzeichen werden allgemein als besonderes Qualitäts- und Individualmerkmal von Papieren angesehen und sind schon seit dem Mittelalter bekannt. Sie sind Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärken hervorgerufen werden. Das natürliche, echte Wasserzeichen entsteht nur beim Handschöpfen oder auf der Rundsiebmaschine durch Verdrängung oder Anreicherung der Fasermasse bereits in der Siebpartie (Papiermaschine) mittels einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Künstlich unechte Wasserzeichen (Moletten-Wasserzeichen) werden nach dem Passieren der Siebpartie in das noch immer nasse Papier eingeprägt. Es besteht auch die Möglichkeit, künstlich, unechte Wasserzeichen ausserhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack, durch Hitze oder durch Prägen herzustellen.

Wechselbahn

Wenn zur Ausnutzung der Arbeitsbreite einer Papiermaschine aus den gefertigten Rollen sowohl in Schmal-, wie Breitbahn Bogen geschnitten werden, spricht man von Wechselbahn.

Wechselbilder

Wechsel- oder auch Wackelbilder sind Bilder, die durch eine so genannte Linsenrasterfolie zu sehen sind. Diese Lenticularlinsen geben immer nur einen Bereich des darunter liegenden Druckbildes wieder, mit wechselndem Betrachtungswinkel verändert sich das Bild. Unter der Folie liegen die unterschiedlichen Bilder in Streifen nebeneinander.

wegschlagen

Physikalischer Trocknungsvorgang, bei welchem die flüssigen Bestandteile (z. B. Binde- und Lösemittel) der Farbe vom Bedruckstoff aufgesogen werden, während die festen Bestandteile (z. B. Harze und Pigmente) an der Oberfläche verbleiben und einen aushärtenden Farbfilm bilden. Diese Trocknungsart ist nur bei saugfähigen Bedruckstoffen möglich und erzielt einen qualitativ mässigen Farbfilm hinsichtlich mechanischer Beanspruchung.

Wegschlagverhalten

Zeit, die gebraucht wird, um einen Tropfen Flüssigkeit von der Papieroberfläche wegzuschlagen.

Weichpappe

Ungeleimte, voluminöse Pappe. Für Wärme- und Schallisolierung sowie Unterlegzwecke.

Weihnachtskarten

Weihnachtskarten bieten wir in diversen Sujets an. Dazupassend immer das richtige Kuvert in der richtigen Farbe und Grösse.
Sollten Sie Ihr Sujet selber gestalten und drucken lassen, nehemn Sie die Rubrik Karten in unserem Shop.

Weihnachtspapier

Mehrfarbig, mit weihnachtlichen Motiven bedrucktes Geschenkpapier in verschiedenen qualitativen Ausführungen.

Weiss-Schliff

Anders als beim Braunschliff wird das Holz nach dem Schälen der Rinde beim Weissschliff (hauptsächlich Linde, Pappel) vor dem Schleifen nicht mehr besonders behandelt. So erhält sich die natürliche (helle) Färbung der Faser.

Weisse

Ein sehr entscheidendes Kriterium für die qualitative Zuordnung von Papier. Die Weisse (der Weissgehalt) wird gemessen im Vergleich zu Magnesiumoxyd, dessen Rückstrahlvermögen für Licht aller Farben gleich 100% gesetzt wird (nicht u verwechseln mit Farbort).

Weissegrad

Definiert die Intensität des Weisse-Eindruckes. Die unterschiedlichen Farbnuancen (rötlich, bläulich, gelblich) werden im Farbort berücksichtigt.

Weisspigment

Anorganisches Pigment, welches als weisses Farbmittel dient. Anwendung in: u. a. Farb-, Lack-, Papierindustrie. Das beliebteste Weisspigment ist Titandioxid.

Weissstandard

Weisses, mattes, ebenes Feld eines Spektralfotometers, welches zur Kalibrierung des Gerätes dient.

Welligsein

Mangelhafte Planlage von Bogenware. Verantwortlich sind am häufigsten Feuchtigkeitsschwankungen bei Produktion, Transport und Lagerung. (Randwelligkeit, Tellern).

Wellpappe

Aus gewelltem Papier oder Karton zwei- und mehrlagiges gefertigtes, stossdämpfendes Verpackungsmittel. In verschiedenen Güteklassen.

Wendetrommel

Mechanische Vorrichtung zum Wenden des Bogens, z.B. Einrichtung in kombinierten Zweifarben- bzw. Schön- und Widerdruckmaschinen

Werkdruck

Druck von Büchern u. Broschüren, die überwiegend Text enthalten

Werkdruckpapier

Werden vorwiegend für den Druck von Büchern verwendet. Notwendig ist ein weiches, elastisches, maschinenglattes Papier mit gut geschlossener Oberfläche. Dabei ist das Volumen (z.B. 1,5fach, 1,75fach, 2fach) von besonderer Bedeutung (Dickdruckpapier).

Werksatz

Satz für Text von Büchern und Broschüren mit überwiegend Text; Ziel: ästhetisches Gesamtbild bei guter Lesbarkeit

Wertpapier

Gruppe der holzfreien, aus zähen Rohstoffen gearbeiteten Papiere. Meist mit Sicherheitswasserzeichen für Dokumente, Banknoten, Wertmarken, usw...

Whatman-Papier

Nach dem englischen Papiermacher James Whatman benanntes Büttenpapier. Es wird aus Hadern hergestellt, zur Verwendung als hochwertiges Aquarellzeichenpapier.

Wichte

Das Raumgewicht von Papier und Karton wird auch als Wichte bezeichnet. Hierunter versteht man sein Rohgewicht bei einem gedachten Würfel von 1dm³ = 10x10x10 cm. Formel: Flächengewicht (g/m²) / (Dicke (mm) x 1.000) = Wichte (kg/dm³)

Wickelfalz

Falzart, bei der jeder Bruch parallel und in gleicher Richtung erfolgt, so dass je nach Anzahl der Brüche eine Wicklung entsteht.

Wickelpappe

Vollpappe, die durch Aufwickeln nasser Faserstofflagen auf eine Formatwalze hergestellt wird. z.B. Handholzpappe, Handlederpappe, Buchbinderpappe.

Widerdruck

Der Rückseiten- (Gegen-) druck bei zweiseitigen Drucksachen, meist auf der Siebseite des Papiers. Der Vorderseitendruck wird dabei als "Schöndruck" bezeichnet.

Wiegekarten-Karton

Mittelfeiner, satinierter, naturfarbiger Karton. Für die Beschriftung in Wiegeautomaten.

Wiegendrucke

Sammelbegriff für alle bis zum Jahre 1500 hergestellten gedruckten Schriften und Bücher, weil sie aus der "Kinderzeit" des Druckens stammen (auch Inkunabeln genannt). Frühdrucke stammen aus der Zeit von 1500-1550.

Windows

Ursprünglich eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-Dos, bezeichnet Windows heute das Betriebssystem als Ganzes. Microsoft hält einen grossen Marktanteil mit Windows.

Winkelhacken

In der alten Handwerkskunst des Setzers findet sich der Winkelhacken als ein wichtiges Hilfsmittel beim Setzen der Lettern. Diese winkelförmige Satzschiene fand im alten Buchdruck Anwendung. Die aus einem Holzkasten entnommenen einzelnen Lettern wurden in den Winkelhacken eingesetzt, um später als Drucksatz verwendet werden zu können.

Winkelregister

Beim Winkelregister wird ein Register in einem Winkel zwischen 90 und 120 Grad ausgestanzt. Dadurch lässt sich ein Produkt sehr gut ordnen.

Wire-O-Bindung

Bei dieser Bindungsart werden übereinander liegende Einzelblätter mit einem Drahtkamm gebunden. Mit silbernem Draht oder anderen optisch aufwertenden Materialien versehen, findet sie auch bei Geschäftsberichten oder Kalendern Anwendung.

Wischwalzen

Feuchtauftragswalzen in der Druckmaschine

WMF

Windows Metafile, ein Dateiformat für Vektorgrafiken

Wollfilz-Papier

Mit Zusatz von Reisswolle gefertigtes, weiches Papier. Zum Ausfüttern von Handtaschen und weichen Bucheinbänden.

Wollskala

Auch Blaumassstab. Massstab zur Bestimmung der Lichtechtheit von Farben. Die Skala besteht aus acht blau gefärbten Wollstreifen (glatter Wollstoff, ca. 200 gr/m²) abgestufter Lichtechtheit (1 = "sehr geringe Lichtechtheit" bis 8 = "hervorragende Lichtechtheit"), wobei die Lichtechtheit der gefärbten Wollstreifen so gewählt ist, dass ein Übergang zur nächst höheren Stufe einer Verdopplung der Bestrahlungszeit entspricht. Nach gemeinsamer Bestrahlung von Wollstreifen und Probe, werden diese mit einem vor Bestrahlung abgedeckten Probenteil verglichen und anhand der Ausbleichung wird die entsprechende Lichtechtheit zugewiesen.

Workflow

Steuerung des Arbeitsablaufes in Netzwerken und deren angeschlossenen Rechner und Ausgabgeräte (Belichter, CTP, Proof, Drucker etc.).

Wysiwyg

Abkürzung in der EDV von: "What you see is what you get." Sinngemäss übersetzt: "Was ich als Bildschirmdarstellung sehe, bekomme ich ausgedruckt." Wichtige Eigenschaft, die bei Desktop- Publishing-Systemen (Seitengestaltung mit Text und Bild am Bildschirm) unbedingte Voraussetzung für die Arbeit ist.

Wäscheauszeichnungs-Karton

Farbechter, laugen- und säurefester Karton. Zum Kennzeichnen für Wäschestücke für die chemische Reinigung.

X-PDF

1. Xpdf = Betrachtungsprogramm und PDF-zu-Postscript-Konvertierer auf Open-Source-Basis.
2. Umgangssprachlich für ein Dokument nach PDF/X-Standard.

Xerographie-Papier

In der Regel mattes, ungestrichenes Papier (meist 80g/qm), das z.B. hinsichtlich Faserstruktur, Feuchte und Dimensionsstabilität auf einwandfreien Durchlauf durch die elektrostatischen Kopiergeräte ausgelegt ist. Dabei wird das Papier auch kurzzeitig hohen Temperaturen (Tonerfixierung) ausgesetzt. Dabei muss es noch plan liegen und gegebenenfalls auch im Sorter staufrei laufen.

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Über- bzw. Unterfüllen

Eine Methode der Farbüberlappung zur Vermeidung von Blitzern. Eine dünne Linie wird an den Rand eines Objektes platziert, um so eine Überlappung aneinandergrenzender Farben zu erreichen.

Überfüllung

1. Etwa 3 mm breitere Bildflächen bei angeschnittenen Bildern, Flächen, die nach dem Verarbeiten und Beschneiden des Druckbogens einwandfrei angeschnittene Bildseiten ermöglichen.
2. Aneinanderstossende Farbflächen o.ä. werden in der Reproduktion minimal verbretert, um Passerschwierigkeiten (Blitzen) zu vermeiden.

Yellow

Eine der drei Primärfarben der subtraktiven Farbmischung und eine der vier Grundfarben im Vierfarbdruck.

Z-Falz

Siehe Zickzackfalz.

Zeichenpapier

Gruppe von Spezialpapieren, die aus hochwertigen Rohstoffen gefertigt und oberflächenvergütet sind, um darauf z.B. mit Aquarellfarben malen und tusche- sowie radierfest zeichnen zu können. Auch transparente Zeichenpapiere gehören hierzu.

Zeilenabstand

Abstand von Schriftlinie zu Schriftlinie (Unterkante von Grossbuchstaben bzw. Kleinbuchstaben ohne Unterlängen)

Zeitschriftenpapier

Früher stark satiniertes (Illustrationsdruck), schon seit längerem meist maschinengestrichenes Druckpapier. Für den Rollendruck auch mit Fertiggewichten unter 60g/qm als LWC-Papier (light weight coated).

Zeitungsdruck

Zeitungen werden auf speziellen Rollendruckmaschinen mit Doppeldruckwerken beidseitig bedruckt. Tageszeitungen werden auf grossen, komplexen Anlagen produziert, bei denen die einzelnen Papierbahnen vor dem Falzapparat zusammengeführt uns anschliessend geschnitten und gefalzt werden. Für die Produktion mehrfarbiger Zeitungen sind Anlagen mit mehr als 20 und bis zu hundert Druckwerken gängig.

Zeitungspapier

Maschinenglattes Druckpapier (40-52g/qm). Sein holzschliffhaltiger Rohstoff wird schon seit langem immer mehr durch Altpapieranteil ersetzt (ca. 75%). Trotzdem muss es die hohen Druckgeschwindigkeiten in den Rotationsmaschinen gut bestehen. Die Zeitungspapiermaschinen gehören mit Breiten von 10m und mehr zu den grössten in der Papierindustrie.

Zellbast

Packpapier mittlerer Güte (ZP3).

Zellglas

Zellglas ist auch unter dem Synonym Cellophan bekannt und wird, anders als die folgenden Kunststoffe, vollständig auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergerstellt. Als Grundstoff dient die Zellulose. Zellglas findet man im Alltag vor allem als Verpackungsfolie für Zigarettenschachteln oder Back- und Süsswaren. Es ist transparent und besitzt den für Cellophan typischen "Knister-Ton". Reines Zellglas ist vollständig kompostierbar.

Zellstoff

Das auf chemischem Wege aus pflanzlichen Rohstoffen gefertigte Fasermaterial. Dabei sind die nicht faserigen Bestandteile zum grössten Teil herausgelaugt. Je nach der verwendeten chemischen Lösung erhält man Sulfitzellstoff oder Sulfatzellstoff, neben dem Altpapier die wichtigsten Ausgangsprodukte der Papierherstellung. Die chlorfreie Bleichung des Zellstoffes setzt sich seit Beginn der 90er Jahre verstärkt durch.

Zellstoffkarton

Eine nicht ganz eindeutige Bezeichnung sowohl für holzhaltigen sowie holzfreien geklebten Kartei-/Aktendeckelkarton. Aber auch für tiefziehfähigen (z.B. Trinkbecher-) Karton aus gebleichtem Zellstoff.

Zellulose

Auch Cellulose. Glucose-Kettenmolekül, welches mit einem Massenanteil von 50 % Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden ist und als Grundstoff in der Papierherstellung die Festigkeit des Papiers sicherstellt.

Zentrierter Satz

Der zentrierte Satz eignet sich besonders als Blickfang. Allerdings sollten nur kurze Texte zentriert werden, die Satzgliederung erfolgt sinngemäss.

Zeug

Sind die Buchstaben (Bleisatz), die beschädigt sind und sich zum Druck nicht mehr eignen.

Zickzackfalz (auch Leporello- oder Z-Falz)

Falzart, bei welcher mehrere Falze parallel zueinander und in entgegen gesetzter Richtung des Vorfalzes liegen.

Ziehkarton

Durch Weichmacherbehandlung oder Eintauchen in wässeriger Lösung wird Pappe geschmeidig gemacht. Zur Herstellung von Karton-Dosen (Käseschachteln).

Zier- und Schreibschriften

Zierschriften sind Schriften, die sich durch ihren dekorativen Charakter nicht in die anderen Gruppen einordnen lassen. Sie finden Anwendung z. B. auf Filmplakaten, persönlichen Drucksachen oder Verpackungen. Eine Untergruppe der Zierschriften bilden die Schreibschriften. Wie der Name schon sagt, sind sie der geschriebenen Schrift oder der Kalligrafie nachempfunden. Sie sind meist kursiv geneigt und können extreme Ober- und Unterlängen aufweisen. Durch ihre schmuckhafte und kunstvolle Wirkung eignen sie sich besonders für kurze Texte auf Glückwunsch- bzw. Hochzeitskarten oder Wertpapieren. - Zier- und Schreibschriften sollten nur für kurze Texte, wie z.B. Titel uns. eingesetzt werden, da die Lesbarkeit oft schwer ist.

Zigarettenpapier

Leichtes, ungeleimtes Papier (18-24g/m²). Es besteht aus Leinen- und Hanffasern, die man heute in zunehmendem Masse durch besondere Zellstoffsorten ersetzt. Zur Steigerung der Glimmfähigkeit wird das Papier besonders ausgerüstet. Es besitzt überwiegend einen Füllstoffanteil von ca. 30%.

Zinkoxyd-Papier

Mit ZnO beschichtetes Kopierpapier für das sog. Elektrofax-Verfahren.

Zoll

engl. Inch. Masseinheit: 1 Zoll = 1 Inch = 2,54 cm

ZP-Papier

Packpapiere, hergestellt aus Sulfitzellstoff (mind. 70% Anteil) und Altpapier (max. 30% Anteil).

Zurichte-Seidenpapier

Im Buchdruckverfahren gebräuchliches Unterlegpapier unter der Druckform. So wird das unterschiedliche Niveau des Druckstockes ausgeglichen und damit ein gleichmässiges Druckbild über die ganze Druckfläche erreicht.

Zusammentragen

Arbeitsvorgang, bei welchem gefalzte Bogen in einer bestimmten Reihenfolge zu einem mehrlagigen Block übereinander gelegt werden. Anwendung für: z. B. Broschuren, Bücher.

Zuschuss

Über die erforderlichen Druckbogenzahl hinausgehende Papiermenge, die zum Einrichten, für den Fortdruck und die Druckverarbeitung notwendig ist.

zusetzen der Druckform

Druckfarbe und/oder Papierstaub verunreinigen druckende und nichtdruckende Teile der Druckform und verursachen Tonwertveränderungen vor allem in Dreivierteltönen und Tiefen. Gerasterte Bildstellen verlieren eine klare Zeichnung und Tonwerttrennung.

Zweiseitigkeit

In der Natur des Herstellungsprozesses liegende Tatsache, dass (mit Ausnahme bei modernen Duoformern) jedes Papier eine füllstoffreichere Unterseite und eine füllstoffärmere Oberseite hat, hervorgerufen durch eine einseitige Entwässerung.

Zwiebelfisch

Beim Ablegen in den falschen Schriftkasten geratene Buchstaben (auch "Fische" genannt).

Zwiebelhaut-Papier

Nach dem Aussehen einer eingetrockneten Zwiebel benanntes Luftpostpapier (Onionskin). Seine "schrumpelige" Oberfläche zur Steigerung von Opazität und Griff entsteht durch eine besondere Trockentechnik.

Zügigkeit

Bezeichnung für die Farbspaltung, also jene notwendige Kraft zur Trennung eines Farbfilmes. Sie ist abhängig von der Viskosität und Kohäsion der Farbe, sowie der Adhäsion der Farbe an Walze, Tuch oder Bedruckstoff. Eine höhere Zügigkeit der Druckfarbe ermöglicht eine bessere Haftung und somit ein schärferes Druckbild, bewirkt jedoch auch Wärmeentwicklung im Farbwerk und Rupfen.

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